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Ranking

Von der Betreuung bis zum Praxisbezug

Schwerpunkte beim neuen CHE-Ranking sind die Wirtschaftsfächer, Soziale Arbeit und Jura. Für BWL gibt es an den regioanlen Hochschulen gute Noten.
Von Louisa Knobloch, MZ

Jura-Studentinnen an der Universität Regensburg: Jura ist eines der Fächer, die im neuen CHE-Ranking bewertet wurden. Archiv-Foto: altrofoto.de

Regensburg.Die BWL-Studenten an den ostbayerischen Hochschulen sind größtenteils sehr zufrieden mit ihren Studienbedingungen. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das am Dienstag im ZEIT Studienführer 2014/15 veröffentlicht wurde. Für das Ranking wird jedes Jahr ein Drittel aller untersuchten Fächer neu bewertet – in diesem Jahr waren das die Wirtschaftswissenschaften und Volkswirtschaft, Betriebswirtschaftslehre, Jura, Soziale Arbeit, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Wirtschaftsrecht.

Uni Regensburg verschlechtert sich

Im Fach Betriebswirtschaftslehre können bei den Hochschule die OTH Regensburg und die TH Deggendorf ihre guten Ergebnisse von 2011 halten, die OTH Amberg-Weiden verbesserte sich in vielen Kategorien und gehört nun ebenfalls zur Spitzengruppe. Vor allem in Kategorien wie Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit oder E-Learning, für die das Urteil der Studierenden ausschlaggebend ist, belegen die drei Hochschulen Spitzenplätze. Auch die Räume und die Bibliotheksausstattung werden von den Studierenden jeweils sehr gut bewertet. Bei den Universitäten liegt im Fach BWL die KU Eichstätt-Ingolstadt vorne: In den Kategorien Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit, Absolventen in der Regelstudienzeit und internationale Ausrichtung belegt sie im Ranking Spitzenplätze und verbessert sich damit im Vergleich zu 2011 sogar noch. In der Kategorie Forschungsgelder pro Wissenschaftler landet die KU allerdings in der Schlussgruppe.

Die Universität Regensburg verschlechtert sich im Vergleich zu 2011: In den Kategorien Studierbarkeit und Forschungsgelder rutscht sie im Fach BWL von der Mittel- in die Schlussgruppe, auch bei Studiensituation insgesamt und Berufsbezug reicht es nur für die hinteren Plätze. In den Kategorien internationale Ausrichtung und Forschungsreputation hält die Uni Regensburg ihre Plätze im Mittelfeld, bei Absolventen in der Regelstudienzeit gehört sie sogar zur Spitzengruppe.

In den Wirtschaftswissenschaften liegt die Universität Erlangen-Nürnberg auf dem vierten Platz. In den Kategorien Internationale Ausrichtung, Absolventen in der regelstudienzeit und Veröffentlichungen pro Jahr VWL in der Spitzengruppe. In der Kategorie Studierbarkeit landet die Universität Erlangen-Nürnberg allerdings in der Schlussgruppe.

Im Fach Volkswirtschaftlehre absolvieren offenbar viele Studierende der Universität Regensburg ihr Studium in der Regelstudienzeit – hier liegt die Universität in der Spitzengruppe, ebenso bei den Promotionen pro Professor. Was die Studiensituation insgesamt, Räume, Wissenschafts- und Berufsbezug angeht, verteilen die Studierenden schlechte Noten – hier landet die Universität in der Schlussgruppe.

Im Fach Wirtschaftsingenieurwesen liegen die Universität Erlangen-Nürnberg und die OTH Amberg-Weiden wie bereits 2011 im Mittelfeld. Die TH Deggendorf verschlechtert sich in einigen Kategorien – bei der Studierbarkeit rutscht sie von der Spitzen- in die Schlussgruppe. Auch für die Studiensituation insgesamt und das Lehrangebot gibt es von den Studierenden schlechte Noten. In der Spitzengruppe landen sowohl die TH Deggendorf als auch die OTH Amberg-Weiden hingegen, was den Kontakt zu Studierenden, die Räume und die Ausstattung der Praktikumslabore angeht.

Im Fach Wirtschaftsinformatik liegt die Universität Regensburg in den Kategorien Studierbarkeit, Betreuung durch Lehrende, E-Learning und Praxisorientierung in der Spitzengruppe, bei Studiensituation insgesamt, internationaler Ausrichtung und Veröffentlichungen pro Jahr in der Mittelgruppe. Die OTH Regensburg hat sich im Fach Wirtschaftsinformatik im Vergleich zu 2011 erheblich verbessert: Landete sie damals unter anderem in den Kategorien Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit und Praxisbezug in der Schlussgruppe, belegt sie diesmal in diesen und weiteren Kategorien wie Lehrangebot, E-Learning und Bibliotheksausstattung Spitzenplätze. Die TH Deggendorf liegt bei Studiensituation insgesamt, Lehrangebot, Praxisbezug und internationaler Ausrichtung in der Mittelgruppe.

Soziale Arbeit im Mittelfeld

Im Fach Jura liegt die Universität Regensburg im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld. In der Kategorie Promotionen pro Professor gehört sie zur Spitzengruppe, in der Kategorie Forschungsreputation zur Mittelgruppe. Besonders zufrieden sind bayerische Jura-Studenten dem Ranking zufolge an den Universitäten Passau und Bayreuth: Diese gehören in den Kategorien Studiensituation insgesamt, Betreuung durch Lehrende und Studierbarkeit jeweils zur Spitzengruppe. Die Universität Erlangen-Nürnberg landet in den Kategorien Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit und Promotionen pro Professor in der Schlussgruppe. Die Betreuung durch die Lehrenden und die Forschungsreputation wird besser bewertet – hier reicht es für die Mittelgruppe.

Im Fach Soziale Arbeit bleibt die OTH Regensburg wie 2011 insgesamt im Mittelfeld. In den Kategorien Studierbarkeit, Praxisbezug und Einbeziehung in die Lehrevaluation reicht es jeweils nur für die Schlussgruppe, die Räume, Bibliotheksausstattung und IT-Infrastruktur werden von den Studierenden dagegen sehr gut bewertet.

Im Fach Medien- und Kommunikationswissenschaft kann die TH Deggendorf ihr gutes Ergebnis von 2011 halten. In fast allen Kategorien – darunter Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit, Lehrangebot und Praxisbezug – liegt die TH Deggendorf hier in der Spitzengruppe. Für die OTH Amberg-Weiden waren im Fach Medien- und Kommunikationswissenschaft offenbar nicht genug Daten vorhanden – hier sind die entsprechenden Kategorien nicht gerankt.

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