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Grammer ist weiterhin flott unterwegs

Das Oberpfälzer Unternehmen legt im ersten Quartal beim Umsatz kräftig zu und will mit einem Neubau bei Fachkräften punkten.
Von Christine Hochreiter, MZ

In der Oberpfalz hat Grammer rund 1850 Mitarbeiter.
In der Oberpfalz hat Grammer rund 1850 Mitarbeiter. Foto: dpa

Amberg.Der Automobilzulieferer Grammer ist auch 2016 flott unterwegs. Der Konzernumsatz des Oberpfälzer Unternehmens stieg im ersten Quartal um 21 Prozent auf knapp 426 Millionen Euro. Damit sei der weltweite Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze sehr erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet, so das Unternehmen am Montag. Laut Pressemitteilung ist diese „erfreuliche Entwicklung“ auf eine positive Umsatzentwicklung in beiden Konzernsegmenten sowie auf die erfolgreiche Integration der Ende 2015 übernommenen Reum Gruppe (Hardheim) zurückzuführen.

Der Hauptumsatztreiber blieb auch im ersten Quartal 2016 das Segment Automotive mit einem deutlichen Umsatzplus von 28,9 Prozent auf 316,1 Millionen Euro (Vorjahr: 245,3 Millionen). In der positiven Entwicklung spiegeln sich den Angaben zufolge auch erste Erfolge aus den Optimierungsmaßnahmen des vergangenen Jahres sowie geringere Vorleistungskosten wider. Laut Pressesprecher Ralf Hoppe läuft das Geschäft mit der Autoindustrie derzeit überraschend gut. Auch die deutschen Hersteller würden sich tapfer schlagen. Grammer profitiere überdies von der starken Präsenz auf den wichtigen Automärkten der Welt und befinde sich bei seinen Produkten und Segmenten in der Regel unter den Top drei der Branche.

Der Ausblick ist positiv

Die Zentrale zieht in einigen Jahren von Amberg nach Ursensollen in den Landkreis um. Foto: dpa
Die Zentrale zieht in einigen Jahren von Amberg nach Ursensollen in den Landkreis um. Foto: dpa

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 14,8 Millionen Euro (im Vorjahr 16,5 Millionen). Laut Hoppe wurde das Ergebnis im Vorjahresquartal sehr stark durch Währungsgewinne unterstützt. Deren Beitrag lag bei 9,7 Millionen Euro. Mit 9,0 Millionen Euro lagen die Investitionen des Autozulieferers zuletzt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen flossen die Mittel in den Ausbau der Geschäftstätigkeiten beider Konzernsegmente: dem Aus- und Aufbau der internationalen Standorte und Fertigungskapazitäten sowie der Optimierung bestehender Standorte und Prozesse.

Trotz „volatiler und herausfordernder Marktbedingungen“ – vor allem in den Nutzfahrzeugmärkten – erwartet der Grammer-Konzern im laufenden Jahr erneut eine deutliche Umsatzsteigerung und leichte Gewinne. In Amberg ist man zuversichtlich, den unterschiedlichen Herausforderungen auch in den kommenden Monaten erfolgreich begegnen zu können.

Arbeitgeber als Konkurrenten

Grammer ist mit mehr als 12 000 Mitarbeitern in 32 Gesellschaften in 20 Ländern weltweit tätig. In der Oberpfalz beschäftigt der Automobilzulieferer mit Sitz in Amberg derzeit insgesamt rund 1850 Mitarbeiter. Derzeit laufen die Planungen für einen Neubau in Ursensollen im Landkreis Amberg-Sulzbach. Dort sollen künftig die Verwaltung sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gebündelt werden. Laut Hoppe sollen erste Umzüge 2019 stattfinden.

Trotz der weltweiten Aktivitäten ist in der Region nach Angaben des Sprechers keine Reduzierung der Mitarbeiterzahlen geplant. Der Personalstand sei zuletzt sogar weiter gewachsen. Gerade für die Entwicklung würden weiterhin neue Mitarbeiter gesucht. In dem Bereich konkurriere man mit Unternehmen wie beispielsweise BMW oder Continental in Regensburg, aber auch mit Schaeffler in Herzogenaurach. Der Neubau der Zentrale solle dafür sorgen, dass Grammer für neue Mitarbeiter noch attraktiver werde.

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