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OTH: Nie mehr lange anstehen

Eine von Studenten entwickelte Technik soll die voraussichtliche Wartezeit in der Mensa berechnen und online anzeigen.
Von Stefan Wallner

Die Professoren der OTH Markus Heckner (l.) und Jan Dünnweber (r.) leiten das studentische Projekt, das die Technik entwickelt hat. Foto: Luise Selle
Die Professoren der OTH Markus Heckner (l.) und Jan Dünnweber (r.) leiten das studentische Projekt, das die Technik entwickelt hat. Foto: Luise Selle

Regensburg.„An einem Tag stellt man sich in der Mensa an und es klappt super ohne Warteschlange. Aber kommt man eine Woche später am selben Tag wieder, stehen zweihundert Leute an und man wartet eine Viertelstunde“, sagt der Informatikprofessor an der OTH Regensburg, Markus Heckner. Diese Schwankungen haben ihn auf die Idee gebracht, das Besucheraufkommen in der Mensa zu messen und diese Information den Studierenden anzubieten.

Nun geht das „Experiment“, wie es Heckner bezeichnet, bald in die erste Anwendung. Die Standorte der notwendigen Geräte seien mit dem Studentenwerk abgestimmt. Deshalb erwarte er, dass sich die Studenten möglicherweise schon im Juli erstmals im Internet über die Besucherzahlen in der Mensa informieren könnten, sagte Heckners Kollege, Professor Jan Dünnweber.

Studenten wollen die Wartezeit in der Mensa verkür

Die Zahlen sollen auf einer Website veröffentlicht werden, die sowohl „mit einem großen Desktoprechner, als auch mit einem Laptop oder einem Smartphone angesteuert werden kann“, sagte Heckner. Zudem gebe es die Idee, die Zahlen auch auf den „Infoscreens“ in der OTH zu zeigen.

Info im Vorbeigehen

„So könnten sich die Studenten im Vorbeigehen ein Bild machen, wie es momentan in der Mensa aussieht“, sagte Heckner. Um das zu ermöglichen, ist aus der anfänglichen Idee ein Projekt geworden, an dem zehn Master-Studenten der OTH in zwei Gruppen beschäftigt sind. „Diese Studenten machen ein Projektstudium, das heißt, ihre Aufgabe ist es, ein konkretes Softwareentwicklungsprojekt umzusetzen“, sagte Heckner.

Heckner und Dünnweber traten mit der Idee an sie heran, betreuten sie und stellten die notwendigen Kontakte her, machten aber sonst nur wenige Vorgaben, sagte Heckner im Gespräch mit der Mittelbayerischen. „Die Studenten sind die, die das Projekt dann selbstständig umsetzen.“

So könnte es aussehen: ein Ausschnitt der Internetseite, die in Zukunft das Besucheraufkommen in der Mensa anzeigt Foto: Nicole Höß
So könnte es aussehen: ein Ausschnitt der Internetseite, die in Zukunft das Besucheraufkommen in der Mensa anzeigt Foto: Nicole Höß

Um das Besucheraufkommen in der Mensa zu messen, hätten die Studenten kleine Computer mit einer Antenne besorgt, die die mobilen Geräte – Smartphones und Tablets – zählten, die sich aktuell in der OTH-Mensa befänden. Diese Zählung werde dann an den eigenen Server des Projekts weitergeleitet und biete die Basis für eine Prognose der Wartezeit, erklärte Heckner das Prinzip.

Bei der Messung werde nicht unterschieden, ob sich die gezählten Geräte in der Schlange befänden oder an einem anderen Ort innerhalb des erfassten Bereichs. „Ich denke aber, es ist ein ganz gutes Maß für die Füllung der Mensa zu zählen, wie viele Leute in der Mensa sind“, sagte Dünnweber.

Keine persönlichen Daten

Es könne natürlich sein, dass die Prognose von der tatsächlichen Wartezeit abweiche. „Das werden dann unsere Messungen zeigen.“ Es gebe aber wenige andere Möglichkeiten, denn man wolle keine personenbezogenen Daten auswerten, sondern nur Geräte zählen. „Und auch die Zählung wird gelöscht, wenn die Mensa schließt, und wir fangen am nächsten Tag wieder von null an“, sagte er.

Dünnweber sieht zudem die Möglichkeit, dass das Experiment, das zur Zeit an der OTH stattfindet, auch auf andere Orte übertragbar sein könnte: „In Arztpraxen oder Behörden ließe sich wahrscheinlich ebenfalls Zeit sparen, wenn man in der Vorausschau die aktuelle Wartezeit berechnet.“

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