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Nachgefragt

Daniel Spoerri „ausgezeichnete Wahl“

Der Künstler erhält 2016 in Regensburg den Lovis-Corinth-Preis. Kurator Pavel Liska erinnert sich an seinen Besuch 2002.
Von Marianne Sperb, MZ

  • Dr. Pavel Liska, früher Wissenschaftlicher Direktor der Ostdeutschen Galerie: Er hatte 2002 die Spoerri-Ausstellung und ein Travestie-Menü im Museum arrangiert. Foto: altrofoto.de/MZ-Archiv
  • Die Regensburger Fotografin Judy Bauer hatte die Spoerri-Ausstellung bzw. sein Menü dokumentiert; hier überreicht sie ihr buch Pavel Liska. Foto: MZ-Archiv

Regensburg.Lieber Pavel Liska, du hast die Spoerri-Ausstellung 2002 als Wissenschaftlicher Direktor der Ostdeutschen Galerie eingefädelt. Wie kam’s?

Ich habe damals laufend versucht, Künstler zu finden, die den Regeln der Ostdeutschen Galerie entsprechen, also Künstler mit osteuropäischem Hintergrund. Und sie sollten auch berühmt sein, das war mein Anspruch. Damit war Daniel Spoerri natürlich ein Kandidat.

Sarah Wiener hat damals das Palindromische Travestie-Menü in ihrer Dicken Berta gekocht.

Ja. Die Sarah Wiener war damals noch recht unbekannt, aber Daniel Spoerri arbeitete öfter mit ihr und hat sie vorgeschlagen. Bankette zu seinen Ausstellungen waren nichts Ungewöhnliches, sondern häufig Teil seines Konzepts.

Welche Erinnerungen hast du an Daniel Spoerri?

Ich habe ihn kennengelernt als sehr großzügigen, freundlichen, geselligen und aktiven Menschen, ein Energiebündel, voller Ideen. Dass er den Lovis-Corinth-Preis erhält, finde ich wunderbar. Eine ausgezeichnete Wahl.

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