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Oberpfalz muss die Fühler ausfahren

„Über den Tellerrand hinausblicken“ – das gibt Rainer Ehbauer von der HVB den oberpfälzer Firmen mit auf den Weg.
Von Tino Lex

Rainer Ehbauer und sein Team stehen Firmen zur Seite. Foto: Lex
Rainer Ehbauer und sein Team stehen Firmen zur Seite. Foto: Lex

Regensburg.Natürlich werden in Deutschland und der EU immer noch Geschäfte gemacht, aber die Zuwachsraten sind nicht atemberaubend. Anders sehe es da weltweit aus, sagt Rainer Ehbauer, Leiter des Firmenkundengeschäfts der HypoVereinsbank in Ostbayern. „Trotz der Unsicherheiten mit Blick auf den Welthandel werden internationale Aktivitäten immer wichtiger. Die Internationalisierung bietet vielen Oberpfälzer Unternehmen die Chance, von den häufig höheren Wachstumsraten außerhalb Deutschlands zu profitieren“, rät der Banker.

Die Bedeutung des internationalen Geschäfts steige weiter: „Das Auslandsgeschäft ist seit vielen Jahren einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze im Wirtschaftsraum Oberpfalz/Kelheim.“ Ehbauer und seine Bank sehen sich dabei als Partner der Oberpfälzer Unternehmen. Man werde weltweit tätig und verfüge über ein großes Netzwerk.

Exporte in Bayern wuchsen nur leicht, in der EU tut sich viel

Mit Blick auf die wichtigsten Handelspartner für die bayerischen Unternehmen zeige sich, dass insbesondere Zentral- und Osteuropa zunehmend an Bedeutung gewinne. Während die Exporte in die fünf wichtigsten Exportmärkte Bayerns zwischen 2013 und 2018 nur leicht anstiegen, wuchsen die Exporte nach Ungarn, Rumänien, Slowenien, Kroatien und Bulgarien um durchschnittlich mehr als zehn Prozent pro Jahr.

Absicherung und Beratung würden immer wichtiger. Nach Beobachtungen der HypoVereinsbank nutzen Oberpfälzer Unternehmen immer häufiger spezielle Sicherungsinstrumente aus dem Bereich der Handelsfinanzierung, um die mit internationaler Geschäftstätigkeit einhergehenden Risiken zu minimieren und ihre Lieferketten zu stabilisieren. Dies gilt längst nicht mehr nur für Großunternehmen, sondern auch für den stark exportorientierten Mittelstand. Im Außenhandel steigt bei Exporteuren durch die vielfältigeren Kundenbeziehungen das Risiko für Zahlungsschwierigkeiten, wenn zum Beispiel Geschäftspartner im Ausland verspätet bezahlen.

Es gibt Maßnahmen, um die Risiken zu senken

Mit Sicherungsinstrumenten wie dem Akkreditiv, bei dem die Bank des Importeurs ein Zahlungsversprechen eingeht, können sie sich gegen Zahlungsausfälle absichern. Technologische Innovationen wie die Blockchain-basierte Plattform „we.trade“, die die HypoVereinsbank gemeinsam mit anderen Banken entwickelt hat, tragen dazu bei, vor allem internationale Handelstransaktionen noch effizienter und transparenter durchzuführen und das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Auch gegen Währungsrisiken sichern sich international tätige Unternehmen noch häufiger als bisher ab. Die Kursschwankungen sind oft so groß, dass das Währungsrisiko die Marge eines Handelsgeschäfts kosten kann. Doch egal für welche Lösung sich ein Unternehmen entscheidet, wichtig ist vor allem das Knowhow der begleitenden Bank – auch was die Gegebenheiten im jeweiligen Land betrifft. „Insbesondere international tätige Mittelständler brauchen neben der Kenntnis der lokalen Rahmenbedingungen auch persönliche Kontakte vor Ort. „Durch unser internationales Netzwerk können wir Unternehmen länderübergreifend unterstützen“, so Ehbauer.

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