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Luftverkehr

Kebekus zufrieden mit Verlauf von Air-Berlin-Insolvenz

Alles muss raus: Um die Insolvenzmasse zu vergrößern, kommen bei Air Berlin selbst die Schokoherzen unter den Hammer. Tausende Gebote sind bereits eingegangen. Insgesamt ziehen die Verantwortlichen nach der Insolvenz ein erstes positives Fazit.

Ein großes Modell eines Air Berlin-Flugzeuges und Sessel aus Flugzeugen in einer Lagerhalle in Essen. In einer Online-Auktion werden viele Gegenstände von Air Berlin versteigert. Foto: Marcel Kusch
Ein großes Modell eines Air Berlin-Flugzeuges und Sessel aus Flugzeugen in einer Lagerhalle in Essen. In einer Online-Auktion werden viele Gegenstände von Air Berlin versteigert. Foto: Marcel Kusch

Düsseldorf.Fünf Monate nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin sieht der Generalbevollmächtigte der ehemaligen Airline, Frank Kebekus, seine Aufgabe als erfüllt an. „Wir haben am Dienstag daher beim Amtsgericht Charlottenburg beantragt, die Eigenverwaltung aufzuheben“, sagte Kebekus der „Wirtschaftswoche“.

Damit wechselt die ehemalige Fluggesellschaft nun in ein reguläres Insolvenzverfahren. Kebekus zog ein positives Fazit des bisherigen Verlaufs: „Teile des Konzerns wurden verkauft, viele Mitarbeiter haben in der Folge neue Jobs gefunden“, sagte er. „Die Insolvenz von Air Berlin ist eines der komplexesten Verfahren, die es in Deutschland bislang gab.“

Derweil versuchen die Verantwortlichen alles, um die Insolvenzmasse für die Gläubiger zu vergrößern: Seit wenigen Tagen läuft eine Online-Auktion, bei der etwa für Schoko-Herzen und Ledersitze aus den Maschinen bereits Tausende Gebote abgegeben wurden. Nach Angaben des Hamburger Auktionshauses Wilhelm Dechow lag die Zahl am Mittwoch bei rund 8900. „Es hat keine Sekunden gedauert, bis die ersten Gebote eingetrudelt sind“, sagte Geschäftsführer Jan Bröker der Deutschen Presse-Agentur. „Seitdem sind die Preise mächtig in die Höhe gegangen.“

Die Auktion, bei der auch Flugzeugmodelle und Servierwagen unter den Hammer kommen, läuft seit Montag und endet am 1. Februar. Selbst für Kaffeebecher mit Air-Berlin-Logo würden derzeit bis zu 100 Euro geboten, sagte Bröker.

Und beim Inventar soll es nicht bleiben: Geht es nach Insolvenzverwalter Lucas Flöther, soll demnächst auch der Verkauf der Markenrechte sowie Hunderter Internetadressen beginnen. „Schriftzug und Logo von Air Berlin sind extrem bekannt und beliebt bei den Kunden, daher hoffen wir auf einen ordentlichen Preis“, sagte Flöther der „Wirtschaftswoche“. Erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

Die hoch verschuldete Air Berlin hatte ihren Flugbetrieb am 27. Oktober eingestellt. Der Düsseldorfer Flughafen war neben Berlin eines der wichtigsten Drehkreuze der Airline.

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