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Ökologie Der Umweltmarkt zählt zu den am stärksten wachsenden Branchen der Welt. Gute Voraussetzungen für das Umweltcluster Nordbayern.

WEIDEN. Umweltwirtschaft und Umweltwissenschaft sind ein weltweit boomender Markt. Von den rund 2000 bayerischen Anbietern von Anlagen aus der Umwelttechnologie sind allein 1000 in Nordbayern ansässig und stellen damit ein internationales Potenzial dar. Um deren Kompetenzen zu bündeln, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordbayern zusammen mit dem „Umwelt-Cluster Bayern“ das Kooperationsnetzwerk „Umweltkompetenz Nordbayern“ aufgebaut. Das 4. Kooperationsforum in der IHK-Geschäftsstelle Weiden bot mit namhaften Referenten aus Forschung, Hochschule und Wirtschaft ein breit gefächertes Informationsprogramm zu Erkenntnissen in den Umweltwissenschaften. Die Themen reichten von Umweltökonomie bis Umweltanalytik.

Laut OECD-Studie wird der Umweltmarkt um acht Prozent jährlich zulegen, stellte der Umweltreferent der IHK-Regensburg, Werner Beck, fest. Das sei eine gute Wirtschaftsgrundlage für Anbieter von Umwelttechnologie. Zahlen einer Roland-Berger-Studie zufolge dürfte bis 2020 das Umweltvolumen weltweit auf über 2,2 Billionen Euro steigen. Nordbayerische Unternehmen seien durchaus in der Lage, mit ihrer Kompetenz den Wettbewerbsvorsprung auszubauen und an den weltweiten Markt anzuknüpfen.

Die Zielsetzung der Umweltkompetenzinitiative im Rahmen des Umweltclusters Bayern erläuterten Dr. Ing. Robert Schmidt von der IHK Mittelfranken und die Geschäftsführerin des Umweltclusters, Dr. Manuela Wimmer. Der Cluster, in 19 Themenbereiche gegliedert, wolle erreichen, dass Innovationen in Unternehmen nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip gefördert werden. Zudem müsse man vom Einzelkämpferdenken „der Nachbar ist mein Wettbewerber“ Abschied nehmen und Kooperationen eingehen. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen.

Wege dezentraler, thermischer Klärschlammentsorgung zeigte Dr. Mario Mocker vom ATZ Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg auf. Entwicklungen neuer Verfahrenstechniken böten gerade mittelständischen Unternehmen große Marktchancen.

Insgesamt lag der Schwerpunkt des IHK-Forums auf dem Gebiet der Energie-Rückgewinnung, ob aus Abwasser, Wärme oder Abfall. In 30 Ländern der Erde herrsche akuter Wassermangel. Professor Franz Bischof von der Fakultät Umwelttechnik an der FH Amberg-Weiden zeigte Technologien auf, mit deren Hilfe die Ressource Wasser durch nachhaltige Sanitärkonzepte sowie Wiederverwendung und Energiegewinnung aus Abwasser geschont werden könne. Umweltökonomie und Umweltmanagement bezeichnete Professor Werner Wild von der Ohm-Hochschule Nürnberg als eine der zentralen Herausforderungen. 1,1 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Wasserversorgung als Zukunftsaufgabe belegte Professor Andreas Ottl von FH Regensburg. Unser hoher Versorgungsstandard erfordere ein umfassendes Management bei Grundwasserschonung und Einhaltung der Trinkwasserqualität. (hcr)

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