MyMz

Wissenschaft

Studenten der OTH ausgezeichnet

Sechs Studierende erhielten den „Science Award 2019“. Die Preisträger stellten ihre spannenden Arbeiten vor.

OTH-Präsident Wolfgang Baier mit den Preisträgern: Anja Bodensteiner, Cornelia Gmeiner, Carina Mnich, Margarethe Schneider, Esther Silberkuhl und Sebastian Weber (v. l.). Auch Eduard B. Wagner (r.), Vorsitzender des Vereins der Freunde der OTH Regensburg, würdigte die Leistungen. Foto: Michael Rübel
OTH-Präsident Wolfgang Baier mit den Preisträgern: Anja Bodensteiner, Cornelia Gmeiner, Carina Mnich, Margarethe Schneider, Esther Silberkuhl und Sebastian Weber (v. l.). Auch Eduard B. Wagner (r.), Vorsitzender des Vereins der Freunde der OTH Regensburg, würdigte die Leistungen. Foto: Michael Rübel

Regensburg.Die Umweltbildung von Jugendlichen, die baugeschichtliche Rekonstruktion eines Torturms, Luftströmungen beim fahrenden Auto, Eigenschaften spezieller Photodioden, die Berechnung der Durchlaufzeit im Werkzeugbau und die Herausforderungen des Nachhaltigkeitskonzepts Cradle to Cradle: Das waren die spannenden Themen der Abschlussarbeiten, die in der vergangenen Woche vom Verein der Freunde der OTH Regensburg e. V. mit dem Science Award mit je 400 Euro gewürdigt wurden. Zugleich erhielten die fünf Preisträgerinnen und der Preisträger eine einjährige Mitgliedschaft im Verein der Freunde der OTH Regensburg e. V.

Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, dankte dem Verein dafür, die Leistungen der Studierenden zu würdigen. „Der Verein spielt im Leben der OTH Regensburg eine wichtige Rolle“, sagte Baier im Hinblick auf das vielfältige Engagement des Vereins, vor allem auch beim Netzwerken zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Impulse für die OTH Regensburg gibt der Verein der Freunde schon seit über 60 Jahren, so der Vorsitzende Eduard B. Wagner. Er selbst wolle sich durch sein Engagement als Vorsitzender für den Impuls bedanken, den er selbst durch sein Studium der Betriebswirtschaft in den 80er Jahren damals noch an der FH Regensburg erfahren habe.

Die Preisträger präsentierten ihre Abschlussarbeiten vor Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Den Publikumsaward erhielt Preisträger Sebastian Weber für seine Arbeit „Reynolds-Effekte in der Fahrzeugaerodynamik“. Los ging der Vortragsreigen mit der Absolventin Anja Bodensteiner, die sich mit den Eigenschaften spezieller Photodioden auseinandergesetzt hatte, den sogenannten CMOS-Avalanche Photodioden. Die Erkenntnisse aus ihren Messungen und ihre Simulationen seien ein weiterer Schritt dahingehend, dass künftig die besseren CMOS-APDs in Autos verbaut werden könnten, so Bodensteiner.

Der Passauer Torturm

Dass Besucher der Veste Oberhaus in Passau nun wissen, wie der Torturm der Veste vor 800 Jahren ausgesehen hat, das hat Cornelia Gmeiner mittels ihrer Abschlussarbeit im Master Historische Bauforschung ermittelt. Sie hat mit bauforscherischen Methoden die Geschichte des Torturms erforscht. Dazu hat sie den Torturm neu vermessen, gezeichnet, ein Raumbuch angelegt und in Archiven zum Torturm recherchiert. Gmeiner konnte zum Beispiel erstmals nachweisen, dass die Wehrmauer zwei Ebenen besaß, und rekonstruierte zwei verschiedene Erker.

Wie sie ihr Leben nachhaltiger gestalten können, dass haben 16 junge Menschen bei einer siebentägigen Alpenüberquerung erfahren. Zuvor hatte Preisträgerin Carina Mnich 407 Personen dazu befragt, „Warum verhalten sie sich umweltfreundlich und nachhaltig“ und auf Basis dieser Ergebnisse die praktische Umweltbildungsmaßnahme über die Alpen initiiert. Fazit: Wichtig sind eine positive Einstellung zu umweltfreundlichem Verhalten und die Überzeugung, sich umweltfreundlich verhalten zu können. Keine Rolle spielte das Wissen um die Vorteile des umweltfreundlichen Verhaltens, so das Ergebnis der Befragung.

Um das Thema Umwelt drehte sich auch die Abschlussarbeit von Margarethe Schneider. Sie beschäftigte sich damit, wie das Nachhaltigkeitskonzept Cradle to Cradle in Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden könnte. Dazu führte sie Befragungen mit Unternehmen und Beratungsinstitutionen durch. Die größte Herausforderung sei es, die Menschen zu einem Wandel zu bewegen, so Schneider. Wie solch ein Wandel in Unternehmen gelingen kann, das hat Schneider aus der Perspektive des Change Managements analysiert, zum Beispiel dadurch, kleine erreichbare Ziele zu formulieren und ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten, um alle Beteiligten beim Wandel mitzunehmen.

Termintreue bei der Lieferung

Ob bei der Zahnbürste oder dem Bus, der deutsche Werkzeugbau liefert individuelle Werkzeuge für verschiedene Produkte und Maschinen. Ein Qualitätsmerkmal ist neben sehr hoher Qualität der Werkzeuge die Termintreue, also die Lieferung der Maschine zum angegebenen Zeitpunkt. Um noch exakter bestimmen zu können, wann ein Werkzeug geliefert werden kann, hat sich Preisträgerin Esther Silberkuhl in ihrer Arbeit mittels Künstlicher Intelligenz, also mit der automatisierten Errechnung der sogenannten Durchlaufzeit befasst. Sie hat anhand einer realen Datenbasis eines Unternehmens die Durchlaufzeiten mit der Case-based Reasoning Methode ermittelt und konnte dabei eine sehr hohe Genauigkeit erzielen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht