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Leoni streicht 1100 Stellen

Der Nürnberger Automobilzulieferer räumt in seiner Bordnet-Sparte auf. In Deutschland sind 70 Arbeitsplätze betroffen.

Leoni will mit dem Konzernumbau seine Rendite dauerhaft steigern. Foto: Daniel Karmann/Archiv
Leoni will mit dem Konzernumbau seine Rendite dauerhaft steigern. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Nürnberg.Der Autozulieferer Leoni reagiert auf die Probleme in seiner Bordnetz-Sparte und streicht dort noch in diesem Jahr 1100 Jobs. Der Stellenabbau sei Teil einer Neuaufstellung des Geschäftsbereichs, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Nürnberg mit. In Deutschland fallen demnach rund 70 Arbeitsplätze weg. Der Kabelspezialist hatte bereits im März einen Stellenabbau angekündigt, zu dem Zeitpunkt aber noch keine Details genannt.

Im laufenden Jahr profitiere Leoni beim Ergebnis kaum davon, und es komme zu hohen Einmalbelastungen, hieß es in der Mitteilung. Ab 2017 solle durch den Umbau die Rendite dauerhaft gesteigert werden. Daraus ergebe sich künftig ein Plus von etwa 30 Millionen Euro im Jahr, bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Leoni hat neben dem Firmensitz in Nürnberg noch weitere bayerische Standorte, unter anderem in Bad Kötzting im bayerischen Wald. Unternehmenssprecher Sven Schmidt teilte mittelbayerische.de mit, dass die Leoni-Standorte in Bad Kötzting und Nürnberg nicht vom Stellenabbau betroffen seien. Ein Großteil der 70 Arbeitsplätze dürften wohl in Kitzingen bei Würzburg wegfallen, wo sich der Hauptsitz der Bordnetz-Sparte befindet.

Der Standort in Bad Kötzting gehört zur Draht-Sparte des Unternehmens. Grundsätzlich sei für Bad Kötzting kein Personalabbau geplant, so Schmidt. Angesichts des Wettbewerbs verhandele man aber derzeit mit der Belegschaft über eine Verlängerung der Arbeitszeit. Derzeit beschäftigt Leoni in Bad Kötzting etwa 115 feste Mitarbeiter. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 70 000 Mitarbeiter. (dpa/ma)

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