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Mut ist auch in Coronazeiten machbar

Der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Volker Busch begeisterte die Mitglieder des Businessclubs der Wirtschaftszeitung.
Von Stefan Ahrens

Professor Volker Busch gibt Tipps für Krisenzeiten.
Professor Volker Busch gibt Tipps für Krisenzeiten. Foto: Petra Homeier Fotografie Regensb

Regensburg.Die Coronapandemie ist aktuell die größte Bewährungsprobe für unsere Gesellschaft. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen sind vielschichtig, teils unabsehbar und für nahezu jeden relevant. Kein Wunder also, dass sich in einer solchen Situation neben dem Virus auch Mutlosigkeit und Zukunftsängste rasant verbreiten.

Als echter Mutmacher erwies sich da in der vergangenen Woche ein spannender und positiv stimmender Vortrag des Regensburger Neurowissenschaftlers Prof. Dr. Volker Busch für die Mitglieder des Businessclubs der Wirtschaftszeitung.Busch, seit rund 15 Jahren als Neurowissenschaftler, Arzt und gefragter Speaker tätig, sprach zu den Zuhörern, die coronabedingt per Videochat zugeschaltet waren, über das Thema „Mut ist machbar – Hoffnung und Zuversicht gewinnen in unsicheren Zeiten“.

Begegnung mit dem Scheinriesen

In seinem knapp einstündigen Vortrag erklärte er, wie es auch ganz normalen Menschen gelingen kann, in schwierigen Lebenssituationen Mut zu entwickeln und bewusst mit den eigenen Angstgefühlen umzugehen. Busch erklärte zudem, dass die Größe der jeweiligen Angst oftmals vom Umgang mit ihr abhängig ist. Um dies zu veranschaulichen, zog er eine Szene aus Michael Endes beliebtem Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ heran: Dort begegnen die beiden Hauptfiguren unter anderem dem sogenannten „Scheinriesen“ Herrn Tur Tur – einer Gestalt, die umso größer erscheint, je weiter man von ihr entfernt ist.

Doch nur, wer sich ganz nah an Herrn Tur Tur heranwagt, so Busch, könne erkennen, dass er eigentlich genauso groß ist wie jeder normale Mensch. Auch manche Ängste erweisen sich beim näheren Hinsehen oftmals als „Scheinriesen“, sagte der Neurowissenschaftler. Ein offener Umgang mit ihnen könne bereits vielfach beruhigend wirken.

Krisen ermöglichen einen Neuanfang

Volker Busch sagte außerdem, dass Krisen immer einen Neuanfang ermöglichen. Dies liege laut Busch schon in der etymologischen Herkunft des Wortes selbst begründet: Denn „Krise“, altgriechisch „krisis“, heiße übersetzt „Entscheidung“ sowie „Wendepunkt“. Dieses Wissen sollte dazu einladen, Lebenskrisen als Möglichkeiten zu betrachten, das eigene Leben neu auszurichten. Als Vorbilder für die eigene Lebens- und Daseinsbewältigung zitierte und nannte Busch Geistesgrößen wie Sokrates, Marc Aurel, Michel de Montaigne oder den österreichischen Psychologen und Holocaustüberlebenden Viktor Frankl.

Hier können Sie den aufgezeichneten Vortrag sehen!

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