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Regensburger Campus ist stylischer als sein Ruf

Pia Mayerhöfer fotografiert für ihren Internet-Blog Studenten mit „Stil“ – und findet an der Uni jede Menge Inspiration.
Von Antje Karbe, MZ

Regensburg.. Manchmal trifft es sie wie der Blitz. Dann sprintet Pia Mayerhöfer über den Uni-Campus, „wie von der Tarantel gestochen“, so sagt sie, und mit ihrer Nikon D90 im Arm. In solchen Momenten hat die Studentin mit der markanten Brille wohl wieder mal „guten Style“ gesichtet. Erlauben es die Träger, werden sie von ihr fotografiert und einem größeren Publikum vorgestellt. Seit kurzem betreibt Mayerhöfer ihren eigenen Blog im Internet: Unter www.ur-style.de stellt sie Studenten mit Stil vor.

Gut ist, was gefällt – die 23-Jährige sucht keine Trends, sondern Individualität und Menschen, die sich in ihrer Haut wohlfühlen. Deshalb steht das „ur“ im Blog-Namen nicht nur für Universität Regensburg, sondern auch für „youre“ style, dein persönlicher Stil. „Wir werden von Modezeitschriften zugemüllt, was wir anziehen sollen“, sagt sie. Dabei sei es doch der Vielfalt zuträglich, wenn jemand mit eigenen Ideen komme. „Jeder sollte morgens vorm Spiegel sagen können, das finde ich heute cool.“ Gute Ideen wolle sie zeigen, damit sich andere inspirieren lassen können. „In meinem Blog sollen Meinungen über Mode zusammenfließen.“

Damit ist die Regensburgerin aber selber Teil eines Trends: Derzeit boomen sogenannte „style-blogs“ im Internet. Die „Modeblogger“ stellen eigene Ideen ins Netz, sammeln sie auf der Straße oder direkt bei Designer-Größen. Ihr Einfluss in der Branche wächst – den bekanntesten räumen Labels sogar einen Platz in der ersten Reihe vorm Laufsteg ein.

Das findet Pia Mayerhöfer zwar „cool“, doch interessiert sie die Darstellung solcher Label weniger. Dass sie beruflich gar nichts mit Mode zu tun habe, sei sogar hilfreich, so die Studentin. Nach einer wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung studiert sie derzeit im 2. Semester Medienwissenschaft und Germanistik – und will mit „ur-style.de“ auch eine Lanze für ihre Universität brechen. „Ich bin bekennender Uni-Junkie“, sagt sie. Der Campus habe seinen eigenen Charm, auch wenn man ihn erst suchen müsse. „Die Uni hat angeblich einen provinziellen Touch. Ich möchte zeigen, wie cool Regensburger Studenten sind.“

Die Idee scheint angekommen. Nicht nur Medien interessieren sich für „ur-style.de“, die Bloggerin ist auch zufrieden über die bis zu 400 Besucher täglich auf ihrer Seite. Derzeit hat sie für ihr „WM-Special“ meist Outfits in Schwarz, Rot oder Gold vor der Linse – und auch mal eine Tasche mit Rasenstück. Auch in anderen Städten will die Style-Beobachterin fündig werden. Für August plant sie eine Reise nach Helsinki, um Einblicke in die nordische Modewelt zu geben. „Was Mode betrifft, haben die Skandinavier eine Vorreiterrolle.“

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