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Krones kündigt Stellenabbau an

Schlechte Nachricht bei Betriebsversammlung des Neutraublinger Abfüllanlagenherstellers: Bis zu 400 Jobs sollen wegfallen.

Die Krones-Belegschaft blickt in eine ungewisse Zukunft. Foto: Krones
Die Krones-Belegschaft blickt in eine ungewisse Zukunft. Foto: Krones

Neutraubling.Paukenschlag auf der turnusmäßigen Betriebsversammlung von Krones: Rund 300 bis 400 Stellen sollen beim Abfüllanlagenhersteller abgebaut werden. Das gab der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk bekannt.

„Die hohen Personal- und Materialkosten beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit von Krones. Ein Einstellungsstopp alleine genügt nicht“, heißt es in einer Pressemitteilung am Montag.

Deshalb komme Krones nicht umhin – verteilt auf alle deutschen Standorte und alle Unternehmensbereiche – Arbeitsplätze abzubauen.

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Leiharbeiter und auch Festangestellte betroffen

„Wir brauchen dringend verbesserte Kostenstrukturen, um trotz eines schwächeren Umsatzwachstums auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Marktanteile zu halten bzw. weiter auszubauen“, fasst Klenk das Maßnahmenpaket zusammen.

Von dem Stellenabbau sind laut Pressemitteilung nicht nur Leiharbeiter, sondern auch Kronesmitarbeiter betroffen. Weitere Einzelheiten könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gegeben werden, heißt es seitens Krones.

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Deutschlandweit arbeiten aktuellen Zahlen zufolge 9619 Mitarbeiter bei Krones, in Neutraubling mehr als zwei Drittel der Belegschaft. 6717 Menschen sind hier angestellt.

Krones wegen mehreren Faktoren belastet

In seiner Rede ging der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk nochmals auf die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen und Unwägbarkeiten ein, die auch die Geschäfte von Krones zunehmend belasten. Gleichzeitig wachse der Markt im Bereich Abfüll- und Verpackungstechnik insgesamt nicht mehr so stark wie bisher. Auch der Wettbewerbsdruck steige.

Zuletzt fiel auch die Halbjahresbilanz nicht zufriedenstellend aus. Hohe Kosten und ein ungünstiger Produktmix belasteten die Ertragskraft von Krones im ersten Halbjahr. Der Umsatz legte von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahr nur um magere 0,7 Prozent zu.

Krones: Seit Monaten Einstellungsstopp

Dramatisch sank das Konzernergebnis: Krones erwirtschaftete von Januar bis Juni 2019 nur 33,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war es noch mehr als doppelt so viel: 76,9 Millionen Euro.

In Deutschland gibt es seit einigen Monaten einen Einstellungsstopp bei Krones. Auch Zeitarbeiterverträge wurden nicht verlängert. (am)

Videokommentar zum Stellenabbau bei Krones:

Stellenabbau bei Krones - diese Fehler wurden gema

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