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Auszeichnung

Der Polizist Max Maurer

In Regenstauf erinnert jetzt ein Straßenschild an den Polizisten Max Maurer, der im April 1945 jüdische KZ-Häftlinge vor den Schergen der SS rettete.

Für die MZ erinnerte sich Elisabeth Heilmeier, im Bild zusammen mit Fred Wiegand, an ihren Onkel Max Maurer. Foto: Archiv

Max Maurer kam 1891 in Regenstauf zur Welt. Das Haus in der Lohstraße steht noch. Er stammte aus einer großen Familie und hatte noch sechs Brüder. Der Vater war Schuhmacher und Landwirt. Soziales Gedankengut war in der Familie früh verbreitet.

Wie zwei seiner Brüder wurde Max Maurer Polizist. 1935 kam er nach Ergoldsbach.

Um seinen Beruf ausüben zu können, trat er 1937 der NSDAP bei. Doch immer wieder traten Ereignisse auf, die er mit seiner Grundüberzeugung nicht in Einklang bringen konnte. Als im April 1945 in einem Todesmarsch vom Konzentrationslager Buchenwald aus 28.000 Häftlinge in einem Todesmarsch nach Dachau getrieben wurden, gelang 13 jüdischen Häftlingen die Flucht. Die Polizei fasst die Flüchtlinge, diese sollten, so lautete der Befehl, erschossen werden. Polizeimeister Josef Kimmerl kam dem Befehl nicht nach. Er übergab sie seinem Ergoldsbacher Kollegen Max Maurer. Maurer versteckte die Flüchtlinge in der Scheune der Bäuerin Anna Gnadl, die sie dort verköstigte. „Morgen ist ein andrer Tag“ soll Maurer zu den Flüchtlingen gesagt haben. Diese überlebten und wurden am folgenden Tag von amerikanischen Soldaten befreit.

Einer der überlebenden Häftlinge, John Weiner, setzte sich in den 90er Jahren für eine Ehrung Maurers ein.

1997 fand er Eingang in die Gedenkstätte Yad Vashem, er gilt damit als „Gerechter unter den Völkern.“ (no)

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