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Mittelstand

Fachkräfte dringend gesucht

Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt. Das trifft besonders die deutschen Mittelständler. Sie brauchen Fachkräfte.

Gesucht: Ein Schild weist auf freie Stellen für Fachkräfte in einer Baufirma hin. Foto: Jan Woitas
Gesucht: Ein Schild weist auf freie Stellen für Fachkräfte in einer Baufirma hin. Foto: Jan Woitas

Frankfurt.Der Mangel an Fachkräften frisst sich durch Deutschlands Mittelstand. In einer repräsentativen Umfrage der DZ Bank und des Bankenverbandes BVR nannten 96 Prozent der 1501 befragten Unternehmen Fachkräftemangel als drängendstes Problem.

DZ Bank und BVR sprachen in einer gemeinsamen Mitteilung am Dienstag von einem „alarmierenden Rekordwert“. Bei der vorigen Umfrage im Herbst lag der Wert noch bei 79 Prozent. Fast drei Viertel der aktuell befragten Unternehmen gaben zudem an, unter bürokratischen Herausforderungen zu leiden.

„Der Fachkräftemangel beschäftigt den Mittelstand wie kein anderes Thema und erstreckt sich über alle Branchen und Regionen.“

Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der DZ Bank

„Fachkräftemangel und Bürokratie haben sich in den letzten Jahren zu chronischen Problemen entwickelt und betreffen hierzulande immer mehr Unternehmen“, stellte der Firmenkundenvorstand der DZ Bank, Uwe Berghaus, fest. „Der Fachkräftemangel beschäftigt den Mittelstand wie kein anderes Thema und erstreckt sich über alle Branchen und Regionen.“

Arbeitsmarkt

Deutschland ist nur mäßig attraktiv

Für hoch qualifizierte Arbeitnehmer aus dem Ausland ist Deutschland nicht die erste Adresse.

Um sich als Arbeitgeber attraktiver zu machen, bieten viele Mittelständler ihren Mitarbeitern Möglichkeiten zur Weiterbildung (rund 86 Prozent), denken über Gehaltserhöhungen nach (rund 79 Prozent) oder locken mit einer betrieblichen Altersvorsorge (76 Prozent).

Positive Geschäftslage

Trotz der Abkühlung der Konjunktur bewertet die große Mehrheit der Unternehmen (86 Prozent) ihre Geschäftslage noch als positiv, auch wenn die Zahl der Optimisten im Vergleich zur Herbstumfrage leicht sank. Deutschlands Mittelständler seien „gut gerüstet, um sich in einem schwierigen Gesamtumfeld zu behaupten“, erklärte BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin. Nach wie vor wollen gut drei Viertel der Unternehmen (rund 78 Prozent) in den nächsten sechs Monaten investieren – vor allem in Maschinen und Anlagen.

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