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Forschung

Regensburg ist MINT-Region

Am Dienstag stellten die Stadt, die Universität und die OTH den Fahrplan für die nächsten Schritte vor.
Von Sarah Höger

Die Beteiligten rund um den MINT-Verein freuen sich auf die Zusammenarbeit der Regensburger Institutionen rund um Uni, OTH und Stadt. Foto: Sarah Höger
Die Beteiligten rund um den MINT-Verein freuen sich auf die Zusammenarbeit der Regensburger Institutionen rund um Uni, OTH und Stadt. Foto: Sarah Höger

Regensburg.Die Region Regensburg ist in das Förderprogramm „MINT-Netz Bayern“ aufgenommen worden und zählt nun als eine von elf bayerischen MINT-Regionen. „Eigentlich sind ja alle Kinder und Jugendliche Forscher, sie lieben Experimente und wollen herausfinden, wieso Dinge so beschaffen sind, wie sie sind“, beschrieb Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Geist des neuen Regensburger Prestige-Projekts.

Ziel des Förderprogramms ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz MINT – zu wecken. Die Universität Regensburg, die OTH und die Stadt Regensburg haben sich dafür schon vor vier Jahren zusammengetan und Mitstreiter in der Region gesucht. Schließlich gründeten dann zwölf Unternehmen und Institutionen im Jahr 2018 den Verein MINT-Labs Regensburg e.V. Großes Ziel ist es, ein Schülerlabor oder vielmehr ein Schülerforschungszentrum einzurichten.

Gebäude soll Ende 2020 bezogen werden

Der Spatenstich für das Gebäude, in dem die Labore angesiedelt werden sollen, ist bereits im Juni gefallen. Ende nächsten Jahres soll das RUBINA-Gebäude, das momentan auf dem TechCampus im Univiertel entsteht, dann bezogen werden. Dort sollen Kinder und Jugendliche forschen, experimentieren und sich ausprobieren können.

Koordiniert wird das Projekt vom neuen MINT-Manager Dr. Fabian Queck, dessen Stelle für mindestens zwei Jahre vom Freistaat Bayern gefördert wird. „Die enge Abstimmung mit dem neugegründeten Verein und eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit den bestehenden Initiativen und Einrichtungen ist mir sehr wichtig und wird einen großen Teil meiner Arbeit ausmachen“, erklärte der Physiker.

MINT will Ressourcen und Kompetenzen aus der ganzen Region bündeln, Akteure aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft sollen im RUBINA zusammenlaufen. Prof. Dr. Nikolaus Korber, Vizepräsident für Studium, Lehre und Weiterbildung der Universität Regensburg, erklärte, warum sich die Uni am MINT-Projekt beteiligt: „Wir versuchen immer, einen Transfer zu leisten in Richtung der Schüler. Wir wollen in der Lage sein, Breiten- und Spitzeförderung zu leisten. Das heißt ganz konkret, dass wir außerschulische Orte fördern wollen, an denen Schülerinnen und Schüler lernen und forschen können, um Interesse an den Inhalten zu wecken. Und wir wollen begabte junge Menschen entsprechend fördern.“

Uni will Ganztagsförderung weiterbringen

Außerdem wolle die Uni einen Beitrag dazu leisten, die Ganztagesförderung in Bayern mit voranzubringen. „Wir möchten auch, dass das MINT-Haus Anlaufstelle für Kinder aus bildungsferneren Bereichen wird“, so Korber weiter.

Auch die Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Bereich der MINT-Fächer liege der Uni am Herzen. Professor Dr. Wolfang Baier, Präsident OTH weiß, wieso das MINT-Haus so wichtig für die Region ist: „Es gibt bereits vielfältige Vereinbarung zwischen der Universität, der Hochschule, den Institutionen und Unternehmen. Das besondere am MINT-Projekt ist jedoch die Zusammenarbeit mit der Stadt und das Haus in Campusnähe, wo sich alle Partner fußläufig treffen können. Die Koordination über das Netzwerkmanagement in Person von Dr. Queck ist hier maßgeblich.“

Projekt-Manager Queck betonte, dass ihm die Einbeziehung aller Schulformen wichtig sei, er wolle auch das Handwerk miteinbeziehen: „Wir wollen nicht alle Kids zu Forschern erziehen.“ Demnächst wolle man sich mit den anderen acht bereits bestehenden und den anderen beiden neuen MINT-Regionen austauschen und einen Einblick in deren Arbeitsweisen und Projekte gewinnen.

MINT in Regensburg

  • Was ist neu?

    Regensburg gehört nun zum MINT-Netz Bayern. Die Bayerische Staatsregierung unter Federführung des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus unterstützt damit die Bildung und den Ausbau regionaler MINT-Netzwerke und strebt eine Koordination und die Entwicklung entsprechender Angebote an.

  • RUBINA

    Im „Haus der Zukunft“ sollen Kids und Jugendliche ab Ende nächsten Jahres forschen, experimentieren und sich ausprobieren.

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