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Szene

Alte Suite15 wird zu neuem Heart

Michael Irlbeck und Philipp Lang haben die Räume der Regensburger Kult-Disco deutlich umgestaltet. Donnerstag ist Eröffnung.

  • In den Räumen des ehemaligen Wohnzimmers ist das Heart-Beat untergebracht. Hier läuft künftig ausschließlich Techno. Foto: xtl.
  • Am Donnerstag eröffnet das Heart Regensburg. Foto: xtl

Regensburg.Vorsicht: Es wird bunt! Seit Monaten liefen die Planungen auf Hochtouren. Jetzt ist es soweit: Das Heart – so wird die neue Diskothek – heißen, eröffnet am Donnerstag um 23 Uhr. Wir warfen vorab einen Blick in die Kult-Disco. Die beiden Betreiber Michael Irlbeck und Philipp Lang aus Bad Kötzting haben die Räume der Regensburger Kult-Disco Suite15, zu der auch der Club Schimmerlos gehörte, in den Kellerräumen unter dem Parkhaus am St.-Peters-Weg deutlich umgestaltet.

Das Heart wird sich nun wieder in drei Bereiche aufteilen: den Heart-Club, das Heart-Beat in den Räumen des ehemaligen „Wohnzimmers“ und das Heart25 im Bereich des ehemaligen Schimmerlos. Jeder dieser Bereiche soll ein unterschiedliches Zielpublikum ansprechen. Trotzdem ergänzen sie sich auch zu einem großen Ganzen: Alle früher zum Teil geschlossenen Durchgangstüren, stehen jetzt offen. Es gibt keine Sackgassen mehr. So wird das Heart zu einem 1000 Quadratmeter großen Partyraum, in dem bis zu 600 Menschen gleichzeitig feiern dürfen.

Ein Video zu den neu gestalteten Räumen, finden Sie hier:

Das "Heart" in Regensburg: Ein Blick in den neuen

Im Eingangsbereich begrüßen die Gäste ein silbern-glitzernder übergroßer Totenschädel und hunderte kleiner Spiegelkacheln – ein Merkmal, das sich in allen Bereichen der Disco wiederfindet. „Vorsicht, es wird bunt!“, sagt Lang, als er zusammen mit seinem Partner Irlbeck durch die neu gestalteten Räume führt. „Und es gibt ein bisschen mehr Glamour.“ Das Heart kommt dabei nicht verspielt, sondern – mit wenigen Ausnahmen – elegant reduziert daher: Statt auf blanken Estrich-Böden wir jetzt auf polierten Fließen getanzt, statt kahler Wände, schmücken grüne Teppiche sowie Spiegel die Wände. Letztere tragen dazu bei, dass die Räume zum Teil größer wirken als zuvor.

So sieht es im Heart25 aus, das in den Räumen des ehemaligen Schimmerlos untergebracht ist:

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In allen drei Bereichen führen Stufen zu verschiedenen tiefer liegenden Ebenen mit Sitzgelegenheiten oder Tischen bis hinunter zur Tanzfläche, die sich immer jeweils am tiefsten Punkt der „Areas“ befindet – und so von fast überall einsehbar ist. Es gehe darum, dass die Gäste von jedem Punkt aus einen schönen Überblick haben, erläutert Irlbeck. „Wir haben im Heart-Club einen arenaartigen Aufbau geschaffen – mit den Säulen wirkt es ja auch ein bisschen so, wie ein römisches Forum“. Gleichzeitig habe man darauf geachtet, dass die Tanzenden sich nicht gestört fühlen. „Tanzen ist das ganz große Thema und darauf ist alles ausgelegt.“ Auch die Vierpunkt-Beschallung im Heart-Club konzentriert sich natürlich auf die Mitte der Tanzfläche, um dort einen möglichst großen Bassdruck zu erzeugen. „Gleichzeitig achten wir aber auch auf eine fein abgestimmte Umfeldbeschallung“, sagt Irlbeck.

In unserer Bildergalerie sehen Sie weitere Fotos aus dem Heart:

So sieht es in der neuen Disco Heart aus

Ziel sei es gewesen, den Club komplett neu zu gestalten, sagt Lang. Die Räumlichkeiten hätten dabei eine Herausforderung dargestellt. Das historische Gemäuer habe zum Teil wenig Spielraum gelassen. „Wir wollten das Gewölbe auch sichtbar machen. Es ist ja schließlich etwas Besonderes, dass man in einem denkmalgeschützten Gebäude eine Disco betreiben darf“, sagt Irlbeck. Und Lang ergänzt: „Der Umbau lief problemlos, war aber schon für alle Gewerke exorbitant aufwendig.“

Tanzen unter dem Lichttunnel

Als Materialien wurden unter anderem massives Holz, Stahl und Kunstleder verwendet – alles für den Club maßgefertigt. Weil sich die Betreiber dabei auch auf Bewährtes stützen, erinnert der Look natürlich auch an ihren Night-Club Mia und die beiden Cafés Zinnober in Cham in Bad Kötzting.

Auch technisch haben sie sich Einiges einfallen lassen. Im Zentrum der bekannten Säulenhalle mit Kreuzgewölbe, die schon eine Disco-Tradition seit den 1960er-Jahren hat, hängt jetzt ein „dreidimensionaler Lichttunnel“. Dieser sei relativ transparent und erhalte so den Blick auf das Gewölbe, gleichzeitig ließen sich damit aber auch spektakuläre Effekte erzielen, sagt Irlbeck. Zu hören werden im Kreuzgewölbe des Heart-Clubs künftig „viele Mash-Ups und Remixes“ sein sowie „aktuelle Club-Musik“. Im ehemaligen Wohnzimmer – jetzt Heart-Beat – haben DJ-Pult und Bar die Raumseiten getauscht. Hier soll „kompromisslos“ Techno aus der Funktion-One-Anlage wummern.

Im Zentrum der bekannten Säulenhalle mit Kreuzgewölbe hängt jetzt ein „dreidimensionaler Lichttunnel“:

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Betreiber im Lampenfieber

Die deutlichste Veränderung hat wohl der Bereich des ehemaligen Schimmerlos erfahren, in dem sich jetzt das Heart25 befindet. Aus dem zuvor bewusst rudimentär gehaltenen Techno-Bunker, haben die neuen Betreiber einen eher gediegenen Bereich für die Generation 25plus geschaffen. Doch auch hinter den – auf den ersten Blick – Gemütlichkeit ausstrahlenden bunten Lampenschirmen, die dort von der Decke hängen, verbirgt sich eine leistungsstarke LED-Lichtanlage. „Hier wird es ein bisschen gedämpfter zugehen und die Musik wird auch einen guten Beat klassischer sein“, sagt Lang.

Am Ende des Rundgangs ertönt gerade Lionel Richies „I’m easy like sunday morning“ für die letzten Fein-Einstellungen der Soundanlage aus den Boxen. Es ist nicht die erste Disco-Eröffnung für Lang und Irlbeck, daher sehen sie dem Startschuss am Donnerstag relativ entspannt entgegen. Die Vorfreude dominiert. „Ein gewisses Lampenfieber ist aber nicht von der Hand zu weisen“, sagt Irlbeck.

Im ehemaligen Wohnzimmer – jetzt Heart-Beat – soll künftig „kompromisslos“ Techno aus den Boxen wummern:

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