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Wirtschaft

Meister in exakter Feinarbeit

15 Teilnehmer absolvieren Meisterkurs im Feinwerkmechaniker-Handwerk. Einer hat sich schon einen kleinen Betrieb aufgebaut.

Mit dem Meistertitel in der Hand will sich der 23-jährige Michael Bauer aus Neukirchen beim Heiligen Blut voll auf die Selbstständigkeit konzentrieren. Foto: HWK-Carina Freundl
Mit dem Meistertitel in der Hand will sich der 23-jährige Michael Bauer aus Neukirchen beim Heiligen Blut voll auf die Selbstständigkeit konzentrieren. Foto: HWK-Carina Freundl

Regensburg.720 Unterrichtsstunden, fünf Monate in Vollzeit und jede Menge Arbeitsschritte liegen hinter ihnen – 15 Feinwerkmechaniker legten im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Regensburg ihre theoretische und praktische Meisterprüfung in der Fachrichtung Maschinenbau ab. „In diesem Beruf sind Feingefühl und eine ruhige Hand erforderlich“, so Wolfgang Meyer, Kursleiter Metall. „Dass Sie die exakte Feinarbeit beherrschen, haben Sie mit dem Abschluss des Meisterkurses bewiesen“, beglückwünschte er die Junghandwerker.

Herausforderung: Positioniergerät

Im Meisterkurs perfektionierten die Teilnehmer ihr Können. Dabei ging es um Techniken und Fertigungsabläufe bei der Bearbeitung von Metall und Kunststoff, aber auch die CAD-unterstützte Konstruktion und spezifische Kenntnisse im Maschinenbau. Innerbetriebliche Organisation und die Abwicklung von Kundenaufträgen standen ebenfalls auf dem Stundenplan. In der Meisterprüfung bewiesen die Feinwerkmechaniker, dass sie ihr Handwerk beherrschen, indem sie ein Positioniergerät für eine Universalfräsmaschine herstellten. Dabei arbeiteten sie nicht nur streng nach Vorlage, auch effiziente Bedienbarkeit und Funktionssicherheit mussten bedacht werden.

Die Meisterschüler haben bewiesen, dass sie etwas von ihrem Handwerk verstehen. Es gratulierten Kursleiter Wolfgang Meyer (1.v.r.) und Ausbilder Klaus Maly (1.v.l.). Foto: HWK-Carina Freundl
Die Meisterschüler haben bewiesen, dass sie etwas von ihrem Handwerk verstehen. Es gratulierten Kursleiter Wolfgang Meyer (1.v.r.) und Ausbilder Klaus Maly (1.v.l.). Foto: HWK-Carina Freundl

„Das handwerkliche Arbeiten mit den Errungenschaften der Digitalisierung zu verbinden, macht den Beruf des Feinwerkmechanikers für mich so spannend“, berichtet Michael Bauer aus Neukirchen beim Heiligen Blut. Der 23-Jährige hat sich bereits während seiner Ausbildungszeit mit einem Metallbearbeitungsbetrieb ein zweites Standbein aufgebaut. Mit dem neugewonnenen Fachwissen aus dem Meisterkurs, den er mit Bravour bestanden hat, will er diesen Betrieb ausbauen und sich komplett auf die Selbstständigkeit konzentrieren.

Erfindergeist gefragt

Kursleiter Wolfgang Meyer freut sich mit den erfolgreichen Prüflingen. Schließlich sei die Meisterprüfung höchst anspruchsvoll. Neben technischem Verständnis, Erfindergeist und einer guten Auffassungsgabe bräuchten die Feinwerkmechaniker sehr viel Fachwissen. Um die beruflichen Aussichten der Absolventen macht er sich keine Sorgen: „Unseren Absolventen stehen viele Türen offen. Sie können Abteilungs- oder Betriebsleiter werden, ausbilden, studieren oder sich eben selbstständig machen.“

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