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Grammer verbucht fünften Rekord in Folge

Nach einem erneuten Umsatzplus 2015 rechnen die Amberger dank ihrer globalen Aufstellung mit weiteren Zuwächsen.

Der Oberpfälzer Automobilzulieferer hat weltweit mehr als 12 000 Beschäftigte. Foto: dpa
Der Oberpfälzer Automobilzulieferer hat weltweit mehr als 12 000 Beschäftigte. Foto: dpa

Amberg.Der Autozulieferer Grammer rechnet trotz herausfordernder Marktbedingungen mit einer erneuten leichten Umsatzsteigerung. Der Konzernumsatz werde in diesem Jahr auf mehr als 1,6 Milliarden Euro prognostiziert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Amberg mit. 2015 konnte Grammer seinen Umsatz von 1,36 Milliarden auf 1,42 Milliarden Euro steigern. Das war der fünfte Rekordumsatz in Folge. Gleichzeitig gab der Betriebsgewinn (Ebit) angesichts der Kosten für das Expansionsprogramm von 57 auf 42,7 Millionen Euro nach. Aufgrund der soliden Basis und der Zuversicht in die weitere Entwicklung soll die Dividende 0,75 Euro pro Aktie betragen.

Grammer hatte Ende 2015 den Kunststoff- und Metalltechnikspezialisten Reum vollständig übernommen. Die Reum Gruppe aus Hardheim in Baden-Württemberg hatte im Jahr 2014 mit 950 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro erwirtschaftet. In diesem Frühjahr hatte der oberpfälzische Konzern mit einem der größten chinesischen Lastwagen-Hersteller eine Zusammenarbeit beschlossen.

Der Zulieferer mit Sitz in Amberg stellt Komponenten und Systeme für die Pkw-Innenausstattung sowie Fahrer- und Passagiersitze her, beispielsweise für Landmaschinen, Lastwagen, Busse und Bahnen. Das Unternehmen hat mehr als 12 000 Beschäftigte.

Die einzelnen Weltregionen

„Wir beurteilen das Geschäftsjahr 2015 trotz der schwierigen Marktbedingungen insgesamt positiv. Neben dem erfreulichen Umsatzwachstum ist es uns erneut gelungen, wichtige operative und strategische Meilensteine zu erreichen und damit den Grundstein für zukünftiges profitables Wachstum und eine Unternehmenswertsteigerung zu legen. Unser Dividendenvorschlag ist ein klares Signal an unsere Aktionäre, dass wir in der Umsetzung unserer globalen

Wachstumsstrategie planmäßig vorangekommen sind und noch hohes Potenzial für die Entwicklung des Grammer Konzerns sehen“, kommentierte Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG, laut Pressemitteilung die Zahlen.

Die Firmenzentrale der Grammer AG in Amberg Foto: dpa
Die Firmenzentrale der Grammer AG in Amberg Foto: dpa

Im Berichtsjahr 2015 konnte der Konzern den Angaben zufolge in allen Regionen ein spürbares Wachstum verzeichnen. Den stärksten Zuwachs erzielte Grammer in der Region Americas (Nord-, Mittel-, und Südamerika) mit einem Umsatzplus von 7,8 Prozent auf 243,9 Millionen Euro (Vorjahr: 226,3 Millionen). Hier konnten in der NAFTA Region zweistellige Wachstumsraten erreicht werden. Demgegenüber musste Grammer in Brasilien durch den erneuten Markteinbruch einen deutlichen Umsatzrückgang verkraften. In der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) erzielte Grammer ebenfalls eine positive Umsatzentwicklung mit einem Anstieg um 3,8 Prozent auf 971,7

Millionen Euro (936,0 Millionen). Und auch in der Region APAC (Asien und Pazifik) erhöhte Grammer die Umsätze um 3,2 Prozent auf 210,1 Millionen Euro (203,6 Millionen Euro).

Die Prognose für 2016

Die insgesamt erfreuliche Entwicklung der Automobilkonjunktur und die erneut hohe Anzahl von neuen Produkten und damit einhergehende Marktanteilsgewinne wirkten sich laut Mitteilung sehr positiv auf den Umsatz im Konzernsegment Automotive aus. Das Geschäft mit Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen für Pkw entwickelte sich sehr dynamisch und der Umsatz im Segment Automotive stieg um 10,6 Prozent auf 1,008 Milliarden Euro (Vorjahr 0,912). Vor allem das Produktsegment Consoles erzielte erneut ein sehr starkes Wachstum von über 20 Prozent und bleibt der Wachstumstreiber für Grammer Automotive in allen Regionen.

Unser Dividendenvorschlag ist ein klares Signal an unsere Aktionäre.

Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG

Grammer erwartet auch im Jahr 2016 anhaltend volatile und herausfordernde Marktbedingungen, vor allem in relevanten Nutzfahrzeugmärkten. Dennoch ist man in Amberg zuversichtlich, diesen Herausforderungen durch die globale Aufstellung und weiter verbesserte Prozessabläufe erfolgreich begegnen zu können. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern eine leichte organische Umsatzsteigerung aus dem Kerngeschäft. Unter Berücksichtigung der

erstmaligen Einbeziehung der Reum Gruppe wird ein Anstieg des Konzernumsatzes im Jahr 2016 auf über 1,6 Milliarden Euro prognostiziert.

Aufgrund des höheren Umsatzvolumens im Bereich Automotive sowie des positiven Einflusses der Optimierungsmaßnahmen im vergangenen Jahr rechnet Grammer für das laufende Geschäftsjahr wieder mit höheren Ergebnisbeiträgen aus beiden Unternehmensbereichen. Vor diesem Hintergrund erwartet Grammer für das Gesamtjahr 2016 ein höheres EBIT gegenüber dem Vorjahr und geht damit von einer leicht positiven Entwicklung der operativen Marge über dem Niveau des Vorjahres aus.

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