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Dakar-Fahrerin will andere mitreißen

Tina Meier meisterte auf dem Motorrad die Rallye Dakar. Im Businessclub berichtet sie vom härtesten Offroad-Rennen der Welt.
Von Jana Wolf

Ziel erreicht: Tina Meier nach der Rallye Dakar 2011 Foto: Maindru Photo
Ziel erreicht: Tina Meier nach der Rallye Dakar 2011 Foto: Maindru Photo

Regensburg.RegensburgMit einer Schnapsidee fing es an. Tina Meier hatte sich ein außergewöhnliches Ziel in den Kopf gesetzt und wollte sich selbst beweisen, dass sie es erreichen kann. Die selbsterklärte „Dranbleib-Expertin“, knallpinker Blazer und pinker Lippenstift, erzählt das am Mittwochabend bei ihrem Vortrag im Businessclub der Wirtschaftszeitung unseres Medienhauses ganz locker und flockig. „Ziele müssen geil sein“, sagt sie und lacht. Dabei geht es hier um nichts weniger als die Rallye Dakar, das härteste und gefährlichste Offroad-Rennen der Welt.

Tina Meier will als Coach ihre Erfahrungen weitergeben und andere dazu motivieren, eigene Ziele nicht aus dem Blick zu verlieren. Im Businessclub nimmt sie ihre Zuhörer mit auf ihre Reise: Rund 10 000 Kilometer auf dem Motorrad quer durch Argentinien und Chile, durch die Wüste und über Andenpässe. Zwei Wochen lang 750 Kilometer pro Tag. Weil die Umstände des Vortrags in Corona-Zeiten besonders sind, überträgt das Medienhaus den Vortrag erstmals live im Internet. Das Virus kann die Veranstaltungsreihe nicht stoppen: Mehr als 60 Interessierte haben sich per Videokonferenz zugeschaltet. In einer sogenannten „Breakout“-Session konnten die Teilnehmer während des Vortrags eigene Erfahrungen einbringen und sich untereinander vernetzen.

Der Businessclub

  • Netzwerke:

    Der Wirtschaftszeitung Businessclub bietet seinen Mitgliedern exklusive Events, Vorträge mit renommierten Speakern und attraktive Vorteile bei ausgewählten Partnern.

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    Alle Veranstaltungen, Vorteile und Infos zur Mitgliedschaft sind zu finden auf businessclub.die-wirtschaftszeitung.de oder telefonisch unter 0800 / 207-0003.

Insgesamt vier Mal ging Tina Meier zwischen 2008 und 2011 bei der Rallye Dakar an den Start. Nur 50 Prozent der Teilnehmer halten das Rennen bis zum Ende durch. „Zu diesen 50 Prozent wollte ich gehören“, sagt sie. Dafür muss man einen Preis bezahlen: blaue Flecke, gebrochene Rippen und Krafteinsatz bis zur Belastungsgrenze. Morgens um 4.30 Uhr beginnen die Rallye-Tage. Wenn es gut läuft, erreicht man nach 12 Stunden im Sattel das Etappenziel. Es ist ein ständiger Kampf mit dem inneren Schweinehund, sagt Meier. Doch Zaudern ist für sie keine Option. Zu häufig würde eine „Ja, aber“-Einstellung dem eigenen Erfolg in Weg stehen. Ausreden und Schwarzmalerei lässt Meier nicht gelten.

Den Willen, sich durchzusetzen, brauchen besonders weibliche Starterinnen bei der Rallye. Denn der Wettkampf ist eine Männerdomäne. 2011 waren 430 Teilnehmer gemeldet, darunter 183 Motorradfahrer. Unter den Bikern sechs Frauen. Auch Tina Meier schaffte es nicht auf Anhieb ins Ziel: 2008 wurde das Rennen wegen Terrorwarnungen abgesagt. Bei einem anderen Start ging ihr Motorrad kaputt, ein weiteres Mal musste sie wegen Nierenkoliken abbrechen. Meier will dazu anspornen, sich von Rückschlägen nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen. Leidenschaft, Einsatz, Disziplin sind ihre Rezepte, und: keine Ausreden. (jw)

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