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„Wunderwelt Physik“ begeistert Schüler

Roboter-Bienen oder Wasserraketen bauen – Das können Schüler im Rahmen des von Uni und Jugendamt veranstalteten Projekts.

Die beiden Schülerinnen Julia und Luzia haben an der Ferienaktion teilgenommen. Stolz präsentieren sie ihre Roboter-Bienen. Foto: Stephan Giglberger
Die beiden Schülerinnen Julia und Luzia haben an der Ferienaktion teilgenommen. Stolz präsentieren sie ihre Roboter-Bienen. Foto: Stephan Giglberger

Regensburg.Zwanzig Schülerinnen und Schüler verbrachten die erste Woche ihrer Ferien an der Uni. Im Rahmen der Aktion „Wunderwelt Physik“, die in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt angeboten wird, konnten sich die 12- bis 16-Jährigen einen intensiven Einblick in die Welt von Hebelmechanik und Elektronik verschaffen.

„Naturwissenschaften sind spannend“

Julia und Luzia, beide vierzehn Jahre alt, lieben die Naturwissenschaften: „Physik, Chemie, Biologie – das ist doch total spannend“ sagen sie. Genauso wie die zwölfjährige Marina lieben sie in der Schule besonders die Experimente. Doch heute geht es mehr um Hebelmechanik und Elektronik. Ihre Roboter-Bienen sind schon fast fertig: Wenn die Fühler erst montiert sind, kann die Biene einem Hindernis ausweichen, sobald sie es berührt.

„Es ist faszinierend, wie begeistert die Jugendlichen arbeiten!“, freut sich Dr. Stephan Giglberger, Leiter des Regensburger Schülerlabors und Dozent für Experimentalphysik. Seine Veranstaltungen sind meist innerhalb weniger Tage ausgebucht. Julia (16) ist zum vierten Mal dabei: „Ich liebe Physik! Hier lernt man, wie die Sachen funktionieren – mit Physik kann man die Welt besser verstehen.“ In den letzten Ferienaktionen hatte sie schon Roboter programmiert und einen Stimmenverzerrer gebaut – besonders Löten hatte ihr damals viel Spaß gemacht, erinnert sie sich. Diesmal hat sie sich für den Bau eines Flipperautomaten entschieden.

Nächstes Jahr wird sie zu alt sein für die Ferienaktion. „Aber dann gibt es ja noch die MINT-Girls“, sagt Giglberger und meint damit die Initiative von Universität und OTH Regensburg für Mädchen und junge Frauen, an anspruchsvollen Projekten aus dem MINT-Bereich zu arbeiten.

Aus PET-Flaschen entsteht eine Wasserrakete

Weitere spannende Wunderwelt-Projekte entstehen in Form einer digitalen Analoguhr – ein Mikroprozessor steuert LEDs, die rund um ein Zifferblatt angeordnet sind –, und eine Gruppe Jungs verkleben drei PET-Flaschen zu einer großen Wasserrakete mit Leitwerk und Fallschirm. Ein besonderes Highlight sind die selbstgenähten Fledermaus-Stofftiere mit eingebauter Elektronik. „Die ‚Augen’ sind Ultraschall-Sensoren, mit denen die Entfernung zum nächsten Hindernis berechnet wird“, erklärt Patricia Breunig, selbst Studentin für Lehramt Sport und Bachelor Physik und Betreuerin bei Wunderwelt. Der Abstand wird dann über einen Arduino mit farbigen Lichtern angezeigt und über unterschiedliche Tonhöhen hörbar gemacht.

Die Ferienaktion

  • Tradition:

    Die Ferienaktion „Wunderwelt Physik“ wird seit neun Jahren in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Regensburg durchgeführt. Zielgruppe sind Schüler zwischen 12 und 16 Jahren, unabhängig von der Schulart.

  • Betreuung:

    Studierende der Universität und Dr. Stephan Giglberger, Dozent für Experimentalphysik und MINT-Beauftragter der Universität, betreuen die Schüler.

  • Infos:

    Weitere Informationen zum Schülerlabor , mehr über das Projekt Mint-Girls

Derartige Programme wird es künftig wohl mehr geben: Am 7. Juni soll der Spatenstich zum neuen MINT-Haus in der Nähe des Campus erfolgen (die MZ berichtete). An der Konzeption der Inhalte ist die Universität maßgeblich beteiligt.

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