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Kommentar

Weil trennen nicht reicht

Ein Kommentar von Christine Straßer

In etwa 30 Jahren soll es in den Meeren mehr Plastikteile als Fische geben. Schon jetzt schwimmen Plastikstrudel auf den Ozeanen, die größer sind als ganze Länder. Das Problem Plastikmüll ist so groß, dass es ein politisches Eingreifen allemal rechtfertigt. Die Erwägungen der EU-Kommission sind also sinnvoll.

Die Deutschen trennen zwar ihren Müll, aber das reicht eben nicht. Spätestens seit Anfang des Jahres ist klar, dass die Vorstellung, die Deutschen seien Recyclingweltmeister, nur eine Selbsttäuschung war. Damals teilte China mit, dass es Deutschland keinen Plastikmüll mehr abnehmen will. Allein im Jahr 2016 kaufte China rund 750 000 Tonnen Plastikmüll aus Deutschland. Das entspricht mehr als 80 000 randvollen Müllwagen. Es gibt also auch einen gewissen Zwang zu handeln.

Es schadet dabei auch nicht, den guten Willen der Menschen, Plastik zu sparen, mit einer EU-Vorgabe zu unterstützen. Das hat sich gezeigt, als es um die Einführung eines Verbots von Plastiktüten ging. Es folgte eine Selbstverpflichtung des Handels. Die kostenlosen Tüten verschwanden. Heute ist eine Frage an der Kasse allgegenwärtig: „Geht das so oder brauchen Sie eine Tüte?“ Das macht einen Unterschied. Schon vorher war klar, dass es sinnvoll ist, einen Korb oder einen Jutebeutel zum Einkaufen mitzunehmen. Aber jetzt machen das auch mehr Menschen.

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