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Geschichte

Vom Armutsgebiet zum leuchtenden Osten

Als vor 175 Jahren die IHK Regensburg gegründet wurde, war Ostbayern ein verlassener Landstrich. Das hat sich gedreht.
Von Bernhard Fleischmann

Alt und neu: Die Steinerne Brücke in Regensburg, illuminiert von Osram. Foto: Osram/MZ-Archiv
Alt und neu: Die Steinerne Brücke in Regensburg, illuminiert von Osram. Foto: Osram/MZ-Archiv

Das lange Ringen um eine Eisenbahn

Der erste Zug „Adler“, hier als Nachbau. Foto: dpa
Der erste Zug „Adler“, hier als Nachbau. Foto: dpa

Die Wege nach Ostbayern sind weit vor 175 Jahren, nicht nur wegen der wirklichen örtlichen Distanz, sondern vor allem wegen mangelnder Verkehrswege. Um die Wirtschaft in Schwung zu bringen und Anschluss an die Industrialisierung zu finden, ist klar: Ein Anschluss an die Eisenbahn ist nötig.

Landwirtschaft. Damit ist die Wirtschaft in Ostbayern zu Zeiten der IHK-Gründung weitgehend erklärt. In diesen Jahren wächst in Teilen Bayerns die Industrie. Maschinenbau und Textilindustrie prägen das Königreich. Damals werden die wichtigsten Nord-Süd- und Ost-West-Achsen der Eisenbahn fertiggestellt. Regensburg zählt 1843 nicht einmal 1000 Fabrikarbeiter und ist abgehängt von der Dynamik Nürnbergs oder Augsburgs. Die Oberpfalz gilt als „regelrechtes Armutsgebiet“.

Es gibt die Zuckerfabrik, die Bayerisch-Württembergische Donaudampfschifffahrtsgesellschaft sowie die Verlage Manz und Pustet. In der Oberpfalz existieren Bergbau und Eisenhütten.

Die Stadtverwaltung will Regensburg als gemütliche Verwaltungs- und Beamtenstadt bewahren.

Insgesamt wird die Industrialisierung Regensburgs und der Oberpfalz in der Literatur als nicht besonders ausgeprägt dargestellt. Die Stadtverwaltung will Regensburg als gemütliche Verwaltungs- und Beamtenstadt bewahren – angeblich in Übereinstimmung mit dem Bischof und dem Fürsten von Thurn und Taxis, um zu vermeiden, dass sich mit der Industrialisierung die Sozialdemokratie ausbreitet. So schreibt es die Sozialdemokratische Zeitung Fränkische Tagespost 1906.

Wegen der Rohstoffabhängigkeit sind gute Verkehrswege von entscheidender Bedeutung. Die neue Handelskammer forciert den Ausbau des Straßennetzes, die Anbindung bedeutender Orte an die Eisenbahnstrecken Bayerns und den Schiffsverkehr.

Erstmals setzt sich die neu gegründete Handelskammer Regensburg 1844 für eine Eisenbahnanbindung Regensburgs über die bayerische Nord-Süd-Bahn ein, indem sie eine Abzweigung Nürnberg-Regensburg fordert. Die Kammer befürchtet, dass der Ost-West-Verkehr über Regensburg verloren gehen könnte, wenn im Westen württembergische Bahnen und die Strecke Hof-Lindau, im Osten Dresden-Brünn fertiggestellt wären. Zwischen 1871 und 1873 wird die Strecke Nürnberg-Regensburg endlich in drei Etappen eröffnet. Bereits 1859 geht die um 40 Kilometer längere Strecke von Nürnberg über Hersbruck, Amberg und Schwandorf in Betrieb.

Die IHK Regensburg begeht ihr 175-jähriges Bestehen. Dabei blickt sie in die Vergangenheit und noch mehr in die Zukunft.

Aufstieg und Fall der Maxhütte

Das Stahlwerk Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg Foto: MZ-Archiv
Das Stahlwerk Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg Foto: MZ-Archiv

Fast hätte die Maxhütte es geschafft, die IHK über die volle Distanz ihrer Geschichte sozusagen zu begleiten. Doch das Stahlwerk erreicht „nur“ eine Lebensdauer von 150 Jahren. Aufstieg und Fall prägen die Entwicklung Ostbayerns mit. Die Grundlage war schon vorhanden. Die Oberpfalz wurde wegen der Tradition und der Bedeutung der Stahlerzeugung auch lange Zeit das „Ruhrgebiet des Mittelalters“ genannt.

Der Start der Maxhütte geschieht im Sauforst von Burglengenfeld. Hier wird 1852 eine Eisenbahnschienenfabrik errichtet. Sie wird ein Jahr später zur Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte mit Stammwerk in Haidhof. 1889 kommt das Stahlwerk in Rosenberg hinzu. Schon im 19. Jahrhundert schwankt das Stahlgeschäft oft zwischen himmelhoch jauchzend bis zum Tode betrübt. Zeit ihrer Existenz leidet der Stahlstandort an der fehlenden Anbindung an eine Wasserstraße.

Die Zahl der Beschäftigten klettert auf den Rekord von 9397 Arbeitnehmern

Ende 1966 erreicht das Werk seine volle Blüte, die Zahl der Beschäftigten klettert auf den Rekord von 9397 Arbeitnehmern. 1977 sind 25 Prozent der Industriebeschäftigten in der mittleren Oberpfalz (Kreise Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg) bei der Maxhütte angestellt. Danach geht es steil bergab. Dem ersten Konkurs 1987 folgt eine Erholung. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Sulzbach-Rosenberg erreicht 19,7 Prozent. Im Juni 2002 ist endgültig Schluss. Die IHK gründet mit der Handwerkskammer ein Schulungszentrum, um MH-Mitarbeiter fit für andere Berufe zu machen. Zu dieser Zeit löst sich die Monostruktur in der Region längst auf. Heute verfügt sie über hochmoderne Unternehmen.

Die Industrie braucht auch eine leistungsfähige Schifffahrt.

Der Regensburger Hafen hat seinen Charakter seit der Öffnung Osteuropas verändert.  Foto: Ingo Maschauer/MZ-Archiv
Der Regensburger Hafen hat seinen Charakter seit der Öffnung Osteuropas verändert. Foto: Ingo Maschauer/MZ-Archiv

Um das Jahr 1900 herum beschleunigt sich die Industrialisierung der Oberpfalz. Ab 1890 entstehen die Großbetriebe der Glas- und Porzellanindustrie und treten an die Seite des Montansektors – Bergbau und Schwerindustrie. Im gesamtdeutschen Vergleich ist das aber weiterhin wenig. Um vor allem schwere Güter hierher transportieren zu können, soll die Donau ausgebaut werden. Sie verbindet auf ihren über 2800 Kilometern Länge Deutschland mit dem Schwarzen Meer. Die IHK fordert 1902 ihren Ausbau als Großschifffahrtsweg und einen Hafen in Regensburg. Dieser wird 1910 eröffnet. In Regensburg wird die Reederei Bayerischer Lloyd gegründet und wächst auf mehr als 1000 Beschäftigte an.

Nach wie vor beklagen Unternehmer, dass der Donauausbau in Niederbayern unvollendet geblieben ist.

Seit 1992 ist der Main-Donau-Kanal in Betrieb und stellte die Verbindung zum Rhein her. Damit wurde der Regensburger Hafen vom Kopfhafen zur Verkehrsdrehscheibe. Mehr als drei Millionen Tonnen Güter werden heute jährlich über Schiff und Bahn im Hafen umgeschlagen. Nach wie vor beklagen Unternehmer, dass der Donauausbau in Niederbayern unvollendet geblieben ist. Der Kanal und die Donau als Wasserstraße haben manch hohe Erwartung enttäuscht, insbesondere was die Entlastung der Straßen vom Lastverkehr betrifft. Kritiker sagen, das wäre auch beim Vollausbau kaum anders.

Die NS-Zeit: Am Ende blieb nur Verwüstung

Rüstungsindustrie in Regensburg: Hier wurden die Messerschmitt-Jäger gebaut. Foto: MZ-Archiv
Rüstungsindustrie in Regensburg: Hier wurden die Messerschmitt-Jäger gebaut. Foto: MZ-Archiv


Die Zeit des Nationalsozialismus endet auch in ökonomischer Hinsicht in Verwüstung. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs kommt die Wirtschaft in Ostbayern praktisch zum Erliegen.

Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken werden zum NS-Gau Ostmark: Er umfasst sowohl die stark agrarisch geprägten Gebiete des Bayerischen Waldes wie auch industrialisierte Regionen, schreibt Helmut W. Schaller im Historischen Lexikon Bayerns. Die Industrie konzentriert sich am stärksten im nordöstlichen Teil der Bayerischen Ostmark. Dort ist ein Viertel der Bevölkerung beschäftigt, vor allem in der Textil- und Porzellanindustrie.

Die Industrie leidet wegen der neuen Grenze seit 1918. Ostbayern ist abgeschnitten von Rohstoffen und Absatzmärkten. 1932, während der Weltwirtschaftskrise, erreicht die Verelendung Ostbayerns ihren Höhepunkt. Ein Jahr später übernehmen die Nazis die Macht und wollen ein unüberwindliches Bollwerk zum Slawentum schaffen. Dumm für die Ostmark, dass sie von böhmischer Kohle und böhmischem Kaolin stark abhängig ist. Im Gegenzug wird aber das Verkehrsnetz ausgebaut, ab 1937 werden verstärkt öffentliche Aufträge hierher erteilt. Staatliche Beschäftigungsprogramme schaffen Arbeitsplätze, auch der Außenhandel wächst.

Bereits 1936 agiert die Kammer offen antisemitisch.

In der Nazizeit trägt die IHK massiv zur Judenverfolgung bei. Zu diesem Schluss gelangt der Autor Klaus Hofmann (Die Verdrängung der Juden aus öffentlichem Dienst und selbstständigen Berufen in Regensburg 1933-1939). Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 wird die bisherige Vorstandschaft der Kammer abgelöst. Ihnen folgen die strammen NSDAP-Parteigänger Fritz Weidinger und Artur Knab. Bereits 1936 agiert die Kammer offen antisemitisch. Gehilfenprüfungen werden nur für Lehrlinge arischer Abstammung angeboten. Präsident Knab rühmt sich 1938, er habe die Ausschaltung jüdischen Einflusses auf die Wirtschaft schon lange verfolgt. Die Kammer agiert nicht am unteren Rand der Anweisungen aus Berlin. Vielmehr legt sie im Arisierungsprozess besonders strenge Maßstäbe an, sagt IHK-Geschichtsexperte Dr. Martin Kammerer. Nach seiner Erkenntnis belegen Arisierungsunterlagen, dass die IHK Regensburg bei Unternehmensauflösungen und Arisierungen die persönliche Bereicherung ehemaliger Konkurrenten jüdischer Unternehmen ermöglichte.

Boom durch Bildung

Die Universität Regensburg Foto: Louisa Knobloch/MZ-Archiv
Die Universität Regensburg Foto: Louisa Knobloch/MZ-Archiv


Das Stadtbild dominiert von tristem Grau, wenig Gewerbe oder Industrie. Wer einen guten Job hat, ist Beamter. Regensburg verfügt in den 60er Jahren kaum über Strahlkraft. Die Menschen in der Oberpfalz wandern in Scharen ab in prosperierende Regionen. Das ändert sich mit der Gründung der Universität – nicht sofort, sondern etwa 20 Jahre später; dann aber umso schwungvoller.

Die Idee zur Uni-Gründung hatte Herzog Albrecht IV. von Bayern etwa um das Jahr 1487. Es dauert dann noch ein wenig – bis zum Beschluss des Landtags vergingen 475 Jahre. Der Lehrbetrieb startet im November 1967 mit 35 Professoren und 661 Studierenden.

Heute zählt die Universität fast 21 500 Studierende und 270 Professoren. Sie hat sich zu einem deutschlandweit bekannten Zentrum für Forschung und Lehre entwickelt.

Mit der Gründung der Universität wird der Grundstein für den Durchbruch in die Neuzeit gelegt.

Parallel dazu wächst die Fachhochschule, heute Ostbayerische Technische Hochschule (OTH), heran und wird zu einer der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit 11 500 Studierenden. Uni und OTH bilden aneinander angrenzend einen gemeinsamen Campus. In unmittelbarer Nähe hat die Stadt die TechBase angesiedelt. Hier finden Gründer, Start-ups und etablierte Unternehmen zusammen.

Mit der Gründung der Universität wird der Grundstein für den Durchbruch in die Neuzeit gelegt. Sie ist mit die Grundlage für wichtige Betriebsansiedlungen wie die von BMW oder die Erweiterung des Megachip-Werks von Siemens, heute Infineon. Besonders in den Bereichen Medizin und Naturwissenschaften hat sich die Universität, in Gemeinschaft mit der Uniklinik, zu einem Forschungszentrum entwickelt. Auch in der Biotechnologie gilt Regensburg bundesweit als führend. Die Hochschulen sind zentraler Bestandteil der wirtschaftlichen Schwerpunkte der Region wie Automobil, Elektronik, Biotechnologie, Informationstechnologie, Gesundheitswirtschaft.

Eine flotte Limousine bringt Schwung in die Oberpfalz

Ab da ging es flott aufwärts: Ministerpräsident Franz Josef Strauß legte den Grundstein für das BMW-Werk Regensburg im Jahr 1984. Foto: MZ-Archiv
Ab da ging es flott aufwärts: Ministerpräsident Franz Josef Strauß legte den Grundstein für das BMW-Werk Regensburg im Jahr 1984. Foto: MZ-Archiv

Es liegt am flotten 3er. Weil die Händler mehr Exemplare des sportlichen Mittelklasse-Modells verkaufen können als BMW produziert, braucht der Münchner Autobauer ein zusätzliches Werk. 1986 startet in der Oberpfalz die Serienfertigung des Modells. Heute spielt der 3er hier eine geringere Rolle, der Schwerpunkt liegt auf den kompakten Serien. Fast 340 000 Autos lässt BMW 2017 in Regensburg von den Bändern rollen, rund 9000 Menschen stehen bei dem Werk auf der Lohnliste. BMW wird von Beginn an zum Leuchtturm und zieht Zulieferbetriebe an, alteingesessene Unternehmen fühlen sich angespornt zu wachsen, viele neue kommen hinzu.

Heute freuten sich Führungskräfte, wenn sie hierher gerufen werden.

Das Image des Standorts gewinnt stetig, auch durch die Erweiterung des Wernerwerks zum Siemens-Mega-Chip-Werk, der – inzwischen wieder zugrunde gegangenen – Notebook-Produktion von Toshiba und den Siemens-Bereich Automobiltechnik. Heute ist daraus ein zentraler Continental-Standort geworden, mit fast so vielen Mitarbeitern wie bei BMW, aber weitaus mehr Entwicklern und Ingenieuren. Bei Osram Opto Semiconductors, mittlerweile ebenso ein Renommierunternehmen, erzählt Vorstandschef Aldo Kamper gerne, wie schwierig es noch in den 90er Jahren gewesen sei, Spitzenleute nach Regensburg zu holen. „Muss das sein?“, beschreibt Kamper die gängige Reaktion seinerzeit. Heute freuten sich Führungskräfte, wenn sie hierher gerufen werden.

Die Grenzöffnung nach Osten – von der Freude zur Angst zur Freude

Die Last mit den Lastern: Der Handel mit Osteuropa blüht - das hat auch Nachteile wie übervolle Autobahnen. Foto: dpa
Die Last mit den Lastern: Der Handel mit Osteuropa blüht - das hat auch Nachteile wie übervolle Autobahnen. Foto: dpa

Die Freude ist groß, als der Eiserne Vorhang zu Osteuropa fällt. Aber bald gewinnen Ängste die Oberhand, umso mehr, je näher die Menschen an jener Grenze leben; Ängste vor billigen Arbeitern, die die Jobs okkupieren könnten. Aber mehr noch vor der Verlagerung von Produktionen nach Tschechien, Ungarn, Polen. Das alles passiert auch, am Bau, in lohnintensiver Fertigung. Es gibt Jobverluste und neue Konkurrenz. Heute pendeln aus Tschechien täglich mehr als 10 000 Menschen zum Arbeiten in die Oberpfalz ein. Sie sind aber kaum Konkurrenz, sondern sie werden gebraucht.

Nach und nach erweist sich die offene Grenze als Konjunkturprogramm erster Güte.

Unternehmen und Regionen stellen sich auf den verschärften internationalen Wettbewerb ein. Regensburg entwickelt Cluster: Unternehmen, Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die zum Teil im Wettbewerb zueinander stehen, vernetzen sich und werden gemeinsam stärker.

Nach und nach erweist sich die offene Grenze als Konjunkturprogramm erster Güte. Die IHK begreift Ostbayern und Westböhmen als gemeinsamen Wirtschaftsraum und gründet in Pilsen eine Niederlassung. Inzwischen unterhalten rund 140 Unternehmen aus der Oberpfalz und dem Kreis Kelheim eigene Standorte in der Region Pilsen. Pilsen/Oberpfalz-Kelheim steht mit an der Spitze der dynamischsten Regionen Europas. Legendär wird der Aufstieg des Elektronikhändlers Kappenberger und Braun aus Cham, der auch dem damaligen tschechischen Präsidenten Havel eine Sony-Stereoanlage verkauft.

Die IHK in ihrer Region

  • Die Ausdehnung

    Vom Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg bis zur Spitze des Arbers reicht der Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Regensburg für die Oberpfalz und den Kreis Kelheim. Das Glas- und Porzellangebiet in Mitterteich gehört ebenso dazu wie das weltgrößte Hopfenanbaugebiet in der Hallertau. Das Unesco-Welterbe Regensburg, die 200 Kilometer lange Grenzlinie zu Tschechien – all das macht den IHK-Bezirk aus.

  • Die Wirtschaftskraft

    In dieser Region, die sich vom Armenhaus zu einem der wirtschaftsstärksten Räume entwickelt hat, betreut die IHK 91 000 Unternehmen. Für ihre Mitglieder steht sie in der Pflicht, eine Reihe von Aufgaben zu leisten. Ein Ausschnitt: Von der Gründung bis zur Nachfolge, die IHK begleitet ihre Mitgliedsunternehmen über ihren ganzen Lebenszyklus. Existenzgründerberatung, Unternehmerschule, damit werden Start-ups fit gemacht. Rechtsberatung, Informationen zum Arbeitsrecht oder zu Entwicklungen beim Datenschutz helfen im Dschungel der Vorschriften. Um den Nachwuchs bei Fachkräften sicherzustellen, organisiert die IHK die Duale Berufsausbildung. Knapp 3000 Unternehmen im Bezirk der IHK bilden aus, 3400 ehrenamtliche Prüfer nehmen Prüfungen in 160 Ausbildungsberufen ab. Obendrein bietet die IHK bundesweit einheitlich 54 Weiterbildungsabschlüsse in kaufmännischen und technischen Berufen an.

  • Die Organisation

    Eine weitere Aufgabe der IHK ist, die Interessen der Mitgliedsunternehmen zu bündeln, Positionen abzuwägen und diese gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu vertreten. Dies geschieht in der Vollversammlung der IHK. Alle fünf Jahre wählen die Mitgliedsunternehmen die Vollversammlung. Im April 2018 ist es wieder soweit, etwa 145 Kandidaten stellen sich zur Wahl.

  • Die Termine des Jahres

    Der Höhepunkt des 175-jährigen Jubiläums sind aus Sicht der IHK die konstituierende Vollversammlung mit Festakt im Alten Rathaus in Regensburg am 25. Juli und tags darauf der Tag der Offenen Tür. Bei der Vollversammlung wird sich die neue IHK-Spitze vorstellen, die bereits am 26. April gewählt wird. Beim Tag der Offenen Tür bietet die IHK diverse Vorträge zum Themenschwerpunkt „Zukunft“, der die Felder Digitalisierung, internationale Politik und Wirtschaft, Zukunft der Arbeit und moderne Standorte beleuchten wird. Bereits am 21./22. März ist eine Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) in Regensburg terminiert. Daran wird auch dessen Präsident Eric Schweitzer teilnehmen.

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