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Verbände fordern Fracking-Verbot

Gewerkschaften, Umwelt- und kirchliche Organisationen wenden sich an den Bundestag. Hintergrund ist ein neues Gesetz.

Die Diskussionen um ein Fracking-Gesetz werden immer wieder von Demonstrationen begleitet.
Die Diskussionen um ein Fracking-Gesetz werden immer wieder von Demonstrationen begleitet. Foto: dpa

Berlin.Mehr als 20 Gewerkschaften, Umwelt- und Entwicklungsverbände sowie kirchliche Organisationen haben die Abgeordneten des Bundestags in einem am Freitag veröffentlichten Brief aufgefordert, dem geplanten Fracking-Gesetz nicht zuzustimmen. Die umstrittene Methode zur Förderung von Erdöl und Erdgas könnte zur Verunreinigung von Boden, Trink- und Grundwasser führen, heißt es laut der Gewerkschaft Verdi in dem Brief.

Das Fracking verursache zudem einen enormen Wasser- und Flächenverbrauch. Angesichts der eher marginalen industriewirtschaftlichen Bedeutung seien arbeitsmarktpolitisch keine spürbaren Wirkungen zu erwarten - stattdessen aber Arbeitsplätze in Branchen gefährdet, die sauberes Trinkwasser produzieren.

Beim Fracking werden Erdöl und Erdgas aus Lagerstätten gefördert, die mit den normalen Abbaumethoden nicht zu erschließen sind. Dazu wird eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst.

Unter bestimmten Bedingungen erlaubt

Die große Koalition will die Voraussetzungen für Fracking in Deutschland ändern und plant ein neues Gesetz. Die Absicht sei, Fracking unter bestimmten Bedingungen in Deutschland zu erlauben, heißt es in dem von Verdi veröffentlichten Brief an die Abgeordneten. Zu den Unterzeichnern gehören Greenpeace, BUND, Brot für die Welt und die Gewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt und Nahrung, Genuss, Gaststätten.

Eigentlich sollte die Entscheidung über das Fracking Gesetz schon vor der Sommerpause fallen, doch sie wurde auf Herbst verschoben. (afp)

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