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Zulieferer

Grammer vermeldet Rekordumsatz

Der Amberger Autozulieferer hat ein ereignisreiches Jahr erlebt. Die Geschäftszahlen stimmen nun positiv.

Der Amberger Autozulieferer Grammer erzielt einen neuen Rekordumsatz. Foto: Armin Weigel/dpa
Der Amberger Autozulieferer Grammer erzielt einen neuen Rekordumsatz. Foto: Armin Weigel/dpa

Amberg.Der Amberger Automobilzulieferer Grammer hat im Geschäftsjahr 2018 einen Rekordabsatz erzielt. Der Spezialist für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeug-Sitze erwirtschaftete 1,86 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag zu den vorläufigen Geschäftszahlen mitteilte. Das ist eine Steigerung um rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insbesondere der Geschäftsbereich Commercial Vehicles legte mit einem Umsatzwachstum von 11 Prozent auf insgesamt 0,6 Milliarden Euro (Vj. 0,54) erneut deutlich zu. Das Segment Automotive verzeichnete bedingt durch die anhaltend schwache Marktentwicklung in Europa erwartungsgemäß wie schon in den vorherigen Quartalen ein geringeres Wachstum von 1,7 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro im gesamten Jahr 2018 (Vj. 1,29).

Das operative Ergebnis vor Währungseffekten und sonstigen Einmal- oder Sondereffekten (operatives EBIT) hielt sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit rund 76 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (Vj. 80 Millionen). Die operative EBIT-Rendite blieb mit 4,1 Prozent ebenfalls fast unverändert (Vj. 4,5).

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Schwieriger Automobilmarkt

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach IFRS betrug rund 49 Millionen Euro (Vj. 66,5) und war erneut durch hohe Sonderbelastungen und Wechselkurseinflüsse beeinflusst. Erstmals flossen im vierten Quartal auch die Umsätze der neuen Grammer-Tochter Toledo Molding & Die Inc. ins Konzernergebnis ein.

„Im vergangenen Jahr haben wir die Jahresziele in einem schwierigen Automobilmarkt erreicht. Ebenso wurde die angestrebte Stabilisierung unserer Aktionärsstruktur erfolgreich umgesetzt. Unsere Kunden honorieren dies nun wieder wie gewohnt mit Neuaufträgen, so erreichten unsere Auftragseingänge im zurückliegendem Jahr ein Rekordhoch. Im Geschäftsjahr 2018 konnten wir unseren Konzernumsatz weiter steigern, wozu beide Segmente beigetragen haben. Nach umfassenden Sondereffekten im vergangenen Jahr, die sich auch auf das Ergebnis auswirkten, können wir uns nun auf die Steigerung der Profitabilität konzentrieren“, sagte Manfred Pretscher, der seit Anfang Januar Vorstandsvorsitzender der Grammer AG ist.

Chinesen stiegen ein

2018 war ein wechselvolles Jahr für Grammer. Nach der Übernahme durch den chinesischen Partner Ningbo Jifeng im Sommer zog sich im Herbst der Vorstand aus seinen Ämtern zurück. Im Dezember dann wurde der Grundstein für die neue, 40 Millionen Euro teure Unternehmenszentrale in Ursensollen bei Amberg gelegt.

Mit rund 15 000 Mitarbeitern ist Grammer in 19 Ländern weltweit tätig.

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