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Solarbranche

MZ-Kommentar: Zeit für Stabilität

Der Fall des Vorzeige-Solarunternehmens Iliotec schockierte im vergangenen Jahr Wirtschaftsexperten, Gesellschafter und Mitarbeiter. Um so glücklicher sind jetzt Insolvenzverwalter und Eigentümer, dass es mit Iliotec weitergeht – zu Recht.
von Martin Anton, MZ

Der Fall des Vorzeige-Solarunternehmens Iliotec schockierte im vergangenen Jahr Wirtschaftsexperten, Gesellschafter und Mitarbeiter. Umso glücklicher sind jetzt Insolvenzverwalter und Eigentümer, dass es mit Iliotec weitergeht – zu Recht.

Denn in der kriselnden Solarbranche sind schlechte Nachrichten an der Tagesordnung. Nicht nur, dass durch Billig-Konkurrenz aus China und sinkende Nachfrage in Deutschland viele Panelhersteller und Installationsfirmen pleite gegangen sind. Zuletzt sorgten sich Vertreter der Erneuerbaren nach den Ankündigungen von Umweltminister Altmaier auch um Investitionen, die den Ausbau der Energietechnik vorantreiben könnten.

So ist es umso erfreulicher, dass es im Zuge der Insolvenz nicht zu Querelen kam, unseriöse Bieter sich ins Spiel brachten oder geheime Schulden in den Bilanzen auftauchten. So gesehen steht die gestrige Pressekonferenz am Ende eines geradezu vorbildlich durchgeführten Insolvenzverfahrens.

Die Fronteris Energie AG beweist mit der schnellen Teilübernahme von Iliotec Vertrauen in die Solartechnik in unsicheren Zeiten. Nachdem die Branche jahrelang beinahe von selbst wuchs, ist nach dem darauffolgenden Falls jetzt die Zeit für stabiles Wirtschaften.

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