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Mobilität

Studierende fahren günstig

Bayern führt in Sachen kostengünstige Semestertickets. Regensburg belegt nach Augsburg und Würzburg den dritten Platz.
Von Anna Gangkofner und Kristina Stein

Nächster Halt Uni: Viele Regensburger Studierende nutzen den Bus.  Foto: Gruber
Nächster Halt Uni: Viele Regensburger Studierende nutzen den Bus. Foto: Gruber

Regensburg.Zum Unistart müssen Studierende tief in die Tasche greifen. Um weiterhin an den Universitäten immatrikuliert zu bleiben und an allen Lehrveranstaltungen teilnehmen zu können, müssen Studierende zwei Mal jährlich einen Semesterbeitrag bezahlen. Diese Kosten umfassen unter anderem Abgaben für die Verwaltung, das Studierendenwerk und meistens das sogenannte Semesterticket.

Die Fahrkarte bietet spezielle Konditionen für Studierende und ermöglicht eine vergünstigte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Je nach Hochschule schwankt der Preis jedoch enorm.
Um einen Überblick über die derzeitige Lage zu bekommen, analysierte der Personaldienstleister Zenjob die Preise des Semestertickets an den 40 größten Universitäten Deutschlands. Fritz Trott, Mitgründer und CEO von Zenjob, sagt: „Gerade junge Studierende, die zwischen verschiedenen Orten pendeln oder für ihre Nebenjobs weitere Wege auf sich nehmen müssen, sind auf ein vergünstigtes Ticket angewiesen.“ Dabei kommen Studierende in Bayern am günstigsten weg. Mit 63 Euro pro Ticket zahlen Studierende der Universität Augsburg am wenigsten. Dieses gilt allerdings nur für den Augsburger Innenraum.

In Hannover wird es teuer

Den zweiten Platz belegt die Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit 76 Euro. Die Universität Regensburg reiht sich mit 98 Euro auf Platz drei ein. Der Semesterbeitrag liegt insgesamt bei 150 Euro. Bei einer Stichprobenartigen Befragung an der Regensburger Uni waren sich die Studierenden einig. „Ich finde den Beitrag für die Leistungen, die man bekommt, völlig angemessen“, sagt der 23-Jährige Skander Röhrl.

Das Semesterticket der Regensburger Hochschulen umfasst das gesamte Verkehrsnetz des Regensburger Verkehrsverbunds. Die Studierenden haben damit die Möglichkeit, sowohl Regionalzüge, als auch alle Busverbindungen zu nutzen. Theresa Briegel, die Grundschullehramt studiert, sieht aber noch Verbesserungsbedarf: Der Gültigkeitsbereich bei Zügen sei prinzipiell zufriedenstellend, dennoch würden viele Studierende von einem Ausbau der Bahnverbindungen Richtung Süden bis nach Landshut profitieren.

So gut wie in Bayern haben es allerdings nicht alle Studierenden. Das Semesterticket ist mit 221 Euro an der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität in Hannover am teuersten. In der niedersächsischen Landeshauptstadt zahlen Studierende nicht nur den höchsten Beitrag für das Semesterticket, sondern mit 408 Euro auch den höchsten Semesterbeitrag aller untersuchten Universitäten. Am zweitteuersten ist das Ticket der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main mit 220 Euro, dicht gefolgt von der Universität Paderborn mit 219 Euro. Studierende dieser Hochschulen können mit ihrer Fahrkarte jedoch Nahverkehrsverbindungen im gesamten Bundesland nutzen.

Semesterticket optionalAn einigen Einrichtungen ist das Semesterticket optional. Bei 32 der 40 untersuchten Hochschulen sind die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel automatisch im Semesterbeitrag integriert, wie es auch in der Domstadt der Fall ist. Dennoch sprechen sich manche Studierende gegen den gebündelten Beitrag aus – wie auch Lehramtstudentin Eva Paul: „Ich finde, eine Wahlmöglichkeit wäre nicht schlecht, da einige das RVV-Ticket nur sehr selten nutzen.“ Den Preis findet die 23-Jährige aber völlig in Ordnung.

Die analysierten Universitäten in München, Nürnberg und in Baden-Württemberg erheben hingegen nur einen Sockelbetrag in Höhe von durchschnittlich 45 Euro. Dieser ermöglicht eine eingeschränkte Nutzung. Für den vollen Leistungsumfang können Studierende gegen zusätzliches Entgelt ein Semesterticket erwerben. Insgesamt lohne sich Trott zufolge der Preisvergleich der verschiedenen Semestertickets: „Je nach Universität unterscheiden sich die Kosten für ein Ticket und deren Geltungsbereich extrem.“

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