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Veranstaltung

Schüler schnuppern Hochschul-Luft

Beim Regensburger Hochschultag informierten sich 5000 Schüler aus der Region am Freitag über das Fächerangebot auf dem Campus.
Von Louisa Knobloch, MZ

An Infoständen und bei Vorträgen informierten sich rund 5000 Schüler aus der Region an der Hochschule und der Universität Regensburg über die angebotenen Studiengänge. Foto: Knobloch

Regensburg. „Was ist ein Ingenieur?“, will Prof. Dr.-Ing. Ulrike Phleps von den Schülern wissen, die sich in den Hörsaal D002 an der Hochschule Regensburg drängen. „Jemand, der eine technische Lösung für ein Problem findet“, schlägt ein Schüler vor. Einen bekannten Ingenieur kann auf Anhieb aber keiner nennen. Phleps blendet Bilder ein: Leonardo da Vinci, Rudolf Diesel und – „den kennen Sie sicher“ – Daniel Düsentrieb. Anschaulich und mit Humor stellt die Professorin den Studiengang Maschinenbau vor – vom Grundpraktikum vor Studienbeginn bis zum weiterführenden Masterstudiengang Mechanical Engineering.

Der Vortrag ist eines von vielen Angeboten beim gestrigen Regensburger Hochschultag. Zum fünften Mal präsentierten Universität und Hochschule gemeinsam ihr Studienangebot. Die Situation, zwei Hochschulen auf einem Campus zu haben, sei bayernweit einmalig, betonte Prof. Dr. Wolfgang Baier, der Präsident der Hochschule Regensburg, bei seiner Begrüßung. Davon könnten auch die Studenten profitieren, ergänzte sein Kollege, der Uni-Rektor Prof. Dr. Thomas Strothotte: Sie könnten Einrichtungen beider Hochschulen wie das Sprachenzentrum oder die Bibliotheken nutzen.

Der Hochschultag solle den Schülern helfen, Frage wie „Soll ich studieren? Und wenn ja, was und wo?“ zu beantworten, sagte Baier. Jeder müsse das richtige Fach für sich finden, betonte Strothotte. „Haben Sie Vertrauen in Ihre Instinkte und studieren Sie das, was Ihnen wirklich Spaß macht.“ Beide ermutigten die Schüler, sich auch außerhalb ihres Studienfaches am Hochschulleben zu beteiligen – etwa in einem der vielen Musikensembles. Stellvertretend hatte das Uni Jazz Orchester unter der Leitung von Christian Sommerer zu Beginn der Veranstaltung eine Kostprobe seines Könnens gegeben. „Im Studium erwerben Sie nicht nur Fachwissen, sondern haben auch Gelegenheit, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und Netzwerke zu knüpfen“, sagte Baier.

Rund 5000 Schüler aus der ganzen Region nutzten den Hochschultag, um sich über die Studiengänge zu informieren. „Ich finde, das ist ein gutes Angebot“, sagte die 17-jährige Ann-Kathrin vom Regensburger Albrecht-Altdorfer-Gymnasium. Zusammen mit ihren Freundinnen Kristina und Tanja hatte sich die Schülerin gerade einen Vortrag über das Lehramtsstudium für Grundschule an der Uni angehört. „Jetzt wollen wir weiter zur Sportwissenschaft.“

Für ein BWL-Studium an der Hochschule Regensburg interessierte sich Andreas vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf. „Der Vortrag war interessant, man bekam sehr detaillierte Informationen“, fand er. Moritz, der die FOS Regensburg besucht, könnte sich dagegen vorstellen, Bauingenieurwesen oder Maschinenbau zu studieren. „Es war gut, mal einen Einblick zu bekommen, wie so ein Studium abläuft“, fand der 19-Jährige.

Bei Campusführungen lernten die Schüler zentrale Anlaufpunkte wie Bibliothek, Rechenzentrum oder Studentenkanzlei kennen. Auch Führungen durch die Labore der Hochschule wurden angeboten. Am Mittag testeten viele Schüler das Mensaessen. Neben den Fakultäten und Fächern informierten auch Einrichtungen wie der Career Service, das Studentenwerk, die Hochschulgemeinden oder das Sportzentrum über ihre Angebote. Die Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Stadtamhof war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Zum zweiten Mal gab es einen speziellen Informationsbereich für Studieninteressierte mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. „Es ist wichtig, mit Betroffenen frühzeitig ins Gespräch zu kommen“, sagte Monika Jauch vom Studentwerk.

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