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Mode

Puma geht mit Schlappe baden

Puma versuchte, der Konkurrenz den Verkauf sündhaft teurer Luxus-Badesandalen zu verbieten. Die Klage scheiterte vor Gericht.

Badesandale („The Fur Life by Rihanna“) des Sportartikelherstellers Puma sind zu sehen. Foto: PUMA/dpa/Archiv
Badesandale („The Fur Life by Rihanna“) des Sportartikelherstellers Puma sind zu sehen. Foto: PUMA/dpa/Archiv

München.(Bade)Schlappe für Puma: Das fränkische Unternehmen hat einen juristischen Feldzug gegen das Luxuslabel Dolce&Gabbana verloren. Die Italiener dürfen in Deutschland weiter ihre sündhaft teuren Badelatschen mit Fellriemen verkaufen, die einem wesentlich billigeren Puma-Modell nachempfunden sind. Das Münchner Oberlandesgericht sieht darin keinen Verstoß gegen den lauteren Wettbewerb. Puma hatte schon in der ersten Instanz verloren, die Richter wiesen am Donnerstag in der zweiten Instanz auch die Berufung des Herzogenauracher Unternehmens ab. „Wir meinen, dass hier kein Wettbewerbsverstoß vorliegt“, sagte Richter Gunnar Cassardt.

Negative Folgen für die Geschäfte muss Puma aber nicht fürchten: Dolce&Gabbana verkaufte laut Gericht im vergangenen Jahr deutschlandweit insgesamt drei Paare seiner knapp 500 Euro teuren und mit echtem Nerz besetzten Badeschlappen – zwei davon wurden von Puma-Testkäufern erstanden.

Eine Badesandale mit Fellriemen von Puma. Foto: Daniel Karmann/Archiv
Eine Badesandale mit Fellriemen von Puma. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Puma vertreibt seit einigen Jahren Badeschlappen mit Kunstfell auf dem Riemen, entworfen von Popstar Rihanna. Laut OLG argumentierten die von Puma beauftragten Anwälte in der ersten Instanz, die Kombination von klassischer Badelatsche und Fellriemen habe die Badetreter „aus der Schweiß- und Umkleidekabinen-Ecke“ herausgeholt. Und andererseits sei die Fellapplikation aus der Pudel- und Chihuahua-Ecke befreit.

Dolce & Gabbana dagegen wehrt sich mit dem Argument, die italienischen Badesandalen seien mit echtem Nerz besetzt, wesentlich teurer und für eine ganz andere Zielgruppe gedacht. Denn das D&G-Produkt kostet demnach knapp 500 Euro, die Puma-Schlappen dagegen sind sehr viel günstiger zu haben. (dpa)

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