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OTH Regensburg stellt sich an Pranger

An der Hochschule arbeiten und studieren deutlich weniger Frauen als Männer. Die OTH macht selbst auf das Problem aufmerksam.

Frauen sind an der OTH Regensburg unterrepräsentiert.
Frauen sind an der OTH Regensburg unterrepräsentiert.

Regensburg.Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg macht mit einer neuen Kampagne auf ein deutschlandweites Problem aufmerksam: An Hochschulen haben deutlich weniger Frauen Professuren inne als Männer. Am Mittwoch veröffentlichte die OTH auf ihrer Facebook-Seite Zahlen dazu.

Ende Juni 2018 waren lediglich 17 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt, knapp nur jede fünfte Stelle. Zudem waren lediglich zwei von insgesamt 14 Mitgliedern der erweiterten Hochschulleitung der OTH Regensburg weiblich.

OTH Regensburg: Frauen unterrepräsentiert

Damit liegt die Hochschule sogar unter dem deutschlandweiten Schnitt. Laut des Statistischen Bundesamts waren 24 Prozent der Professuren weiblich besetzt. Auch hier sind Frauen deutlich unterrepräsentiert.

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Sabine Hoffmann ist Referentin für Gender und Diversity Management an der OTH. Sie unterstützt die Kampagne, die auf Facebook mit dem Hashtag #warumsoungleich versehen ist. Die Idee entstammt einem Studierendenprojekt. „Die Kampagne wurde auf die Beine gestellt, um auf das Thema Gleichstellung aufmerksam zu machen“, sagt Hoffmann.

OTH Regensburg geht offen damit um

Dass sich die OTH mit dem geringen Frauenanteil selbst an den Pranger stellt, stört die Verantwortlichen aber nicht. Im Gegenteil: Sie gehen offen damit um. „Wir haben in einigen Bereichen Nachholbedarf. Das ist uns bewusst“, sagt Hoffmann. Außerdem handle es sich ohnehin um ein bayern- und deutschlandweites Problem.

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In anderen Bereichen der OTH ist der Frauenanteil etwas größer, aber ebenfalls unterrepräsentiert. Etwa ein Viertel der wissenschaftlichen Mitarbeiter sind Frauen, 41 Prozent der Studierenden sind weiblich. (am)

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