MyMz
Anzeige

Unternehmen

Sorge um Arbeitsplätze bei Continental

Nach Medienberichten über mögliche Werkschließungen sind auch Mitarbeiter in Regensburg und Roding beunruhigt.
Von Louisa Knobloch

Berichte über mögliche Werkschließungen bei Continental – hier die Hauptverwaltung des Unternehmens – sorgen weiterhin für Unruhe. Foto: Holger Hollemann/dpa
Berichte über mögliche Werkschließungen bei Continental – hier die Hauptverwaltung des Unternehmens – sorgen weiterhin für Unruhe. Foto: Holger Hollemann/dpa

Regensburg.Auch am Montag hat sich die Aufregung noch nicht gelegt: Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ hatte am Freitag berichtet, der Autozulieferer Continental wolle neun von weltweit 32 Werken der Antriebssparte Powertrain schließen, bis zu 4000 Arbeitsplätze seien in Gefahr. Das hat auch bei den Beschäftigten an den Standorten Regensburg und Roding für Verunsicherung gesorgt, denn diese gehören zur Sparte Powertrain.

„Meldungen, dass weltweit neun Standorte geschlossen werden, kann ich nicht bestätigen“, sagt Lorenz Pfau, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates Continental Automotive GmbH, am Montag auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Er verweist aber auf die „Phase des Umbruchs“, in der sich die Automobilindustrie und damit besonders auch die Zulieferindustrie derzeit befinden würde. „Die Betriebsparteien sind in Verhandlungen, diese Transformation unter Wahrung der Interessen der Beschäftigten zu gestalten.“

Regensburg ist Hauptsitz für Powertrain-Bereich

Auch Continental verweist – wie bereits am Freitag auf laufende Gespräche. Ziel sei es, „gemeinsam mit den Arbeitnehmern Lösungen für die nachhaltige Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens zu erarbeiten“, teilte eine Sprecherin mit. Ergebnisse würden erst bekanntgegeben, wenn eine Verständigung erfolgt sei. Der Standort Regensburg fungiere für Powertrain als weltweiter Unternehmenssitz (Headquarter) und zentraler Entwicklungsstandort für den gesamten Powertrain-Bereich. Ob sich daraus ableiten lässt, dass dieser Standort sicher ist, ließ die Sprecherin jedoch offen.

Zulieferer

Continental plant wohl Werkschließungen

Der Automobilzulieferer hat zu kämpfen. Auch deutsche Standorte sollen infrage stehen. In Regensburg arbeiten 8300 Menschen.

Betriebsrat: „Wandel sozialverträglich gestalten“

Betriebsrat Lorenz Pfau forderte, jeder Standort und jeder Beschäftigte müsse eine Perspektive haben. „Wir gehen davon aus, dass beide Seiten ernsthaft an der Absicht festhalten, diesen Wandel sozialverträglich zu gestalten.“ Das sei bereits im Eckpunktepapier „Continental in Motion“ im April 2018 vereinbart worden. Darin geht es beispielsweise um Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitnehmer.

Die IG Metall in Regensburg hat nach Aussage von Geschäftsführer Jürgen Scholz „keine näheren Informationen“ zu möglicherweise geplanten Standortschließungen oder Stellenstreichungen. Man werde aber Gespräche mit Continental führen. Auch Scholz verweist auf den Wandel in der Branche. „Wir brauchen ein Konzept für die Standorte.“

Mehr Wirtschaftsnachrichten lesen Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht