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Wirtschaft
Montag, 20. August 2018 30° 1

Preise

Euro-Inflation steigt auf 2,0 Prozent

Diese Zahl teilte das Statistikamt Eurostat mit. Der Preisauftrieb ist demnach so stark wie seit Februar 2017 nicht mehr.

Ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel zeigte sich eine deutlich schwächere Teuerung. Foto: Uli Deck
Ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel zeigte sich eine deutlich schwächere Teuerung. Foto: Uli Deck

Luxemburg.Die Inflation im Euroraum hat sich weiter beschleunigt. Im Juni habe sich der allgemeine Preisauftrieb den zweiten Monat in Folge verstärkt und die Inflationsrate sei auf 2,0 Prozent gestiegen. Dies teilte das Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mit. Damit ist der Preisauftrieb im Währungsraum so stark wie seit Februar 2017 nicht mehr.

Im Monatsvergleich meldete Eurostat für Juni einen Preisanstieg um 0,1 Prozent. Mit den neuen Daten hat die Statistikbehörde die erste Schätzung von Ende Juni wie von Analysten erwartet bestätigt.

Energiekosten stiegen am meisten

Im Juni waren die Kosten für Energie der mit Abstand stärkste Preistreiber im gemeinsamen Währungsraum. Hier meldete Eurostat einen Preissprung um 8,0 Prozent im Jahresvergleich. Auch die Preise für unverarbeitete Lebensmittel waren vergleichsweise stark gestiegen mit einem Plus von 2,9 Prozent im Jahresvergleich.

Ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel zeigte sich eine deutlich schwächere Teuerung. Die sogenannte Kernrate der Preisentwicklung sei im Juni auf 0,9 Prozent gesunken, hieß es weiter in der Mitteilung. Im Mai hatte die Kernrate noch bei 1,1 Prozent gelegen. In der ersten Schätzung hatte Eurostat in dieser Abgrenzung noch einen Juni-Anstieg um 1,0 Prozent gemeldet und Analysten hatten eine Bestätigung der ersten Erhebung erwartet.

Zwei Prozent Inflation halten Preise stabil

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mit ihrer Geldpolitik eine Inflation von mittelfristig knapp zwei Prozent an. Dann sieht die Notenbank die Stabilität der Preise als gewährleistet an. Allerdings haben die Währungshüter auch die schwache Kernrate im Blick. Zuletzt hatten sie eine Fortsetzung der extrem niedrigen Zinsen in der Eurozone bis mindestens zum Sommer 2019 in Aussicht gestellt.

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