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Elotec: Aus Idee wird großes Unternehmen

Der Betrieb, den Franz Fischer in Furth aufgebaut hat, feiert seinen 20. Geburtstag – und hat mittlerweile 250 Mitarbeiter.
Von Evi Paleczek

Franz und Klaus Fischer leiten die Elotec mittlerweile gemeinsam.
Franz und Klaus Fischer leiten die Elotec mittlerweile gemeinsam. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Zusammen mit einem Angestellten hat der damals 50-jährige Franz Fischer 1996 im Gründerzentrum den Grundstein für ein Unternehmen gelegt, das heute mit etwa 250 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Grenzstadt ist. Seit 2013 ist sein Sohn Klaus gleichberechtigter Geschäftsführer; gemeinsam erweitern die beiden gerade die Firmenflächen an der Nordgaustraße. Es entsteht eine zusätzliche Fertigungshalle mit Büros, Dachterrasse, neuen Umkleiden und großer Kantine.

Die Firma Metrawatt hat damals ihren Standort in Furth dicht gemacht, erzählt Klaus Fischer von den Anfängen. Nachdem er bereits einige Jahre in München und Berlin als Elektrotechniker gearbeitet hatte und froh gewesen war, wieder in der Heimat tätig sein zu können, war sein Vater nicht bereit, wieder wegzugehen.

Am 1. Juli 1996

Die Elotec erweitert derzeit ihre Firmenflächen an der Nordgaustraße.
Die Elotec erweitert derzeit ihre Firmenflächen an der Nordgaustraße. Foto: Paleczek

Die Metrawatt hatte ihm eine Stelle am Standort Nürnberg angeboten, Fischer entschied sich im Alter von 50 Jahren aber dafür, es in der Grenzstadt selbst zu versuchen. Am 1. Juli 1996 nahm die Elotec im Further Gründerzentrum ihren Betrieb auf, mit Günter Sporrer als einzigem Angestellten, Temperatursensoren als erstem Produkt und dem Ziel von Franz Fischer, irgendwann einmal 20 Mitarbeiter zu beschäftigen.

Die Geschäfte gingen von Anfang an gut: Bereits nach vier Jahren im Gründerzentrum hatte das Unternehmen etwa 40 Mitarbeiter. Die Räumlichkeiten dort wurden zu klein, und Franz Fischer errichtete an der Nordgaustraße einen Neubau, in den die Elotec 2001 umzog. In der ersten großen Halle war damals so viel Platz, dass Fischer im hinteren Bereich noch einen Tennisplatz hätte anlegen können. Schnell wurde das Gebäude aber immer voller, und bereits 2008 begann der nächste Bauabschnitt.

Franz und Klaus Fischer

  • Franz Fischer

    Er ist 70 Jahre alt und wurde in Furth im Wald geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder, einen Sohn und zwei Töchter, außerdem vier Enkeltöchter. Franz Fischer besuchte die Grund- und Hauptschule in Furth im Wald. Er machte bei der Firma Polz eine Ausbildung zum Elektriker und machte seinen Techniker. Danach arbeitete er bei Siemens in München und einige Jahre in Berlin, bevor es als Werksleiter der Firma Metrawatt zurück in die Heimat nach Furth im Wald ging. Als der Standort Furth im Wald verkauft wurde, machte Franz Fischer sich selbstständig – weil er nicht an den Standort Nürnberg wechseln wollte.

  • Klaus Fischer

    Klaus Fischer ist 34 Jahre alt, verheiratet und ist in Furth im Wald aufgewachsen. Er besuchte die Grund- und Hauptschule in Furth im Wald, dann das Joseph-von-Fraunhofer Gymnasium in Cham und die Fachoberschule in Cham. An der Fachhochschule in Deggendorf studierte er Elektro- und Informationstechnik. Zunächst war er bei der Firma Liebherr in Kempten beschäftigt, seit 2013 ist Klaus Fischer zusammen mit seinem Vater gleichberechtigter Geschäftsführer der Elotec. Hobby: Kajak-Fahren. (ep)

Nun ist der Platz wieder zu eng geworden, und die Fischers investieren in eine neue Fertigungshalle mit einer Fläche von insgesamt etwa 6500 Quadratmetern, für die am Donnerstag Richtfest gefeiert wurde – und nach deren Bezug im Frühjahr auch wieder Neueinstellungen folgen werden. Die Angestellten der Elotec kommen aus Furth im Wald und Umgebung sowie aus der Rodinger Richtung und bis zu 80 Kilometer weit aus Tschechien. Es wird jedes Jahr ausgebildet, Elektriker für Geräte und Systeme sowie Industriekaufleute.

Die SMT-Bestückung in der heutigen Fertigungshalle
Die SMT-Bestückung in der heutigen Fertigungshalle Foto: Elotec

Hergestellt wird in dem Unternehmen hauptsächlich Industrieelektronik, Notlichtleuchten, Notstrom- und Fluchtlenksysteme, Tresorschlösser und Platinen für Fahrzeuge. In der SMT-Bestückung wird im Drei-, in den restlichen Abteilungen im Zwei-Schichtbetrieb gearbeitet. Die Auftragslage ist derzeit sehr gut, sagt Klaus Fischer, die Elotec beliefert hauptsächlich deutsche Firmen, aber auch ins Ausland und bis nach China.

Ein Familienunternehmen

Es war für ihn immer klar, dass er einmal einsteigen würde in den väterlichen Betrieb, erzählt der 34-Jährige. Er und sein Vater seien zwar nicht immer einer Meinung, hätten aber ein gutes Verhältnis und könnten mit Kompromissen gut zusammenarbeiten. Und nicht nur Vater und Sohn machen die Elotec zu einem Familienunternehmen: Waltraud und Sarah Fischer, die Frauen von Franz und Klaus Fischer, arbeiten in der Buchhaltung, und bald fängt auch Klaus Fischers Schwester Michaela in der Firma an.

Die SMT-Bestückung in den Elotec-Anfangsjahren im Gründerzentrum
Die SMT-Bestückung in den Elotec-Anfangsjahren im Gründerzentrum Foto: Elotec

Franz Fischer ist heute natürlich sehr zufrieden damit, was aus seinen Anfängen vor 20 Jahren geworden ist. Und was könne man sich mehr wünschen, als dass der Sohn die Firma übernimmt, sagt er. Sein Wagnis von damals habe sich gelohnt. Ans Aufhören denkt der 70-Jährige noch nicht, ist aber froh, dass er den Betrieb bei Sohn Klaus in guten Händen weiß. Früher hat der Vater ständig angerufen, wenn er mal im Urlaub war, erzählt der 34-Jährige. Jetzt ist er in seinen Auszeiten nicht mehr erreichbar.

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Laufen für die Jugend

Ein- oder zweimal rund um den Drachensee – wie schaut’s aus, fragt die Further Firma Elotec. Sind die Further fit genug, Runde(n) zu laufen? Oder wollen sie lieber gemächlich und ratschend beim Spazierengehen die Atmosphäre am See genießen? Egal, wofür sie sich entscheiden: Beim 4. Elotec-Sponsorenlauf gibt es mehrere Gewinner. Zum einen sind dies die Teilnehmer selbst, die sich sportlich betätigen und dabei am eigenen Leib erfahren, wie gut und gesund Bewegung ist. Damit erfüllt jeder, der mitläuft oder mitgeht, die Intention des Laufs. Denn Franz Fischer, Seniorchef und Gründer der Elotec, wollte vor drei Jahren seine Mitarbeiter animieren, sich zu bewegen. Dieser Gedanke war die Geburtsstunde des nunmehr zum vierten Mal stattfindenden sportlichen Ereignisses. Doch nicht nur die Teilnehmer selber profitieren von dem Lauf. Es steht auch wieder ein guter Zweck im Vordergrund.

Um 10.30 Uhr geht’s los

Die Elotec möchte die Jugendarbeit der Vereine unterstützen, dieses Jahr kommt der FC Furth im Wald in den Genuss. Am Sonntag, den 18. September, ist es soweit: Vormittags um 10.30 Uhr beginnt der Lauf rund um den Drachensee. Ausrichter ist wie immer der Skiclub Furth im Wald. Und auch an die Kinder wird gedacht. Es gibt eine Kurzstrecke von 300 Metern Länge, die die Kleinen bewältigen können. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer am Sponsorenlauf sorgen verschiedene Further Vereine: Die DLRG bietet Steaks, Bratwürste und Wammerl vom Grill an. Die Getränkeversorgung übernimmt der Skiclub Furth im Wald, und um Kaffee und verschiedene Kuchen kümmert sich der FC Furth im Wald.

Die Startgebühr beträgt zwei Euro für eine Runde – etwa fünf Kilometer – und vier Euro für zwei Runden. Für die Kinder beträgt die Startgebühr ebenfalls zwei Euro. Startnummernausgabe ist am 18. September von 9.30 bis 10.15 Uhr an der Seebühne am Drachensee. Der Massenstart für Erwachsene erfolgt um 10.30 Uhr unter der Drachenskulptur am Promenadenplatz. Der Kinderlauf beginnt dann um 11.30 Uhr.

Für das Rahmenprogramm sind unter anderem ein Geschicklichkeitsparcours und Bungee Jumping geplant; für die Erwachsenen geben die Trainer des Further Fitnessstudios Injoy Tipps und erklären auch Übungen, die TKK bietet für alle Anwesenden einen Atemvolumen-Check an.

Urkunden und Preise

Jedem Sportler wird nach der Startnummernrückgabe eine Urkunde überreicht. Auf die Firma, den Verein beziehungsweise die Organisation mit den meisten Teilnehmern wartet ein Preis. Als Belohnung fürs Mitsporteln winkt eine Stadtturmführung unter Leitung von Kulturwissenschaftlerin Katharina Drescher-Seidl, die sich schon darauf freut, den Gewinnern die historischen Besonderheiten Furths nahebringen zu dürfen. Unter allen Startern werden auch Einzelpreise verlost, unter anderem Karten für eine Kulinarische Stadtführung, für Lug ins Land und Eintrittskarten für Waldbühne, Volkstheater und Wildgarten. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung gegenüber Teilnehmern, Betreuern und Zuschauern. Die Firma Elotec, der Skiclub und alle beteiligten Vereine freuen sich auf viele Teilnehmer am Elotec-Sponsorenlauf rund um den Drachensee.

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