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Wirtschaft
Montag, 18. Juni 2018 26° 2

Agrar

Abbau der EU-Direktzahlungen gefordert

Berater des Bundeslandwirtschaftsministeriums befürworten ein grundlegendes Umsteuern bei der EU-Agrarfinanzierung.

Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz sollen eine größere Rolle spielen. Foto: Patrick Pleul
Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz sollen eine größere Rolle spielen. Foto: Patrick Pleul

Berlin.Der Beirat für Agrarpolitik schlägt in einer neuen Stellungnahme vor, die bisherigen Direktzahlungen zur Einkommensstützung von Betrieben innerhalb von etwa zehn Jahren weitgehend abzuschaffen. Dringend entwickelt werden sollten Instrumente, um Gemeinwohlleistungen stärker zu honorieren.

Über die künftige EU-Agrarfinanzierung wird derzeit diskutiert. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen für die deutschen Bauern von 2021 bis 2027 rund 41 Milliarden Euro bereitstehen. Im Finanzrahmen von 2014 bis 2020 sind derzeit rund 44,1 Milliarden Euro verfügbar.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sollte die Empfehlungen ihrer eigenen Experten ernst nehmen und eine Agrarwende einleiten. „Es ist ein handfester Skandal, dass weiterhin horrende Summen Steuergeld an Großgrundbesitzer und Agroindustrie verschwendet werden.“ Es müssten Bauern unterstützt werden, die in Tier-, Umwelt, Natur- und Klimaschutz investierten.

Das Umweltbundesamt kritisiert die deutsche Landwirtschaft: Der Umweltschutz komme zu kurz, beim Einsatz von Pestiziden gebe es sogar Rückschritte.

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