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OTH: Mehr Platz für Informatik und Mathe

Pünktlich zum Wintersemester ist das neue Gebäude der Fakultät in Betrieb. Es soll auch die Kommunikation verbessern.
von Tim Guggenberger, MZ

Das neue Gebäude aus Sichtbeton und Glas bietet Lehrräume für 1000 Studenten.Foto: Guggenberger
Das neue Gebäude aus Sichtbeton und Glas bietet Lehrräume für 1000 Studenten.Foto: Guggenberger

Regensburg.Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) in Regensburg ist eine der größten Fachhochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Landesweit kann sie auf die stärksten Wachstumszahlen verweisen – seit 2010 ist die Zahl der Studierenden auf dem Gelände um 55 Prozent gestiegen. Aktuell besuchen rund 10 900 Menschen die zahlreichen Studiengänge an der OTH. „Platzmangel war schon seit jeher ein Thema bei uns“, erzählt Prof. Dr. Wolfgang Baier. Deshalb ist der OTH-Präsident froh, dass pünktlich zum Wintersemester das neue Fakultätsgebäude für Informatik und Mathematik eröffnet werden konnte.

Bei der Einweihung des Gebäudes am Donnerstag machte Baier deutlich, wie wichtig der Neubau auf dem OTH-Gelände für die Fakultät ist. Als die Fachhochschule 1973 den Informatikstudiengang eingeführt hat, teilte dieser provisorisch ein Sammelgebäude mit der Universität. Was als kurze Übergangslösung gedacht war, hielt fast 30 Jahre. Nun bekommen die derzeit 1800 Informatik- und Mathematikstudenten der OTH endlich ihr eigenes Gebäude. Das löse nicht nur Platzprobleme. „Räumliche Nähe verbessert die fächerübergreifende Kommunikation“, erklärt Baier. Als Querschnittstechnologien seien die beiden Fächer für die vielen anderen technischen Anwendungen auf dem Campus unverzichtbar. „Die Herausforderungen der Zukunft können nur mittels interdisziplinärer Herangehensweise bewältigt werden.“

Wie wichtig die zentrale Stellung des Neubaus auf dem Hochschulgelände ist, bestätigte auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Kürzere Wege ermöglichen den Austausch über die Fachgrenzen hinaus.“ Die Stadt Regensburg möchte vor allem die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft fördern. Die neuen Räumlichkeiten könnten helfen, die Rahmenbedingungen dafür herzustellen.

Auch Dr. Ludwig Spaenle lobte das Engagement und die Leistungen der Regensburger Fachhochschule. „Es lohnt sich, in Regensburg Geld zu investieren“, sagte der bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

OTH-Präsident Baier räumte jedoch ein, dass die Platzsituation an der Fachhochschule in Regensburg trotz des Neubaus weiterhin angespannt bleibe. Die Errichtung von Gebäuden hinke erfahrungsgemäß den dynamischen Entwicklungen auf dem Gelände einfach zu stark hinterher. „Es bleibt ein nicht gedeckter Bedarf an Lehr- und Forschungsflächen an der OTH“, erklärt Prof. Baier.

Das Gebäude

  • 5560 Quadratmeter:

    Das Raumprogramm umfasst 11 Hörsäle, 2 Medienräume, 2 CIP-Pools und 24 Kursräume auf 5560 Quadratmetern.

  • 28,8 Millionen Euro:

    Der Baubeginn war im Januar 2015, die Planung übernahm das ATELIER 30 in Kassel. Die Gesamtkosten von 28,8 Millionen Euro wurden vom Freistaat Bayern finanziert.

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