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Bildung

Zusatzausbildung für Lehramtsstudenten

Das Programm „KIpKo“ an der Uni Regensburg bereitet auf einen Beruf außerhalb der Schule vor. Noch gibt es freie Plätze.

Im Zusatzstudium werden die Kommunikationsfähigkeiten der Teilnehmer geschult.
Im Zusatzstudium werden die Kommunikationsfähigkeiten der Teilnehmer geschult. Foto: Lightpoet/Fotolia

Regensburg.Nach dem erfolgreich absolvierten Ersten Staatsexamen macht sich bei vielen Lehramtsstudenten Ernüchterung breit. Denn je nach Schulart und Fächerkombination sind die Einstellungschancen derzeit oft gering. In der „Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern 2015“ des Kultusministeriums wird für das Gymnasium ein „Bewerberüberhang“ in Deutsch, den modernen Fremdsprachen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern konstatiert. Dieser werde „in Zukunft ein gravierendes Ausmaß annehmen“, so die wenig erfreuliche Aussicht.

Um Lehramtsstudenten für einen Beruf außerhalb der Schule fit zu machen, fördert der Freistaat 13 Projekte an Universitäten und Hochschulen. Eines davon ist das Zusatzstudium „KIpKo“ an der Universität Regensburg, das im Sommersemester erstmals startet. Die Abkürzung steht für „Kommunizieren und Instruieren im professionellen Kontext“. Ziel ist es, Absolventen des Lehramtsstudiums für die Fächer Geschichte, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch auf eine Tätigkeit in den Bereichen Fort- und Weiterbildung, Human Resources, Public Relations sowie in der internen oder externen Unternehmens- und Institutionenkommunikation vorzubereiten.

Das Zusatzstudium wird gemeinsam von den Instituten für Germanistik, Anglistik, Romanistik und dem Zentrum für Sprache und Kommunikation (ZSK) der Universität Regensburg angeboten. Es umfasst vier Module und kann in einem Semester absolviert werden, erfolgreiche Teilnehmer erhalten ein Zertifikat. Drei Durchgänge für jeweils maximal 30 Teilnehmer sind geplant, der letzte im Sommersemester 2017.

Ziel des Zusatzstudiums sei es, die text- und kulturanalytischen Fähigkeiten der Absolventen um berufsrelevante Kommunikations- und Übersetzungskompetenzen zu erweitern. „Sie sollen kommunikativ souverän agieren können im beruflichen Umfeld“, sagt der Romanist Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen. In Modul 1 befassen sich die Teilnehmer mit „Rede- und Gesprächsrhetorik“, etwa Meeting-Management und Mitarbeitergespräche. Im zweiten Modul geht es um die „Optimierung schriftlicher und mündlicher Informationsvermittlung“. Geübt wird beispielsweise die „Bürgernahe Sprache für Behörden im schriftlichen und mündlichen Bereich“. Das dritte Modul hat „Interkulturalität, Übersetzung und Medien“ als Thema. Indem man Untertitel oder ein Dialogbuch für eine Synchronisation erstelle, könne man viel über interkulturelle Unterschiede lernen, sagt Junkerjürgen. Solche audioviduellen Übersetzungen konnten seine Studenten bisher etwa im Rahmen der spanischen Filmwoche über. Im Praxismodul vier beschäftigen sich die Studenten mit Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement und absolvieren ein Bewerbungstraining.

Interessenten können sich noch bis zum 8. April bewerben. Weitere Informationen gibt es unter: kipko@ur.de

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