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Hochschulen

Regelstudienzeit ist nicht die Regel

Nur vier von zehn Studenten schaffen ihren Abschluss in der vorgesehenen Zeit. Probleme beim Bafög sind oft die Folge.

Nur rund 40 Prozent der Bachelor- und Masterstudenten schaffen ihren Abschluss in der Regelstudienzeit.
Nur rund 40 Prozent der Bachelor- und Masterstudenten schaffen ihren Abschluss in der Regelstudienzeit. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Wiesbaden.Gerade mal vier von zehn Studenten an deutschen Hochschulen erreichen ihren Abschluss innerhalb der sogenannten Regelstudienzeit. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete, wurden die im Prüfungsjahr 2014 erworbenen Bachelor-Prädikate zu 46 Prozent in der vorgesehenen Studiendauer erlangt, Master-Abschlüsse nur zu 34 Prozent. In der Regelstudienzeit plus zwei Semester wurden 85 Prozent der Bachelor- und 87 Prozent der Master-Abschlüsse erworben.

Bachelor-Studiengänge haben an deutschen Universitäten zumeist eine vorgesehene Dauer von sechs Semestern, an Fachhochschulen acht Semester. Master-Studiengänge setzen einen ersten Hochschulabschluss voraus und haben dann zwei bis vier Semester Regelstudiendauer. Besonders für Bafög-Ansprüche ist entscheidend, ob das Studium „rechtzeitig“ abgeschlossen werden kann – die Leistungen werden nur unter engen Voraussetzungen über die Regelstudienzeit hinaus gewährt.

Der Dachverband der Studierendenvertretungen fzs sprach von einem „Sanktionsinstrument“ und „Studienabbruchprogramm“. Vorstandsmitglied Ben Seel: „Mit den aktuellen Zahlen kann von Regel keine Rede sein, wenn 60 Prozent der Studierenden mehr als die offiziell ausgewiesene Regelstudienzeit brauchen. Fatal wird diese Entwicklung aber vor allem dadurch, dass die staatliche Studienfinanzierung an die Regelstudienzeit gekoppelt ist.“ (dpa)

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