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Wirtschaft

Das High-Tech-Labor als Lernort

Die Eckert Schulen in Regenstauf wollen Deutschlands größtes privates Bildungszentrum werden. Es gibt bereits 50 Standorte.

  • Die praktische Ausbildung in der Technikerschule ist bei Eckert der Renner. Derzeit gibt dort 2500 Studierende. Fotos: Eckert Schulen /Johannes Müller
  • 27 Hektar groß ist der Lern-Campus der Eckert Schulen in Regenstauf.

Regenstauf.Es ist eine bayerische Erfolgsstory der besonderen Art: 100000 junge und erfahrene Berufstätige haben an Deutschlands größtem privaten Weiterbildungscampus seiner Art in den vergangenen sieben Jahrzehnten einen Abschluss erworben. Heimat des Unternehmens ist der 27 Hektar großer Lern-Campus in Regenstauf vor den Toren Regensbugs. Gesteuert von dort aus wollen die Eckertschulen bis zum Jahr 2020 weiter Maßstäbe setzen bei den Lern- und Lehrstrategien des 21. Jahrhunderts und so zum größten privaten Bildungsträger in der Bundesrepublik aufsteigen.

Lernen im High-Tech-Labor

Die Weichen für einen Aufbruch in eine digitale, vernetzte Bildungszukunft haben die Eckert Schulen frühzeitig gestellt: Der Campus zeigt heute, wie die vierte industrielle Revolution in der Fachkräfte-Ausbildung Einzug hält. So entstanden bereits 2015 als Teil des Eckert-Campus für rund eine Million Euro vier High-Tech-Lernlabore. Das Ziel: Angehende staatlich geprüfte Techniker – die Praktiker-Kollegen der Bachelor und Master-Ingenieure – sollen die Funktionsweise einer „Smart Factory“ bereits während ihrer Ausbildung kennenlernen.

Die Eckert Schulen mit Sitz in Regenstauf haben bereits heute mit jährlich mehr als 8000 Schülern, Teilnehmern und Studierenden eine Dimension erreicht, die größer ist als die meisten Hochschulen in Bayern. Das Lehr- und Lernangebot ist vielfältiger als an jeder staatlichen Berufsbildungseinrichtung: Von der beruflichen Rehabilitation reicht das Spektrum der Weiterbildung bis hin zu firmenspezifischen Trainingsprogrammen. In über 100 verschiedenen Lehrgängen haben Menschen mit Berufsabschluss alle Möglichkeiten, sich die Grundlage für einen weiteren beruflichen Aufstieg oder einen Neuanfang zu schaffen: als staatlich geprüfte Techniker in zwölf Fachrichtungen, als Industriemeister mit IHK-Abschluss oder als Absolvent der Diploma-Hochschule mit Bachelor oder Master.

Der Ruf nach Fachkräften war nach dem Zweiten Weltkrieg Motor für Schulgründer Peter Eckert zum Organisieren von Lehrgängen als Vorbereitung auf Meister- und Technikerprüfungen. Die ersten Kurse fanden im Wohnzimmer des Gründers statt. Heute führt Alexander Eckert Freiherr von Waldenfels als Vorstandsvorsitzender der Eckert Schulen AG in dritter Generation den Familienbetrieb fort. Und der Fachkräftemangel ist auch heute bei den Eckert Schulen kraftvoller Wachstumsmotor.

Weltkonzerne wie die Krones AG oder die Continental AG nutzen das Angebot zur Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. „Renner“ bei Eckert ist die Technikerschule, in der zurzeit rund 2500 Studierende in Vollzeit oder auch als Fernstudenten die „Schulbank drücken“ und aus der auch der 100000. Absolvent kommt, der 28-jährige staatlich geprüfte Maschinenbautechniker Michael Pröll aus Pfaffenhofen an der Ilm. „Wir sind schon jetzt der größte Bildungsträger für staatlich geprüfte Techniker in Deutschland“, sagt von Waldenfels.

Gut besucht sind mittlerweile an den Eckert Schulen auch die Industriemeisterlehrgänge in den Bereichen Chemie, Elektronik, Mechatronik, Metall, Verfahrenstechnik und Logistik, die mehrmals im Jahr starten. Hinzu kommen Hotel-, Restaurant- und Küchenmeister sowie der staatlich geprüfte Betriebswirt als fachspezifische Angebote für die Hotellerie und Gastronomie. „Die zehn in Deutschland gefragtesten Aufstiegsqualifikationen mit IHK-Abschluss bieten wir heute alle an“, sagt von Waldenfels. Auf den vordersten Plätzen fanden sich dort nach IHK-Statistik 2016 der Wirtschaftsfachwirt (8700 Teilnehmer), der Industriemeister Metall (7900), der Handelsfachwirt (6900) und der Betriebswirt (4800).

1400 Appartements errichtet

In und um den Campus in Regenstauf gibt es heute nicht nur zehn Wohnheime mit 1400 Appartements, sondern auch einen Kindergarten für Studierende mit Kindern sowie ein breites Freizeitangebot. Dazu gehört unter anderem auch ein eigener Sportpark mit 2000 Quadratmetern Fläche.

Das Unternehmen wuchs in den vergangenen Jahren rasant: Mittlerweile gibt es Niederlassungen in Deutschland bereits an über 50 Standorten mit steigender Tendenz: in Regenstauf und Dresden ebenso wie in Duisburg, Nürnberg, Stuttgart oder München. Die Zahl der „Bildungssatelliten“ hat sich damit in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Größtes privates Bildungszentrum Deutschlands zu werden, ist das Ziel des Managements, entsprechend innovativ sind die Expansionspläne - unter anderem auch mit neuen Wegen der Teilnehmerwerbung auf speziell geschaffenen Plattformen im Internet und den sozialen Netzwerken.

Hinter der großen Absolventenzahl der Eckert Schulen stehen die Erfolgsgeschichten von Menschen, die mehr aus ihrem Berufsleben machen wollen, in zukunftssichere Berufe wechseln oder durch eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker oder Industriemeister in ihrem Unternehmen aufsteigen wollen.

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