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Innovationen

Spitzentechnologie aus Bayern kommt an

Zahlreiche Firmen aus dem Freistaat sorgten bei einer Innovationsschau für Mittelständler in Berlin für Aufsehen.
Von Reinhard Zweigler

Wirtschaftsminister Peter Altmaier zeichnete besonders gelungene Projekte aus. Foto: Bodo Marks/dpa
Wirtschaftsminister Peter Altmaier zeichnete besonders gelungene Projekte aus. Foto: Bodo Marks/dpa

Berlin.Als der Mechaniker Bernd Krebs 1989 in Georgensgmünd seine Firma gründete, hätte er wohl nicht im Traum daran gedacht, das daraus einmal ein weltweit gefragtes Hightech-Unternehmen mit 400 Mitarbeitern werden würde. Jetzt wurde die von der MBFZ toolcraft GmbH entwickelte Roboterzelle von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf dem Innovationstag der mittelständischen Wirtschaft zum „ZIM-Einzelprojekt des Jahres“ gekürt. Hinter der Abkürzung steckt das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand. Auch wenn sich der Minister beim Verlesen des Siegerprojekts – „Robobox: Multifunktionale Roboterzelle mit kraftinduzierter Oberflächenbearbeitung für komplexe Freiformgeometrien“ – fast die Zunge brach, war er voll des Lobes über die Spitzentechnologie. Die Entwicklung und Produktion der Roboterzelle schafft obendrein 40 zusätzliche Arbeitsplätze. Kunden der Firma aus Mittelfranken sind etwa die Rennsportabteilungen von Audi, BMW, Porsche, aber auch namhafte Chiphersteller, Flugzeugbaueroder die Medizintechnik, erklärte Krebs stolz.

Maßgeschneiderte Lösungen

Seine Firma ist das, was man Neudeutsch einen „Hidden Champion“, also etwa einen heimlichen Sieger, nennen kann. Und davon gab es auf der Innovationsschau in dieser Woche in Berlin einige zu besichtigen. Rolf Brilla etwa von der Firma ProComp in Marktredwitz präsentierte an seinem Stand maßgeschneiderte Lösungen für die Internet-Auftritte von Unternehmen. Vorteil des Web-Content-Managementsystems (CMS) ist die einfache Pflege von Webseiten. Ist die Aktualisierung mit Bildern, Texten oder Videos bei anderen System recht umständlich, ist es, etwa mit der neuentwickelten Technologie der Bildverarbeitung von ProComp, fast ein Kinderspiel, meinte der Diplomingenieur. In der Entwicklung des CMS steckten „vier Mannjahre“. Aus dem ZIM-Programm wurde das Projekt mit 120 000 Euro unterstützt. Kunden für das neue System seien potenziell alle Unternehmen, die über ihre Homepage Geschäfte machen wollen, sagte Brilla.

Flott die Berge hinab geht es mit einer Entwicklung, die von der TU München und der ZCK-Zuschnittcenter und Faserverbundtechnik GmbH in Kulmbach erarbeitet wurde. Rainer Hoffmann stellte einen schnittigen Downhill-Roller vor. Das Gerät gibt es einmal mit Rädern und Scheibenbremsen, aber auch in der Variante Snowbob mit zwei kurzen Ski darunter für das winterliche Abfahrts-Vergnügen. Im Herbst sollen die Sportgeräte auf den Markt kommen. An einer elektrobetriebenen Variante für die Stadt werde ebenfalls gearbeitet.

Hunderte Projekte gefördert

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lobte das ZIM-Programm, das mittlerweile seit zehn Jahren Vorhaben aus Forschung und Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen fördert. Allein im Freistaat wurden seither Hunderte Projekte gefördert. Altmaier nannte das ZIM-Programm das „mittelstandsfreundlichste, was man sich nur vorstellen“ könne. Die Bearbeitungszeiten der Förderanträge sind relativ kurz und werden von kompetenten Fachleuten begutachtet. Die Förderung des Transfers von Innovationen in marktreife Produkte und Dienstleistungen sei ein Schwerpunkt seines Ministeriums, unterstrich Altmaier. Das ZIM-Programm werde mit jährlich 550 Millionen Euro fortgeführt, versicherte der CDU-Politiker.

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