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Arbeitskampf

Streiks bei der Postbank am Mittwoch

Auch das Regensburger Umland könnte betroffen sein. Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem sieben Prozent mehr Lohn.

In der Tarifrunde bei der Postbank weitet Verdi die Warnstreiks in Bayern aus. Foto: Stefan Sauer/dpa
In der Tarifrunde bei der Postbank weitet Verdi die Warnstreiks in Bayern aus. Foto: Stefan Sauer/dpa

Regensburg.Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft für Mittwoch, 4. September, im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen die Beschäftigten der Postbank Nürnberg und einzelne Postbankfilialen in Bayern Nord und Thüringen zum Warnstreik auf. Das gab Steff Schulze, Gewerkschaftssekretärin des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei Verdi, am Dienstagabend in einer Pressemitteilung bekannt.

„Auch in der zweiten Verhandlungsrunde gab es kein Angebot. Deshalb werden die Warnstreiks nun schrittweise weiter verstärkt“, erklärte sie.

Die DB Privat- und Firmenkunden AG (Nachfolger der Postbank AG) habe einen prächtigen Jahresabschluss 2018 hingelegt. „Den Gewinn haben die Beschäftigten erwirtschaftet. Also erwarten wir eine angemessene Beteiligung daran. Der Verteilungsspielraum ist schließlich da“, so Schulze.

Durch das angekündigte Personalabbauprogramm sei eine weitere Verdichtung der Arbeit zu befürchten, erklärte Schulze. Der Druck auf die Beschäftigten in den Filialen und im operativen Bereich sei dabei heute schon immens hoch. „Wir erwarten ein klares Statement der Bank zum Erhalt des Privat- und Firmenkundengeschäfts und zur Wertschätzung der Beschäftigten“, sagt Roswitha Fleischer, aktive Gewerkschafterin und Mitglied im Betriebsrat des Postbank Filialvertriebes.

Verdi fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Gehälter um sieben Prozent, mindestens aber um 200 Euro, Wahlmöglichkeit, den Gehaltsabschluss auch in Freizeit umwandeln zu können, eine Erhöhung der Azubivergütungen um 100 Euro auf mindestens 1000 Euro im ersten Ausbildungsjahr und für alle Azubis die Angleichung auf 30 Tage Urlaub, sechs Gesundheits- und Entlastungstage für Verdi-Mitglieder, Anspruch auf Altersteilzeit, Anspruch für alle Beschäftigte auf ein 13. Monatsgehalt und weitere spezielle Forderungen für einzelne Teil-Unternehmen.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 9. und 10. September statt. Weitere Streiks im Vorfeld schließt Schulze nicht aus.

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