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BMW baut in Regensburg wieder Autos

Seit fünf Uhr laufen die Bänder im Automobilwerk. Allerdings geht es zunächst nur mit angezogener Handbremse los.
Von Bernhard Fleischmann

Start in die Frühschicht: Ab 4 Uhr Früh gingen Mitarbeiter am Montag durch die Werkstore zur Arbeit. Foto: BMW
Start in die Frühschicht: Ab 4 Uhr Früh gingen Mitarbeiter am Montag durch die Werkstore zur Arbeit. Foto: BMW

Regensburg.Nach zwei Monaten Stillstand wegen der Corona-Krise baut BMW in Regensburg wieder Autos. Um fünf Uhr Früh wurde am Montag die Produktion gestartet. Das erste Auto, das nach dem Lockdown vom Band lief, war ein silberfarbener BMW X1.

Die Mitarbeiter kamen zur ersten „normalen“ Schicht seit Mitte März. Wobei „normal“ nur nach neuer Zeitdefinition gelten kann. Denn im Werk gelten nun umfassende Regeln, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2 so gering wie möglich zu halten.

Eine Woche zuvor nahm Werk in Dingolfing die Arbeit auf

Der Produktionsanlauf mit der Frühschicht war verbunden mit einem Paket an Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Ungewöhnlich auch, dass nach der einen Schicht auch gleich wieder Schluss war.

Bevor sich das Montageband am Montagmorgen in Bewegung setzte, stand zunächst einmal eine ausführliche Sicherheitsunterweisung der Mitarbeiter durch Meister und Führungskräfte auf der Tagesordnung. Schon in der vergangenen Woche hatten die Mitarbeiter Informationen zu wichtigen Themen erhalten – etwa zur Maskenpflicht, zur Anreise in den Werksbussen oder zum Verhalten auf den Arbeitswegen im Werk, in den Pausenräumen oder Treppenhäusern.

Werkslotsen bei BMW im Einsatz

Zusätzlich seien seit dieser Woche an stark frequentierten Stellen wie dem Busbahnhof sogenannte Werkslotsen im Einsatz, die Mitarbeiter bei der Einhaltung der Regelungen unterstützen. Um beispielsweise die 
1,5 Meter Mindestabstand einzuhalten, wurden unter anderem Bodenmarkierungen angebracht, Obergrenzen für Besprechungsräume definiert, Abtrennscheiben aus Plexiglas montiert oder Pausenflächen erweitert. Zudem wird öfter gereinigt und es wurden zusätzliche Möglichkeiten zur Handhygiene und Desinfektion geschaffen.

„Es ist schon beeindruckend, wie diszipliniert sich unsere Mitarbeiter am ersten Tag auf die veränderten Bedingungen eingestellt haben“, sagte Werkleiter Frank Bachmann kurz vor Ende der Frühschicht um 14.30 Uhr.

Eine Woche zuvor hat das größte Werk im Inland in Dingolfing bereits die Arbeit wieder aufgenommen. Nun folgten neben Regensburg auch München, Leipzig, Oxford, Rosslyn (Südafrika) und Mexiko.

BMW produziert in Wackersdorf Masken für Mitarbeit

Grund für die Produktionspause war die Corona-Pandemie. Sie hatte auch weltweit zu heftigen Absatzeinbrüchen geführt. Die Werke produzieren sozusagen mit angezogener Handbremse. Zum einen, weil die Schutzmaßnahmen eingeübt werden müssen und eine Produktion mit vollem Tempo erschweren. Zum anderen, weil so viele neue Autos sowieso nicht verkauft werden können.

Im BMW-Werk Regensburg sind rund 9000 Menschen beschäftigt. Im vergangenen Jahr verließen gut 250.000 Fahrzeuge die Fabrik. Gefertigt werden hier die Modelle X1, X2, 1er, 2er Gran Tourer, 4er Cabrio und M4 Cabrio.

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