MyMz
Anzeige

Infineon stärkt den Standort Regensburg

Zur geplanten Erweiterung des Oberpfälzer Werks gibt es Details aus der Zentrale. Neue Arbeitsplätze sollen nicht entstehen.
Von Christine Hochreiter, MZ

  • Chipproduktion in einem Reinraum von Infineon. Foto: dpa
  • Infineon hat in Regensburg im vergangenen Jahr den Personalstand deutlich aufgestockt. Foto: dpa
  • Hightech-Produkte im Bereich der Sensorik sind vor allem von der Autoindustrie gefragt. Foto: dpa

Regensburg.Die freudige Nachricht hatte der Regensburger Oberbürgermeister verkündet: Am Rande einer Pressekonferenz teilte Joachim Wolbergs am Montag mit, dass das Infineon-Werk erweitert wird. Am Dienstag gab es dazu weitere Informationen aus der Münchner Konzernzentrale. Ein Sprecher bestätigte, dass das Unternehmen seinen Reinraum um 2000 Quadratmeter – das sind zehn Prozent – aufbauen wird. Damit schaffe die Infineon Technologies AG weitere Kapazitäten für die wachsende Nachfrage nach Halbleitern für die Automobilindustrie, insbesondere Radar-Sensoren. Die benötigte Fläche sei im Besitz von Infineon. Auf Sicht von drei Jahren werden rund 100 Millionen Euro investiert. In diesem und im nächsten Jahr fließen 30 Millionen Euro in das Gebäude und die Infrastruktur. Ab März 2017 investiere man die restlichen 70 Millionen Euro in die Ausstattung des Reinraums.

Neue Arbeitsplätze sollen dadurch nicht mehr entstehen. Man habe den Mitarbeiterstand im vergangenen Jahr bereits aufgestockt. Damit sind im Regensburger Stadtwesten nunmehr 2700 Beschäftigte für Infineon tätig.

Keine Pressekonferenz geplant

Infineon habe nicht geplant, diese Investition im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntzugeben, so der Pressesprecher. Der Halbleiterkonzern Infineon plane in diesem Geschäftsjahr weltweit Investitionen im Volumen von rund 850 Millionen Euro – darunter auch in Regensburg. Bei den in der Oberpfalz zunächst vorgesehenen 30 Millionen Euro handle es sich in der Relation nur um ein „kleineres Investment“. Die in Regensburg produzierten Produkte würden unter anderem an die Automobilindustrie geliefert. Und das Geschäft mit der Autobranche laufe aktuell sehr gut. Am Montag hatte es von Seiten der Stadt geheißen, in etwa zwei Wochen werde es eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem Unternehmen geben.

Weltweit 35 400 Beschäftigte

Die Infineon Technologies AG ist eigenen Angaben zufolge ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mit weltweit etwa 35 400 Beschäftigten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 (Ende September) einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol „IFX“ und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol „IFNNY“ notiert.

Noch mehr Nachrichten und Berichte aus der regionalen Wirtschaft lesen Sie hier.

Aktuelle Nachrichten von mittelbayerische.de auch über WhatsApp. Hier anmelden: https://www.mittelbayerische.de/whatsapp

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht