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Strukturwandel

Stoff für die Zukunft aus Ostbayern

Die Region war einmal Textilland – lange vorbei. Nun finden Firmen neue Wege frech, heimatbezogen oder mit Hochtechnologie.
Von Bernhard Fleischmann, MZ

Hier werden Schuhe gestrickt – Erhard Senbert zeigt ein Strickelement, das zu einem Freizeitschuh für Damen verarbeitet wird. Foto: Bernhard Fleischmann
Hier werden Schuhe gestrickt – Erhard Senbert zeigt ein Strickelement, das zu einem Freizeitschuh für Damen verarbeitet wird. Foto: Bernhard Fleischmann

Regensburg.Mode ist global und kennt keine Sprachgrenzen. „Fashion made in da Hoamat“ crossovern die Macher von „Vogel.Wuid“ textlich vogelwild durcheinander. Frech, unbekümmert, frei kommt das daher. Und erzeugt einen Hoppla-Effekt: Eine junge Firma aus Chamerau traut sich an ein Geschäft, das jahrzehntelang vom Massentod der Firmen begleitet war.

Bekleidung aus Ostbayern, Textil- und Bekleidungsindustrie – war da mal was? In den 1980er Jahren fanden Tausende Menschen in Ostbayern bei Textil- und Bekleidungsherstellern ihr Auskommen. Näh- und Zuschnittbetriebe gab es zuhauf, ganz massiv etwa im Landkreis Cham. Im Jahr 1990 registrierte die Industrie- und Handelskammer Regensburg (Oberpfalz und Landkreis Kelheim) rund 11 500 Beschäftigte in den Branchen Leder, Lederwaren, Schuhe, Textilien und Bekleidung. Das war schon jenseits des Höhepunkts. Fünf Jahre später hatte sich die Mitarbeiterzahl bereits halbiert. In Regensburg allein waren es sogar 93,4 Prozent minus.

Im Jahr 2015 zählte die IHK noch ganze 29 Betriebe mit 1550 Beschäftigten. Die meisten von ihnen fertigen ganz andere Produkte als das, was man sich gemeinhin unter Textil vorstellt. Andererseits ist eine gewisse Zahl von Betrieben in dieser Statistik nicht enthalten, sie sind zu klein und werden in der Rubrik Handel mitgeführt. Dennoch ist klar: Kaum eine andere Branche, abgesehen etwa vom Bergbau, ist dermaßen zusammengeschrumpft.

Der große Unterschied

Doch in jüngster Zeit drängt sich der Eindruck auf, dass sich etwas bewegt. Schrille Auftritte junger Modelabels wie „Vogl.Wuid“, gerne auch betont heimatnah, lassen vermuten, dass Mode plötzlich hierzulande auch wirtschaftlich wieder anziehend wirkt.

Das wäre schön, ist aber nur sehr begrenzt wahr. Entscheidend ist: Man muss in der Branche unterscheiden zwischen Mode und Textilindustrie, denn diese beiden Bereiche entwickeln sich in Deutschland sehr unterschiedlich.

Werner Hasenbank sähe es gerne, wenn die Herstellung von Bekleidung noch eine nennenswerte Größe oder eine bessere Perspektive hätte. Habe sie aber nicht. Hasenbank ist seit Jahrzehnten Gewerkschafter und hat in dieser Zeit eine Reihe von Firmen zum Grab begleitet. Bleimund, Kaiser, Moda Berri – einst klangvolle Namen. Das alles war einmal. In den 90er Jahren starben die Bekleidungshersteller reihenweise, die Branche verdampfte nahezu. Hasenbank selbst schlüpfte mangels zu betreuender Masse unter ein größeres Dach – seine Gewerkschaft Textil Bekleidung (GTB) fusionierte in die IG Metall hinein.

Heute gibt es im Bereich Bekleidung noch einen größeren Betrieb in der Region. Das ist der Hosenhersteller MAC-Jeans in Roßbach/Wald im Landkreis Cham mit rund 330 Mitarbeitern. MAC Mode wurde vor mehr als 40 Jahren in Wald/Roßbach gegründet und bezeichnet sich als einer der führenden Hersteller für Damen- und Herrenhosen in Europa. Mehr als sechs Millionen Hosen verkauft das Unternehmen inzwischen pro Jahr. 330 Mitarbeiter werden am Hauptsitz beschäftigt, dazu 3400 Mitarbeiter in den angeschlossenen Produktionsstätten. Eine Insel des Erfolgs im klassischen Bekleidungsgewerbe. Aber dahinter kommt lange nichts.

Die Kleineren sieht man kaum

Fragt man bei der IHK oder bei der für diesen Bereich zuständigen IG Metall in Regensburg nach, dann wundert man sich dort offenbar zunächst, dass jemand überhaupt noch etwas darüber wissen will. Man sieht zunächst die großen Textilbetriebe wie SGL Automotive Carbon Fibers, den Zulieferer von BMW in Wackersdorf mit seinen 250 Mitarbeitern, oder eben den Modemacher MAC. Dahinter aber wird es im Bereich Bekleidung dünn, kleine Betriebe segeln unscheinbar unter dem Radar der Beobachtung.

Qualität für Kinder – so lautet die Strategie von Genoveva Burwinkel von Tavo. Foto: Maria Irl
Qualität für Kinder – so lautet die Strategie von Genoveva Burwinkel von Tavo. Foto: Maria Irl

Sieht man genauer hin, fallen aber doch einige Unternehmen auf. Zum Beispiel Tavo mit Sitz in Treffelstein im Landkreis Cham, ganz nah an der Grenze zu Tschechien. Tavo gibt es seit 70 Jahren und hatte in den 80/90er Jahren noch eine eigene Weberei und Färberei, fertigte in den Hochzeiten mit 160 Mitarbeitern unter anderem Frottierwaren für Karstadt und C&A. Heute sind – je nach Saison – noch 20 bis 30 Beschäftigte übrig. Immerhin konstant. „Wir sind einer der wenigen, die mit Produktion und Design hiergeblieben sind“, betont Genoveva Burwinkel, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Mutter Elfi führt.

Bei Kindern sind Kunden großzügiger

Den Preiskampf bei den Großabnehmern hat Tavo verloren. Nun versucht das Unternehmen, mehr auf eigenen Füßen zu stehen. Tavo hat eigene Marken geschaffen, etwa Tavolinchen. „Bei Babyschlafsäcken sind wir die Experten“, sagt Burwinkel selbstbewusst. Bettwäsche, Decken, Handtücher – zum großen Teil für Kinder, da findet Tavo seine Nische; bei hochwertigen Waren, komplett selbst genäht. Beliefert wird der gehobene Fachhandel, zudem gibt es inzwischen einen eigenen Shop in der Regensburger Altstadt. In München soll demnächst ein weiterer „Flagship-Store“ folgen. Der Online-Shop ist erst in diesem Jahr gestartet, ein Spätzünder. Aber auch er sorgt für nennenswerten Umsatz. Die neueste Idee: Textilien für Haustiere, Decken zum Beispiel. Aber keine Häkelpullis für Hunde, wehrt Genoveva Burwinkel halb belustigt, halb empört ab. „Wir wollen schon hinter unseren Produkten stehen können.“

„Wuid“ in Teilzeit, ansonsten Lehrer

Sie sind „Vogel.Wuid“: Florian Mühlbauer und Ludwig Begerl Foto: Vogel.Wuid
Sie sind „Vogel.Wuid“: Florian Mühlbauer und Ludwig Begerl Foto: Vogel.Wuid

Das tun auch Florian Mühlbauer und Ludwig Begerl – mit spürbarer Leidenschaft. Sie haben vor eineinhalb Jahren „Vogel.Wuid“ gegründet. Coole Mode, lässig-frecher Auftritt. Die Caps, Pullis und Shirts mit Aufschriften wie „#Lausbua“, „#Lausdeandl“, „Bixn“, „Bazi“ haben es vor allem im Internet durchaus zu großer Bekanntheit gebracht.

Mühlbauer aus Chamerau und Begerl aus Lohberg (beide Landkreis Cham) könnten wahrscheinlich von diesem Geschäft leben, wenn sie es denn mit voller Kraft angehen würden, sagt Mühlbauer. Aber beide steuern auf den Lehrerberuf zu und betreiben „Vogel.Wuid“ in Teilzeit.

Die Textilien kommen aus den üblichen Fertigungsstätten der Welt (Bangladesch und Türkei), bestickt werden die Caps aber in einem Betrieb bei Cham, die Shirts bedruckt in Dachau. Die Mode soll für Studenten erschwinglich bleiben, gleichzeitig einen starken heimatlichen Touch haben.

Immerhin, der SSV Jahn Regensburg und der FC Ingolstadt sind mit Caps der beiden ausgestattet, auch die Bands La Brass Banda und Django 3000. „Vogel.Wuid“ soll schon noch expandieren. Aber Stand heute soll es den beiden Gründern vor allem Spaß machen.

Trend zum Selbstgemachten

Verspielte Harmonie: Stephanie (l.) und Dominika Sabatier gründeten aus Lust am Selbermachen von Textilien in die Marke „Schwesternliebe“. Foto: Atelier Schwesternliebe
Verspielte Harmonie: Stephanie (l.) und Dominika Sabatier gründeten aus Lust am Selbermachen von Textilien in die Marke „Schwesternliebe“. Foto: Atelier Schwesternliebe

„Alles ging spontan, wir hatten keinen Businessplan.“

Dominika Sabatier

Ähnlich gingen die Schwestern Stephanie und Dominika Sabatier an ihr Modeprojekt heran. Vor gut 12 Jahren, noch während des Studiums, mündete ihre Lust zum Selbermachen von Textilien in die Marke „Schwesternliebe“. Sie starteten mit handbestickten T-Shirts und Strickwaren, erwarteten nichts – und wurden positiv überrascht. „Alles ging spontan, wir hatten keinen Businessplan“, erinnert sich Dominika Sabatier. Handgemachtes vor allem für Kinder liegt inzwischen voll im Trend. Die Sabatier-Schwestern waren ihrer Zeit ein bisschen voraus. Heute gibt es viel mehr Angebot und Wettbewerb in diesem Segment, im Gegenzug aber auch mehr Aufmerksamkeit der Verbraucher.

Das Geschäft der Regensburgerinnen lief so gut, dass beide ihr Auskommen damit hatten. Mittlerweile haben sie Familien gegründet und ihr geschäftliches Engagement etwas zurückgeschraubt. Es gibt einen Laden in Regensburg, da werden 60 Prozent des Umsatzes erzielt, der Rest findet über den Online-Shop seine Kunden.

„Vogel.Wuid“ und „Schwesternliebe“ sind zwei Beispiele, bei denen eher ein Hobby zum Geschäft wurde. Ganz anders sind die Voraussetzungen, wenn das Geschäft schon da ist und nicht zum Hobby runterfahren soll. Bei Tavo ist das unter zwischenzeitlichen Schmerzen gelungen. Auch bei der Firma Senbert in Bad Kötzting, wenngleich auf andere Weise.

Edmund und Mathilde Senbert gründeten die Firma 1951. Sie stellten gestrickte Maßanfertigungen her, Mode also. Es lief hervorragend, 1987 hatte Senbert 125 Mitarbeiter. Eine zweite Betriebsstätte wurde bezogen – das war schon zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme 1988 ein Fehler, wie der Sohn der Gründer und heutige geschäftsführende Inhaber Erhard Senbert weiß. 1992 wurde der zweite Standort wieder verkauft und die Fertigung nach Tschechien verlagert. Dort wird bis heute mit 60 Mitarbeitern Mode hergestellt. Hätte man das nicht getan, „gäbe es uns nicht mehr“, glaubt Senbert.

Lauter geheime Entwicklungen

Auch Senbert musste im Inland brutal schrumpfen – auf rund 25 Beschäftigte. Die immerhin haben heute gut zu tun. Jedoch immer weniger mit Mode, stattdessen mit sogenannten technischen Textilien. Der Betrieb sieht sich längst als Hightech-Firma, entwickelt und fertigt Produkte, über die Senbert größtenteils gar nicht reden darf. Geheimhaltung, exklusive Verträge, das ist ganz ähnlich wie in der Autoindustrie und bei deren Zulieferern. Auch Senbert agiert im Automotive-Bereich, darüber hinaus in der Medizintechnik, bei orthopädischen Hilfsmitteln, im Leichtbau aller Art. „Wir sind ständig auf der Suche nach Neuheiten und neu entwickelten Rohstoffen“, beschreibt Erhard Senbert sein Geschäft.

Generell gehen smarte Bekleidungstextilien bereits weit über die wetterfesten, superleichten, semidurchlässigen Funktionskleidungen hinaus. Technik und Elektronik werden integriert, leitfähige Garne etwa sollen die heutige Form der Kommunikation unterstützen.

Eine Strickmaschine aus dem Jahr 1951 – die Firma Senbert in Bad Kötzting nutzt sie immer noch für die Ausbildung. Foto: Fleischmann
Eine Strickmaschine aus dem Jahr 1951 – die Firma Senbert in Bad Kötzting nutzt sie immer noch für die Ausbildung. Foto: Fleischmann

Die Strickmaschine bleibt bei Senbert das alleinige Produktionsmittel. Im untersten Geschoß des Hauses ist noch ein Uralt-Exemplar von 1951 übrig, das zur Ausbildung dient. Damit können die Mitarbeiter verstehen, was unsichtbar in den Hightech-Geräten passiert, an denen die Firma heute produziert.

Die modernen Maschinen werden im Haus Senbert zum Teil „getunt“, also verbessert oder an zusätzliche Anforderungen angepasst, etwa um neue Rohstoffe verarbeiten zu können. So erarbeitet sich Senbert seine Sonderstellung: „Das können andere nicht.“ Senbert hat zum Beispiel viele Jahre daran entwickelt, dass Sportschuhe gestrickt werden können. Inzwischen ist das gang und gäbe. Auch manche Freizeitschuhe werden heute so hergestellt. Netze an Rückenlehnen von Stühlen gibt es schon lange, ebenso solche Autositzbezüge.

Textilien statt Baustahl

„Ich hatte noch nie so viel Spaß an der Branche wie in den vergangenen fünf Jahren.“

Erhard Senbert

In Zukunft werden gestrickte Textilien andere Materialien verdrängen, ist Senbert überzeugt. Textiles Gelege kann Baustahl ersetzen. Dreidimensionale Stücke sind möglich, Stabilität und Leichtbau so gut umsetzbar. Flugzeuginnenausstattung aus Textilien – nicht nur die Sitzbezüge – dürften kommen, gibt Senbert konkret-unkonkrete Hinweise. Er darf ja nichts verraten. Aber was er weiß, lässt ihn davon überzeugt sein, dass technischen Textilien eine große Zukunft bevorsteht. „Ich hatte noch nie so viel Spaß an der Branche wie in den vergangenen fünf Jahren“, sagt Senbert. Er ist immerhin seit 1977 dabei. Die Vielfalt nehme zu, und auch die Zuversicht. All diese hochinteressanten neuen Anwendungen, sie seien auch in Deutschland wettbewerbsfähig herzustellen.

Das Imageproblem der Branche

Dumm ist allerdings, dass das fast niemand weiß. Deswegen findet Senbert nur schwer Mitarbeiter, vor allem die Suche nach Auszubildenden bleibt allzu häufig erfolglos. Bei Textil denkt offenbar niemand an Perspektive oder Zukunft. Facharbeiter und akademische Berufe wären gefragt, kaum Handlanger. Im Personal liegt für Senbert der Schlüssel für das Unternehmen.

Moderner Industriebetrieb: Carbonfaserverarbeitung bei SGL. Foto: obs/SGL Carbon SE
Moderner Industriebetrieb: Carbonfaserverarbeitung bei SGL. Foto: obs/SGL Carbon SE

Auch Gewerkschafter Hasenbank hat heute vor allem mit Betrieben zu tun, die sich mit technischen Textilien beschäftigen. SGL Carbon etwa, das Carbonfasern zu Gelegen webt. Oder Lear (Autositze) und Fehrer (Schäume für Autositze) – alle in Wackersdorf. Autozulieferer also vor allem. Dazu gibt es auch einen Hersteller von Förderbändern. Klassische Webereien oder Spinnereien sind nach Hasenbanks Worten verschwunden.

Zulieferer für andere Industrien statt Jacken, Pullover, Mützen – ist das die nahezu einzige Chance für Textiler? Hasenbank sagt ja, zumindest wenn ein Betrieb eine gewisse Größe erreichen soll. Er sieht noch Brücken zwischen beiden Welten etwa bei spezieller Arbeitsbekleidung, bei der Hightech und eben Bekleidung aufeinandertreffen. Ansonsten gehöre die Zukunft in unseren Regionen eindeutig den technischen Textilien.

Er kennt die Branche seit Jahrzehnten genau: Werner Hasenbank von der IG Metall Foto: MZ-Archiv/Jaumann
Er kennt die Branche seit Jahrzehnten genau: Werner Hasenbank von der IG Metall Foto: MZ-Archiv/Jaumann

All das bestätigt sich auch bei einem Blick auf die bundesweite Entwicklung der Branche: Der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Modeindustrie wuchs 2016 um insgesamt 0,2 Prozent im Vergleich zu 2015 und lag damit bei rund 32 Milliarden Euro (einschließlich Schuh- und Lederwarenindustrie), wie der bundesweite Verband berichtet.

Auffällig sind nach seinen Angaben die unterschiedlichen Entwicklungen in den verschiedenen Segmenten. So stieg der Umsatz mit Textilien um 2,9 Prozent, also deutlich. Hingegen sank der Umsatz mit Bekleidung um 3,8 Prozent. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie, erklärt dazu: „Stärkste Segmente sind vor allem Vliesstoffe sowie Technische Textilien für Anwendungen in der Medizintechnik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Bautechnik. Hier sind deutsche Unternehmen weltweit führend. Außerdem bieten Smart Textiles mit der Integration von Technik und Elektronik in Textil ganz neue Märkte für die langfristige Zukunft.“

Die Technik ist entscheidend

Gerd Oliver Seidensticker, Präsident von GermanFashion, ergänzt: „Die deutsche Modeindustrie stand in 2016 vor vielen Herausforderungen. Der Exportmotor laufe wieder. Die großen Verluste auf einst starken Märkten wie Russland seien anderswo wettgemacht worden, so dass der Export ein leichtes Plus von 1,4 Prozent zu verzeichnen habe.

Deutsche Produkte sind international stark gefragt. Die Textil- und Modeexporte stiegen insgesamt um 1,2 Prozent. Neben attraktiven, starken deutschen Modemarken sind vor allem Technische Textilien für den Zuwachs verantwortlich. Das Exportvolumen lag 2016 auf dem Rekordniveau von 26,6 Milliarden Euro.

Trotz stagnierender Gesamtumsätze stieg die Zahl der Beschäftigten der gesamten Branche gegen den langjährigen Trend um 0,8 Prozent auf 118 000 (ohne Schuh- und Lederwarenindustrie). Viele Unternehmen suchen neue Mitarbeiter.

Die Geschäftsentwicklung für 2017 beurteilen viele Unternehmen laut einer Verbandsumfrage neutral oder positiv: Etwa 45 Prozent gehen von einem Umsatzwachstum aus, rund 45 Prozent erwarten etwa gleichbleibende Umsätze. Der Gesamtverband textil+mode prognostiziert für 2017 ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent.

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