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Regensburg.

Zahnarztzicke und E46 Karl gehen „ZLK“ gucken

Was den Mitgliedern eines BMW-Fanforums am neuen Z4 gefällt – und was nicht.

Aus Freude am Fahren: Mitglieder des BMW-Voten-Forums vor der Geburtsstätte des neuen Z4 Foto: altrofoto.de

von roman hiendlmaier, mz

Es ist hell und ruhig am Freitagvormittag vor dem Tor 2 des BMW-Werks in Regensburg. Hell, weil am Besucherparkplatz 39blitzende Karossen stehen – Mitglieder des Online-Forums „bmw-voten-forum.de“ machen Station vor dem Geburtsstätte eines ihrer Flaggschiffe: dem neuen BMW Z4.

Es ist ruhig, weil die 60 Besitzer von Z3, X5, 325ci und weiteren prestigeträchtigen Kürzeln warten. Acht Fahrzeuge sollen noch kommen. „Stau“, sagt Organisator Frank Schwichtenberg schnell, „keine Panne“.

Die Wartenden bleiben gelassen. Man kennt sich – per Nickname aus dem Internet-Forum, „live“ aus den regelmäßigen Touren und Treffen in ganz Deutschland. „Dass einer wie heute 740 Kilometer Anreise aus Bad Oldesloe hinter sich hat, ist nicht ungewöhnlich,“ sagt Schwichtenberg. Als „Z4Shark“ hat er die Organisation übernommen, von der Hotelreservierung über die Arber-Tour am Samstag bis zum Bayerischen Abend mit Fernseher-Anschluss fürs DFB-Pokalfinale und „Weißen Würsteln“, die vor allem „E46 Karl“ so liebt.

Die Besitzer der blitzenden Sportwagen – „Zahnarztzicke“ war mit ihrem „Zetti“ schon um kurz nach 6Uhr in der Waschanlage – sind, was Alter und Status anbelangt, so vielfältig wie der Automarkt. Die Mehrheit ist in den besten Jahren. Wie rabati, Fuhrparkleiter aus Ahrweiler. Zum BMW-Fan machte ihn sein Z3 Coupe: „Die Form, der Motor, das Fahrwerk – das hat mich einfach gereizt“. Die Nähe zur Nordschleife des Nürnburgrings tat ein Übriges. Angereist ist er aber mit dem Z4 der Gattin, „über 100000 auf dem Tacho, aber topfit“. Weiß-blaue Leidenschaft einer Pfälzer Ehe.

Für eine Z4-Neuanschaffung sind sie nicht nach Regensburg gereist. „Der Kofferraum ist noch kleiner“, sagt Frau rabati. Überhaupt hält sich vor der Besichtigung der Z4-Fertigung die Begeisterung über die Hoffnung der Regensburger BMW-Werks in Grenzen: „Kein Coupe, kein Roadster“, bekrittelt einer. „Ein ZLK eben“, frozzelt Zahnarztzicke, in Anspielung an den Erzrivalen CLK von Mercedes.

Vier Stunden später sieht die Welt ein wenig anders aus: „Wie in Future World“, frohlockt der Tour-Chef, „wir sind von der Qualität und Präzision, wie hier gearbeitet wird, restlos begeistert.“ Werksführer Franz Klug, selber Kfz-Meister und Z4-Fahrer, verließ das Werk mit durchlöchertem Bauch, lacht Frank Schwichtenberg. Vom neuen Z4 sind nun schon mehr überzeugt. „Wir haben sehr viele schöne Varianten gesehen, und wenn nach einer Probefahrt das Popmeter auch ja sagt, werden wohl einige zuschlagen,“ glaubt der Forumschef. Ein Kritikpunkt aber blieb: Der Kofferraum ist zu klein. Frau rabati hat Recht gehabt.

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