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Wirtschaft

BMW baut in Regensburg Elektroautos

Das Oberpfälzer BMW-Werk startet im kommenden Jahr in die elektrifizierte Zukunft. Weitere Modelle werden folgen.
Von Bernhard Fleischmann

Der neue X1-E-9486 Plug-in-Hybrid, der in Regensburg gebaut wird. Foto: BMW
Der neue X1-E-9486 Plug-in-Hybrid, der in Regensburg gebaut wird. Foto: BMW

Regensburg.BMW läutet im Werk Regensburg das elektromobile Zeitalter ein. Wie das Unternehmen vor kurzem durchsickern ließ, wird der Autohersteller im kommenden Jahr in Regensburg mit dem Bau elektrifizierter Fahrzeuge beginnen. Am Donnerstag lüftete BMW gegenüber der Mittelbayerischen nun das Geheimnis, in welcher Form hier der erste Stromer von den Bändern laufen soll.

Das Pionier-Modell wird der kompakte Geländewagen X1 sein. BMW wird davon einen Plug-in-Hybrid auflegen. Dabei handelt es sich um einen kombinierten Antrieb aus Verbrennungs- und Elektromotor. Die Batterie kann sowohl mit dem Verbrenner als auch am Stromnetz geladen werden.

Der „BMW X1 xDrive 25e“, so die komplette Modellbezeichnung, wird der Mitteilung zufolge ab März 2020 aus den Werkshallen in Harting rollen. Dafür sind schon umfassende Weiterbildungen von Hunderten Mitarbeitern angelaufen. Erste Umbauten und Erweiterungen von Maschinen und Anlagen sind für die Produktionsferien im Sommer vorgesehen.

Alle Varianten auf einem Band

Bis 2022 sind weitere Investitionen vorgesehen, um die Produktionslinien so flexibel zu gestalten, dass verschiedene Antriebe – Verbrenner, Plug-in-Hybride „oder in letzter Konsequenz vielleicht auch vollelektrisch“ – gleichzeitig hergestellt werden können, kündigte BMW nun an. Sämtliche Varianten könnten dann auf einem Band hintereinander produziert werden.

BMW-Modelle made in Regensburg

  • Übersicht: Gegenwärtig laufen die Modelle X1, dessen Coupé-Schwestermodell X2, der 1er, 2er Gran Tourer sowie , 4er Cabrio, M4 und M4 Cabrio vom Band. Der 2er Gran Tourer wird Ende 2022 auslaufen und keinen Nachfolger bekommen.

  • Neuauflage:

    Der 1er wird noch in diesem Jahr grundlegend erneuert und von Heck- auf Frontantrieb umgestellt. Das Auto wurde erst diese Woche vorgestellt.

Die Andeutung, dass man für vollelektrische Antriebe präpariert sei, darf man getrost als klare Ansage interpretieren: BMW hat vor, in Zukunft in Regensburg pure Elektroautos zu bauen. Bis 2025 will die Marke 25 voll- oder teilelektrifizierte Modelle anbieten – „mit starker Unterstützung aus Regensburg“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Sobald das Werk dafür ausgelegt ist, Stromer herstellen zu können, wird man das auch nutzen. Der X1 wird seit mehreren Jahren als Verbrenner angeboten. In Regensburg ist er das meist produzierte Modell. Für China gibt es vom X1 bereits eine Plug-in-Variante, die bei BMW Brilliance am Standort Shenyang entsteht.

50 Kilometer E-Reichweite

Der X1 erfährt ab Herbst über die Antriebsvarianten hinweg eine Überarbeitung. Der Plug-in-Hybrid wird äußerlich kaum zu unterscheiden sein. Lediglich ein kleines „e“ in der Modellbezeichnung und die Ladeklappe unter dem linken Seitenspiegel verraten den Stromantrieb. Dieser wird 70 kW (95 PS) an die Hinterräder schicken. Die Vorderräder treibt ein 92 kW (125 PS)-Benziner an. Die rein elektrische Reichweite gibt BMW mit 50 Kilometer an. An einer Wallbox soll die Ladezeit unter drei Stunden betragen.

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