MyMz
Anzeige

BMW produziert Atemschutzmasken

Bis zu 300 000 Masken will BMW pro Tag herstellen. Ein Werk in der Oberpfalz kümmert sich künftig darum.
Von Andreas Maciejewski und Marco Hadem

Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG will in der Oberpfalz produzieren lassen. Foto: Uwe Anspach/dpa
Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG will in der Oberpfalz produzieren lassen. Foto: Uwe Anspach/dpa

München.Auch der Autobauer BMW steigt in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken ein. „Damit gehen wir die globalen Engpässe aktiv an. Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München.

Die für die Produktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend könnten bis zu 300 000 Masken am Tag produziert werden. BMW verlängerte erst am Montag den Produktionsstopp für Fahrzeuge bis zum 30. April.

Wie die BMW-Pressesprecherin der Werke Regensburg und Wackersdorf, Romy Ertl, der Mittelbayerischen bestätigt, werden die Masken dann in Wackersdorf im Landkreis Schwandorf hergestellt. In Regensburg sei solch eine Produktion derzeit nicht geplant.

Auto

BMW verlängert Produktionsstopp

BMW hat im ersten Quartal 21 Prozent weniger Autos verkauft und lässt nun die Bänder noch länger ruhen.

BMW produziert in der Oberpfalz

Einem BR-Bericht zufolge liefert die PIA-Automation in Amberg an BMW zunächst drei Maschinen zur Produktion solcher Atemschutzmasken. Wo die Maschinen bestellt wurden, konnte Ertl auf Nachfrage der Mittelbayerischen nicht bestätigen. Es seien aber drei geordert worden, sagt sie: „Sobald diese da sind, wollen wir so schnell wie möglich starten.“ Wie viele Mitarbeiter in die Produktion involviert sind, würde sich dann erst herausstellen.

In den vergangenen Tagen hatten schon viele andere deutsche Unternehmen auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt. Sie reagierten damit auf Appelle aus der Politik, da der weltweite Handel mit den Masken wegen der hohen Nachfrage massiv unter Druck steht. Solange es keinen Impfstoff gegen die Krankheit gebe, werde der Bedarf an Masken sehr hoch bleiben, sagte CSU-Chef Markus Söder. Ein Rückfall bei den Ansteckungen müsse in jedem Fall verhindert werden.

Aussichten

Corona lastet auf Ostbayerns Betrieben

In der Metall- und Elektroindustrie rechnen viele Unternehmen mit Verlusten. Die Herausforderungen in der Krise sind groß.

Masken-Spende an den Freistaat

BMW will die Maskenproduktion auch für den Eigenbedarf nutzen. Um die Produktion in den Werken in den kommenden Wochen wieder hochfahren zu können, dürften viele Mitarbeiter Schutzmasken benötigen. Überkapazitäten sollen aber auch für den Gebrauch von Ärzten und Pflegern zur Verfügung gestellt werden.

Für den Kampf gegen das Coronavirus spendete der Autobauer dem Freistaat Bayern zudem eine Million Paar medizinische Handschuhe und 50 000 FFP2-Atemschutzmasken. „In dieser Notlage ist eine zügige und koordinierte Hilfeleistung von höchster Bedeutung“, sagte Zipse. Er kündigte an, dass BMW „in den nächsten zwei Wochen“ noch einmal eine Million Atemschutzmasken spenden werde.

Pandemie

Wie lange hält die Wirtschaft durch?

Unternehmer leiden unter deutliche Umsatzeinbrüchen. Wenn es so weitergeht erwartet die IHK Schäden in historischem Ausmaß.

Weitere interessante News und Artikel aus unserem Wirtschaftsressort gibt es hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht