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Messtechnik

Kaffee zwischen Genuss und Wissenschaft

Bei „Espresso meets Engineering“ stellten Studenten der Hochschule Regensburg ihre Projektarbeit Kaffeemaschine vor.
Von Louisa Knobloch, MZ

  • Die Hochschul-Studenten präsentierten ihre Projekte, unter anderem den halben Vollautomaten.
  • Latte Art: Barista Michael Stefanek zeigte, was mit Milchschaum so alles möglich ist.
  • Latte Art: Barista Michael Stefanek zeigte, was mit Milchschaum so alles möglich ist.

Regensburg. Eine elektrische Kaffeemühle rattert, der Duft von Espresso liegt in der Luft. Bei einer Präsentation im Leeren Beutel erlebten über 70 Besucher am Montagabend, wie lebensnah und genussvoll Wissenschaft sein kann. Dort präsentierten Maschinenbau-Studenten der Hochschule Regensburg (HS.R) ihre Projektarbeiten zum Thema Kaffeemaschine.

Die Idee dazu hatte Prof. Dr. Hermann Ketterl, der an der HS.R Mess- und Regulierungstechnik lehrt. Bereits zum zweiten Mal suchte er mit Studenten nach den Parametern für die optimale Tasse Kaffee. In Kleingruppen prüften die Seminarteilnehmer etwa, welche Auswirkung der Abnutzungsgrad der Mahlscheibe auf das Kaffeepulver hat oder wie die verschiedenen Mineralstoffe und Spurenelemente im verwendeten Wasser den Geschmack beeinflussen.

Kaffeemaschine per Internet ein- und ausschalten

Ein Team baute eine Kaffeemaschine mit einem größeren Siebträger, einer neuen Wasserzuführung und integriertem Tampern zum halben Vollautomaten um. „Man kann das Ergebnis direkt schmecken“, freut sich Student Sebastian Olszak.

Andere Teams bauten Temperatur- und Drucksensoren in Kaffeemaschinen ein, um deren Parameter zu messen. „Hier kommen ähnliche Sensoren und Technologien zum Einsatz wie bei Autos“, erklärt Ketterl. Mit den Ergebnissen ist er sehr zufrieden – zumal einige Teams mehr geleistet haben als verlangt war. Eine Gruppe mit dem Auftrag die Kaffeemaschine per Internet an- und abschalten zu können, baute gleich eine ganze Datenbank auf. An Infoständen präsentierten die Studenten den Besuchern ihre Projekte.

Professor will Barista-Kurs für Kaffee-Fans anbieten

Auch der Kaffeegenuss kam nicht zu kurz: Barista Michael Stefanek stellte seinen Beruf als „Kaffee-Koch“ vor und demonstrierte Latte Art (dt. Milchkunst). Dabei werden durch geschicktes Eingießen des Milchschaums Motive wie ein Herz oder ein Teddybär erzeugt. Stefanek ist Deutscher Vizemeister in dieser Disziplin und seine Kreationen waren am Montagabend begehrt.

Wer selbst mehr über Kaffee lernen will, kann womöglich bald am Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement der HS.R eine Barista-Ausbildung machen. Ketterl plant ein entsprechendes Angebot. Für zuhause riet Stefanek den Besuchern, auf keinen Fall gemahlenen Kaffee zu kaufen, sondern immer frisch zu mahlen und den Kaffee sofort zuzubereiten: „Der größte Feind der Aromaten im Kaffee ist der Sauerstoff“.

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