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Mobilität

Kaufprämie wird deutlich angehoben

Bundesregierung und Autoindustrie haben sich geeinigt: Der Zuschuss soll den Absatz von E-Autos ankurbeln.

Autofahrer sollen jederzeit laden können. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Autofahrer sollen jederzeit laden können. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Berlin.Bundesregierung und Autoindustrie haben sich bei einem Spitzentreffen auf eine milliardenschwere höhere Kaufprämie für Elektroautos verständigt. Beide Seiten übernehmen wie bisher jeweils zur Hälfte die Kosten, wie die Deutsche Presse-Agentur gestern Abend aus Regierungskreisen erfuhr.

Die Kaufprämie soll bis Ende 2025 verlängert werden, wie aus einer Vorlage für das Spitzentreffen hervorging. Die vor mehr als drei Jahren eingeführte Prämie ist bisher bis Ende 2020 befristet. Die Verlängerung soll Unternehmen und Verbrauchern langfristig Planungssicherheit geben. Vorgesehen ist auch, die Prämie deutlich anzuheben. Für rein elektrische Autos unterhalb eines Listenpreises von 40 000 Euro soll der Zuschuss von bisher 4000 Euro auf 6000 Euro steigen. Für sogenannte Plug-In-Hybride soll es laut Vorlage künftig in dieser Preisklasse statt 3000 dann 4500 Euro geben.

Auch der Kauf teurer E-Autos wird subventioniert

Für Autos mit einem Listenpreis über 40 000 Euro soll der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4000 Euro. Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreises von 60 000 Euro gefördert. Diese Deckelung soll künftig entfallen.

Vor dem Treffen war zunächst unklar, ob die Industrie die Kosten weiter anteilig übernimmt. Der deutsche Marktführer Volkswagen signalisierte dann aber Bereitschaft, die höhere Kaufprämie für Elektroautos weiter zur Hälfte mitzufinanzieren, wie die dpa aus Teilnehmerkreisen des „Autogipfels“ erfuhr. Zur bestehenden Kaufprämie hatten Bund und Industrie jeweils 600 Millionen Euro beitragen.

An dem Spitzentreffen nahmen neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrere Bundesminister und Ministerpräsidenten teil, dazu die Chefs des Autoverbandes VDA sowie von Autoherstellern, Zulieferern und Gewerkschaften.

Neuzulassungen weiter auf niedrigem Niveau

Mit den höheren Kaufprämien soll der Verkauf von E-Fahrzeugen angekurbelt werden. Zwar steigen die Neuzulassungen, aber auf einem immer noch niedrigen Niveau. Die Autohersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche E-Autos auf den Markt bringen, auch im Massenmarkt.

Auf dem „Autogipfel“ ging es neben der Kaufprämie auch darum, den Aufbau eines flächendeckenden Netzes an Ladestationen für E-Autos zu beschleunigen. Dies gilt als Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität. In den nächsten Jahren werde der Bund 3,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investieren. Mehr Ladepunkte und Kaufanreize für E-Autos seien zwei wesentliche „Schrauben“, an denen man drehen müsse, damit der E-Mobilität in Deutschland der Durchbruch gelingen könne. (dpa)

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