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Studienstart

So überlebt ihr das erste Semester

Abi überstanden, los geht’s mit dem ersten Semester: Mit unseren Tipps finden sich Regensburger Erstis kinderleicht zurecht.
Von Selina Bayes, MZ

Dass man sich als Erstsemestler auf dem riesigen Campus nicht sofort zurechtfindet, ist kein Grund zur Sorge. Foto: Knobloch
Dass man sich als Erstsemestler auf dem riesigen Campus nicht sofort zurechtfindet, ist kein Grund zur Sorge. Foto: Knobloch

Regensburg.Abi überstanden, los geht’s mit dem ersten Semester: Weil es eh schon schwer genug ist, sich in der neuen Stadt einzuleben und im Uni-Labyrinth zurechtzufinden, gibt’s hier einige Tipps für Studenten der Uni Regensburg, von denen ich lieber letztes Jahr schon gehört gehabt hätte.

Quälende Minuten morgens im Bus zur Uni

Eigentlich ist die Uni in Regensburg gut zu erreichen - hätten bloß nicht alle immer zur gleichen Zeit die Idee, mit dem Bus dorthin zu fahren. Es ist immer dasselbe: Erst der Kampf in den Bus, dann der Kampf um die Stehplätze. Im Bus erwartet einen dann die Atmosphäre einer finnischen Sauna, selbst an Wintertagen. Also lieber schon einen früheren Bus nehmen oder mit dem Fahrrad den Uniberg hochstrampeln.

Ohne Ausweis geht hier nichts

Einmal an der Uni angekommen, muss man vor allem eines immer wieder herauskramen: den Studentenausweis. Er ist gleichzeitig Ausweis für den Hochschulsport und gilt als Semesterticket für den RVV. Man braucht die UR-Karte auch, um Bücher auszuleihen, einen Druckcoupon zu kaufen und sogar für Essen und Trinken. Man sollte unbedingt beachten, dass in den vielen Cafeten und Mensen der Studentenausweis anstelle von Bargeld als Zahlungsmittel dient. Vergisst man diesen – oder hat man nicht genügend Geld darauf geladen – ­muss man entweder peinlich berührt und von der ganzen Schlange beobachtet wieder zum Ausgang gehen oder man zahlt den deutlich höheren Betrag für Gäste und einen Aufschlag von 10%.

Damit die UR-Karte aber auch in euren nächsten Semestern immer noch gültig ist, darf man das Validieren in den Semesterferien nicht vergessen. Das bedeutet im Prinzip nur, dass ein neues Gültigkeitsdatum auf den Ausweis aufgedruckt wird. Einen Automaten dafür findet man fast überall, z.B. im Verwaltungsgebäude, im Sportzentrum oder in der Zentralbibliothek, aber auch in den Gebäuden der verschiedenen Fachrichtungen.

Die Must-Haves für den Uni-Alltag

Hat man sich dann erst mal einigermaßen orientiert, können ein paar Geheimtipps den Alltag an der Uni erleichtern. Viele Studenten sind vor allem der Bib-Bag dankbar. Da in allen Bibliotheken weder Taschen noch Jacken erlaubt sind, steht dem Gang ins Lernparadies bzw. in die Lernhölle immer das allseits gehasste „Umräumen“ im Weg. Man muss sich erst mit dem Studentenausweis einen Schlüssel für den Spint holen, wo dann alles reingeräumt wird, und dann mit einem Stapel voller Bücher, Laptop, Trinkflasche, Handy, Schlüssel & Co in die Bib reintorkeln. Es geht auch anders: Einfach für 2€ die durchsichtige Bib-Tasche in den Cafeten holen und reinspazieren.

Nach stundenlangem Bücherwälzen (oder Handychecken) wird es Zeit für eine Lernpause. Der Magen knurrt auch schon, also ab in die Mensa! Aber was, wenn man sich wieder umsonst auf den Weg gemacht hat, weil es heute wieder die fade Kohlrabisuppe oder Cannelloni mit Fertig-Tomatensauce gibt? Ganz einfach die Mensa-App herunterladen und für die ganze Woche im Vorfeld nachschauen, was in den verschiedenen Cafeten und Mensen Leckeres geboten ist. Aber Vorsicht: Nicht alles schmeckt auch so gut, wie es sich anhört. Insgesamt machen die Köche der Uni-Mensa jedoch einen guten Job, indem sie beispielsweise auch jeden Tag ein vegetarisches Gericht anbieten. Außerdem gibt’s fast immer Pommes, Kartoffeln, Obst, Jogurt und andere Snacks. Damit kann man ja eigentlich nichts falsch machen.

Jede Menge Papierkram? Augen zu und durch

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Neigt sich das Semester dem Ende zu, ist Prüfungszeit. Den schlimmsten Fehler den man machen kann (schlimmer als Mamas Geburtstag zu vergessen), ist zu verpeilen, sich online für die Klausuren anzumelden. Denn dann darf man nicht teilnehmen und die Vorlesungen des ganzen Semesters waren umsonst. Deshalb sei euch gesagt: Ignoriert die Ermahnungen des Profs besser nicht.

Auch das Datum für die Rückmeldung sollte ihr im Notizheft immer doppelt und dreifach unterstreichen. Am Ende des Semesters wird der Semesterbeitrag für das nächste fällig. Überweist man diesen nicht rechtzeitig, wird man sogar exmatrikuliert. Damit ihr diesem Schicksal entgeht, checkt regelmäßig eure UR-Mailadresse, denn eine Rundmail erinnert nochmal an die Frist.

Nicht nur Prüfungen bereiten Angst, sondern auch der Weg zum Prüfungsamt (die alten Hasen wissen Bescheid). Braucht man jedoch Leistungsnachweise für Bewerbungen oder will man irgendwelche Kurse umbuchen, führt nichts daran vorbei. Ein Tipp: Eine kleine Portion Geduld mitzunehmen schadet nie.

Man ist nur einmal jung

Trotz all des Lernstresses sollte man besonders als Erstsemestler eines nicht vergessen: die Freude am Studieren. Es ist eher unwahrscheinlich, dass man in seinem Leben noch einmal so viel Freiheit genießen kann wie im Studium. Sucht am besten die Facebookseite eures Studiengangs, denn dort werden zu Anfang des Semesters meist „Kneipentouren“ oder „Erstistammtische“ veranstaltet – super, um die Stadt und neue Leute kennenzulernen!

Aber auch auf dem Unigelände kommen Unterhaltung und Spaß nicht zu kurz. Jede Woche wird mit dem „Studikino“ der Hörsaal zum Kino und für nur 1,50 Euro werden aktuelle Filme gezeigt. Ihr könnt euch aber auch verschiedenen Musikgruppen oder dem Theater anschließen. Und anstatt euch gleich im nächsten Fitnessstudio anzumelden, lohnt sich ein Blick auf das Programm des Hochschulsports. Zahlreiche Kurse ermöglichen fast jedem sein Hobby für 15 Euro pro Semester auszuüben. Im Wintersemester ist an der Uni auch ein Adventsmarkt geboten und die Fachschaften der verschiedenen Studiengänge laden zu Weihnachtsfeiern ein.

So viele Rabatte wie jetzt sackt ihr nie wieder ein

Als Student hat man meistens nicht das größte Budget. In den Cafeten auf dem Campus lässt sich allerdings schon mal der ein oder andere Euro sparen, indem man z.B. anstatt Milchkaffee den günstigeren Filterkaffee rauslässt. Danach kann man nämlich einfach die Milch, die auch neben Kaffeesahne oder der Sojavariante bei jedem Automaten zu finden ist, verwenden. Tee-Fans nehmen sich einen eigenen Teebeutel von zuhause mit und kaufen nur das heiße Wasser.

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Nicht nur an der Uni könnt ihr sparen, sondern auch in eurer Freizeit. Zu Beginn des Semesters werden Tüten mit kleinen Geschenken und Gutscheinheften auf dem Campus verteilt. Mit diesen Coupons könnt ihr in vielen verschiedenen Restaurants, Bars, Club, aber auch Modegeschäften, Friseuren oder sonstigen Läden einiges sparen. Generell sollte man beim Weggehen immer seinen Studentenausweis dabei haben. Das Regensburger Nachtleben passt sich an die tausenden Studierenden an und bietet viele Vergünstigungen. Aber auch bei jedem Kinobesuch zahlt ihr einen Euro weniger. Augen auf, wenn ihr in Regensburg unterwegs seid: Fast überall lauert ein Studentenrabatt

Weitere Geschichten vom „Kugelschreiber“ findet ihr hier.

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