mz_logo

Wirtschaft
Montag, 20. August 2018 30° 1

Banken

Teilzeit-DJ wird Goldman Sachs-Chef

Die Investmentbank macht den geplanten Wechsel an der Spitze offiziell: Lloyd Blankfein wird als Vorstandschef zurücktreten.

Lloyd Blankfein wird Ende September als Vorstandschef der Bank Goldman Sachs zurücktreten und zum Jahresende den Verwaltungsratsvorsitz abgeben. Foto: Alessandro Della Valle/epa Keystone
Lloyd Blankfein wird Ende September als Vorstandschef der Bank Goldman Sachs zurücktreten und zum Jahresende den Verwaltungsratsvorsitz abgeben. Foto: Alessandro Della Valle/epa Keystone

New York.Die Investmentbank Goldman Sachs macht den geplanten Wechsel an ihrer Spitze offiziell: Lloyd Blankfein wird Ende September als Vorstandschef zurücktreten und zum Jahresende den Verwaltungsratsvorsitz abgeben.

Das teilte die US-Bank mit. Sein Nachfolger auf beiden Posten wird Vorstand David Solomon, der im April bereits zur alleinigen „Nummer zwei“ hinter Blankfein befördert worden war und in seiner Freizeit als DJ auflegt.

Im zweiten Quartal mehr verdient als gedacht

Dank guter Geschäfte an den Kapitalmärkten verdiente Goldman Sachs im zweiten Quartal deutlich mehr als erwartet. Verglichen mit dem Vorjahreswert stieg der auf die Aktionäre entfallende Überschuss um 44 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar (2,0 Mrd Euro). Die Erträge kletterten um 20 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar.

Vor allem das zuletzt oft schwächelnde Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen brummte wieder – hier legten die Erlöse im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar zu. Der Aktienhandel stagnierte hingegen bei 1,9 Milliarden Dollar. Im klassischen Investmentbanking – der Beratung bei Übernahmen und Fusionen sowie Wertpapier-Platzierungen oder Börsengängen – stiegen die Erträge um 18 Prozent auf etwas mehr als zwei Milliarden Dollar.

Erste Marktreaktion negativ

Obwohl die Zahlen die Erwartungen von Analysten übertrafen, fiel die erste Marktreaktion negativ aus. Der Aktienkurs sank vorbörslich zunächst um gut ein Prozent. Vorstandschef Lloyd Blankfein zeigte sich jedoch zufrieden mit den Ergebnissen und sprach von einer „soliden Leistung über alle wichtigen Geschäftsbereiche hinweg“.

Deutsche Bank blamiert sich: Das Geldinstitut kommt nicht zur Ruhe.
Der Aktienkurs rauscht nach unten, dann fiel die US-Tochter beim Stresstest durch.

In den vergangenen Tagen hatten die US-Rivalen JPMorgan, Citigroup und Bank of America deutlich höhere Gewinne als Goldman Sachs gemeldet. Sie profitierten stark vom Kreditwachstum im Zuge der boomenden US-Wirtschaft, das dank höherer Zinsen wieder mehr Geld einspielt. Goldman Sachs ist erst vor kurzem ins Geschäft mit Verbraucherkrediten eingestiegen und kann deshalb nicht mithalten. (dpa)

Weitere Nachrichten aus der Wirtschaft – hier!

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht