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Conti verschiebt Abspaltung von Vitesco

Continental legt die für dieses Jahr geplante Abspaltung der Antriebssparte Vitesco wegen der Corona-Krise zunächst auf Eis.

Konzernumbau wird umgeplant. Der Autozulieferer Continental bläst die Abspaltung der Antriebssparte vorläufig ab. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Konzernumbau wird umgeplant. Der Autozulieferer Continental bläst die Abspaltung der Antriebssparte vorläufig ab. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover.Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental verschiebt die geplante Abspaltung der in Vitesco Technologies umbenannten Antriebssparte. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten hat der Continental-Vorstand beschlossen, den geplanten Spin-Off samt Börsennotierung von Vitesco Technologies mit Sitz in Regensburg in diesem Jahr nicht mehr durchzuführen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Schritt werde nachvollzogen, sobald sich das Marktumfeld dafür spürbar verbessert und gefestigt hat.

„Saubere Antriebe sind ohne Zweifel das wertschaffende Geschäft der Zukunft. Wir sind daher fester denn je davon überzeugt: Vitesco Technologies verfügt über aussichtsreiche, profitable Wachstumsaussichten“, sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende, Dr. Elmar Degenhart. Für deren Erschließung sei ein hoher Grad an unternehmerischer Flexibilität und damit Eigenständigkeit auf dem hoch-dynamischen Antriebsmarkt erforderlich. „Die Auswirkungen der Coronavirus-Krise haben zwar den Markt vorübergehend angehalten, aber die Grundlagen künftigen Marktwachstums nicht verändert. Daher verfolgen wir unsere Spin-Off-Pläne konsequent weiter. Sie sind zweifelsfrei der richtige Weg, den Continental und Vitesco Technologies gemeinsam und entschlossen zu Ende gehen werden, sobald sich das Marktumfeld spürbar verbessert und gefestigt hat und sich als berechenbarer erweist als zurzeit“, begründete Degenhart die Entscheidung.

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Andreas Wolf, CEO von Vitesco Technologies, fügte hinzu: „Die aktuelle Covid-19-Pandemie trübt vorübergehend die Marktaussichten, nicht jedoch unsere hohe Motivation für die Eigenständigkeit. Wir schaffen jetzt die organisatorischen und prozessualen Voraussetzungen dafür, dass Continental und Vitesco Technologies bei passendem Marktumfeld jederzeit in der Lage sind, den Spin-Off inklusive Börsennotierung kurzfristig durchzuführen. Die entscheidenden Vorbereitungen dafür werden bis zum Jahresende vollzogen sein.“ Dann komme es nur noch auf das passende Timing im Marktumfeld an. Bis dahin werde man die Umsetzung der auf Elektrifizierung fokussierten Strategie noch unter dem Dach der Continental-Gruppe weiter vorantreiben.

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Über die Gestaltung der Übergangsphase werden der Continental-Vorstand und die Geschäftsführung von Vitesco Technologies in den kommenden Wochen gemeinsam beraten. Der vorgesehene, spätere Spin-Off bedarf gleichermaßen der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Diese Beschlüsse sind in diesem Jahr nicht mehr erforderlich und werden daher von Continental vorerst nicht angestrebt. Ihre diesjährige Hauptversammlung hat Continental als virtuelle Veranstaltung für den 14. Juli 2020 neu terminiert.

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